Test 2014: Neilpryde Hellcat 7,2

22.04.2014 SURF-Testteam - surf-Empfehlung: Du willst mit einem 7,2er als größtem Segel frühstmöglich gleiten – dann könnte das Hellcat das richtige Segel sein, um die Ausbeute deiner Surftage ordentlich zu verbessern.

© Stephan Gölnitz
Test 2014: Neilpryde Hellcat 7,2
Test 2014: Neilpryde Hellcat 7,2

An Land: Das Hellcat wird auch übers Vorliek straff gespannt, das ist bereits beim kraftvolleren Durchsetzen zu spüren. Mit 2,06 Metern hat es bereits nominell die längste Gabel und zusätzlich eine üppige Zacke am Schothorn, was die effektive Segelsehne zusätzlich verlängert. Wie bei fast allen NeilPryde-Segeln 2014 werden zunehmend Segelbahnen mit gezielt einlaminierten Verstärkungsfasern eingesetzt, dazu reichlich doppelt genähte Bahnen und im Grifftest überdurchschnittlich solide Folienstärken – das hinterlässt einen Eindruck solider Verarbeitung. Das Profil ist weiter hinten im Segel eingeplant, das sieht man im Vergleich zu einem Severne NCX bereits an Land.

Auf dem Wasser: Das Hellcat ist neben dem Naish Cruz der zweite Dampfhammer der Gruppe. Das etwas größer wirkende Segel steht stabil wie eine Wand, baut sehr früh viel Druck auf und liftet mit satter Betonung der hinteren Hand auch schwere Boards kraftvoll über die Gleitschwelle. In Manövern wirkt das Hellcat zwar – trotz der Größe – nicht wirklich schwer, aber zumindest etwas träger und weniger spielerisch als die meisten der kompakteren Segel mit kürzerer Gabel, auch der weit hinten liegende Druckpunkt scheint die Rotationseigenschaften dabei etwas zu drosseln. Nach dem Schiften hast du dafür sofort wieder volle Leistung zur Verfügung: wer nicht nur schnell in die Halse rein, sondern auch mit viel Speed wieder raus will, kann die Power des Hellcat – bei entsprechend guter Halsentechnik – durchaus nutzen.

Verwendeter Mast: NeilPryde X65 SDM 460 cm, IMCS 25, 2,10 Kilo, 65 % Carbon
Preis: 459 Euro

surf-Messung          
Segelgewicht
: 5,06 kg 
Mastgewicht: 2,09 kg

© SURF Magazin
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