Schon gefahren: Segel Naish Sprint

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor 3 Jahren

Wer ein Segel um die sechs Quadratmeter sucht, legt dabei meist Wert auf eine Kombination aus guter Leistung und leichtem Handling. Das Naish Sprint verspricht genau das – und zwar auf einem günstigen 40-Prozent-Carbonmast.

Segel Naish Sprint

Noch nicht lieferbar war das Naish Sprint mit dem günstigeren SDM-Mast zum Test dieser Segelgruppe in Südafrika (Test siehe surf 3/2017) – weshalb wir unsere Eindrücke an dieser Stelle noch nachreichen wollen. Das Sprint ist innerhalb der Naish-Range als das manöverorientierteste camberlose Freeridesegel positioniert und soll in erster Linie Surfer ansprechen, die ein leichtes und unkompliziert zu fahrendes Handlingsegel suchen.

An Land: Während die kleinste Größe (5,2 qm) auf einem dünnen Skinny-Mast (RDM) besser funktionieren soll, werden unsere Testgröße in 5,8 und alle weiteren Größen auf einem Mast mit Standard-Durchmesser (SDM) empfohlen. Wir haben das Segel mit dem günstigen STX C40-Mast getestet (40 % Carbon, 219 Euro). Das 5,8er wird auf einem 430er geriggt, passt dank Variotopp aber auch auf einen 460er-Mast – wer sonst eher größere Segel fahren muss und 5,8 qm als kleinste Größe im Fuhrpark nutzt, spart dann unter Umständen einen 4,30er-Mast komplett ein. Die Größen 5,2 und 5,8 werden zudem nur von fünf Segellatten versteift, von 6,4 bis 7,7 qm wird das Profil dann von sechs Latten stabilisiert. Im Vergleich zum sportlicher abgestimmten Noa ist die Gabel beim Sprint etwas länger, was den Druckpunkt etwas weiter nach hinten verschiebt und für mehr Gleitleistung sorgen soll. Die Latten selbst stehen relativ gerade, also ohne vorgeformtes Profil im Segel, im oberen Bereich sorgt eine große Dacronbahn für weiches Segelgefühl. Der Monofilm wirkt in allen Bereichen ausreichend dick dimensioniert, das Gitter im Unterliek fällt im Vergleich mit anderen Marken etwas dünner aus. Die Gabelbaumaussparung ist für Surfer über 1,90 Meter grenzwertig niedrig, vor allem, wenn man das Segel auf breiten Freerideboards nutzen will.

Auf dem Wasser: Das Sprint wirkt selbst mit dem recht schweren und günstigen C40-Mast noch sehr leicht und agil in der Hand, stabilisiert sich beim Angleiten aber gut. Steht das eher weiche Profil aufgefiert noch nahezu kerzengerade, zieht sich mit dem ersten Dichtholen ein sattes Bäuchlein ins Profil und das Sprint kommt gut über die Gleitschwelle – unserem Gefühl nach hat das Sprint sogar mehr Gleitleistung im unteren Windbereich als das sportlichere Naish Noa. Der Rest ist easy Surfing in Reinstform: Die Latten wechseln in Manövern butterweich die Seite, das Profil zieht sich in Halsen und bei Duck Jibes schön flach, was leichtes und neutrales Handling bewirkt. Überraschend lange bleibt das Sprint auch voll angepowert fahrbar – der Druckpunkt wandert trotz des weichen Profils auch dann kaum, wenn 90-Kilo-Brocken richtig hinhalten.

surf-Fazit: Das Sprint ist ein perfektes Freeride-Manöver-Segel für alle Surfer, die auf reines Leistungsbolzen auf Freeraceboards verzichten wollen und stattdessen unkompliziert und spielerisch heizen und halsen wollen. Damit passt es perfekt zu allen Freemove- und Freerideboards. Für den Einsatz in der Ostseebrandung ist das Segel mit seinen großen Monofilmflächen nicht wirklich ausgelegt.

Technische Daten Naish Sprint Größen: 5,2/5,8/6,4/7,1/7,7 qm Vorliek: 422/438/454/474/490 cm Gabel: 166/180/194/206/216 cm Preise: 719/749/779/799/829 Euro Verwendeter Mast: Naish STX C40 SDM, 430 cm, 219 Euro Infos: www.naishsails.com

Segel Naish Sprint

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Themen: NaishSegelSegelSprint


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