North Sails X_Type 8,2

 • Publiziert vor 11 Jahren

Das X_Type wirkt recht leicht und bietet ein gutes Manöverhandling. Etwas schwieriger ist es, den perfekten Trimm zu finden. Dann liegt es aber schön stabil in der Hand und überzeugt als universelles Freeridesegel. Bei richtig viel Druck wirkt es auf dem 460er-Mast etwas indirekt. Wer gerne angepowert surft ist daher wahrscheinich mit dem alternativen 490er-Mast besser beraten.

[Segel] NORTH SAILS X_Type 8,2 : [Tester] Manuel Vogel : [Spot] Dahab

An Land: Wer North fährt braucht kein iPad – alle Trimmangaben, die man bekommen könnte, stehen schon auf dem Segel. Sogar die unterschiedliche Gabellänge je nach Befestigungshöhe ist berücksichtigt. Dazu die Trimmmarkierungen im Segel – eigentlich kann man da nicht mehr viel falsch machen. Vorsicht ist bei einigen Segelgrößen bei Verwendung von Masten mit dem North-Extender geboten: Wenn nur wenige Zentimeter zusätzliche Verlängerung benötigt werden (wie die 12 Zentimeter beim S_Type 8,4), passen lange Verlängerungen wie die von uns gerne verwendete Power.XT 42 nicht in den Extender. Die Verstärkungen sind sämtlich tadellos, die Rollencamber beim S_Type und Ram funktionieren vorbildlich.

Auf dem Wasser: Das North Sails X_Type auf dem 460er-Mast mit einer zusätzlichen 40-Zentimeter-Extender auf beachtliche 5,10 Meter Vorliekslänge gebracht, wirkt leicht, aber kraftvoll schon bei wenig Wind. Dann liegt es stabil in der Hand, zieht passiv gut an, die Gleitschwelle lässt sich mit dem soften Profil auch effektiv durch ein paar Pumpschläge noch ein paar Knoten drücken. Die sehr weiche Abstimmung erfordert zeitiges Nachtrimmen bei zunehmendem Wind, aber auch im ausgesprochenen Highwindtrimm deckt das Segel noch einen breiten Windbereich ab und verliert nur wenig Gleitpower.

Ausgesprochenen Heizern, die gerne am Limit surfen, dürfte das Setup mit dem 460er-Mast zu weich sein, bei richtig viel Wind fehlt das direkte Feedback und die hintere Hand muss dann vergleichsweise beherzter zupacken. Angepowert wirkt es nicht ganz so kompakt wie einige der Vergleichssegel. In Manövern gefällt vor allem die nicht vorhandene Lattenrotation – die Latten berühren den Mast selbst im Leichtwindtrimm kaum, es lässt sich auch für sportliche Halsen mit wenig Krafteinsatz ab legen und aufrichten.

surf-Empfehlung für North Sails: Wer die Vorzüge eines Cambersegels mit den geringst möglichen Nachteilen sucht, liegt mit dem North Sails S_Type richtig. Es ist das unkomplizierteste Cambersegel des Tests. Das Ram passt besser zu schnellen Slalomboards und Surfern, die auf der Top-Speedjagd sind. Mit mehr Dampf im unteren Windbereich bei gleicher High-End-Leistung wäre da aber sogar das Race segel Warp eine überlegenswerte Alternative. Das X_Type ist die camber-lose Empfehlung besonders für den un-teren bis mittleren Gleitwindbereich mit sehr guten Manövereigenschaften.

Verwendeter Mast: North Sails Gold 460 cm, IMCS 25, 2,00 Kilo, 75 % Carbon; Preis: 480 Euro. Web: www.north-windsurf.com

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