No-Cam-Freeridesegel 7,2 2011

 • Publiziert vor 10 Jahren

Mit einem siebener-Segel sind die meisten Surfer auch bei Leichtwind schon gut bedient. Die camberlosen Freeridesegel lassen sich kraftsparend anpumpen, beschleunigen dann gut und sorgen für spielend leichtes Handling in der Halse oder nach Schwimmeinlagen. Für Freerider ohne ausgeprägte Regatta-Ambitionen die wahrscheinlich beste Wahl.

[Segel] Gaastra Matrix 7,0 : [Tester] Frank Lewisch : [Spot] Torbole/Gardasee

Sechs bis sieben Latten, keine Camber – auch jenseits der sieben Quadratmeter funktionieren camberlose Freeridesegel sehr gut und müssen sich hinsichtlich Speed und Kontrollierbarkeit vor der Camberkonkurrenz nicht wirklich verstecken. Das haben unsere zahlreichen Vergleichstests bis acht Quadratmeter immer wieder gezeigt.

Wer auf einem Freerideboard früh gleiten und gut Gas geben will, kann hier beherzt zugreifen. Kräftiges Zupacken in der Halse kann man sich dagegen im Vergleich zu den Cambermotoren sparen, selbst die 7,3er- Segel rotieren leicht und – mit neuen Segelmaterialien gepimpt – teils leichter als je zuvor. Ob ein Segel dabei eher lang und gestreckt oder kurz und gedrungen geschnitten ist, wirkt sich nicht einheitlich aus. Die Zeiten, als man aus Vorlieks- und Gabellänge die Ratio bestimmen konnte, sind vorbei, seit viele Hersteller dem Segel am Schothorn eine teils enorme Zacke in die Outline schneidern. So hat ein Severne NCX auf dem Papier und in der Praxis zwar eine sehr kurze Gabeleinstellung, tatsächlich ist es aber im Vergleich zum Vandal Stitch das deutlich gedrungenere Segel. Beim Vandal ist das Segeltopp noch deutlich über die Vorliekslänge hinaus nach oben geschnitten, beim Severne- Segel ist die Latte über der Gabel deutlich länger geschnitten. Das eine Segel fällt daher gestreckter aus, das andere kompakter.

Ablesen kann man aus der Zahlenklauberei leider recht wenig, in den meisten Fällen nicht einmal die einzustellende Vorliekslänge. So bleibt es unverständlich, warum die Angaben um bis zu vier Zentimeter abweichen. Immerhin wurden alle Segel mit Masten des jeweiligen Segelherstellers getestet. Dem unkomplizierten Aufbau kommt man so jedenfalls nicht näher, was besonders in dieser Segelgruppe wünschenswert wäre. Darüber hinaus wird es zusätzlich erschwert, den richtigen Trimm zu finden. Lediglich North Sails bietet optische Markierungen im Segel, die unabhängig von der Vorlieks-Längeneinstellung eine gute Orientierung bieten, ob man auf dem richtigen Weg ist.

Doch auch im perfekten Trimm unterscheiden sich die Segel dieser Gruppe mal wieder deutlich. Einige Segel, wie das Naish Rally, machen sogar Lust auf Freestyletricks. Und andere, wie das Severne NCX oder Vandal Stitch, passen mit sehr sportlich schnellem Fahrgefühl und gutem Topspeed nicht nur zu Freerideboards, sondern auch auf schnelle Freeracer. Auf solchen haben wir auch sämtliche Vergleichsfahrten durchgeführt. Zu den zwei identischen, 74 Zentimeter breiten JP Super Sport passten die getesteten Segelgrößen sehr gut.

Die Testergebnisse der 7 No-Cam-Freeridesegel 7,2 gibt es unten als PDF-Download. 

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No-Cam-Freeridesegel 7,2 2011


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