Test 2017: Freeridesegel Avanti Poweride

  • Jeanette Borchers
 • Publiziert vor 3 Jahren

Wer 1099 Euro für ein Freeridesegel auf den Tisch legt, kann erwarten, etwas Besonderes zu bekommen. Im Falle des Avanti Poweride werden die hohen Erwartungen erfüllt.

Test 2017: Freeridesegel Avanti Poweride

An Land: Segel von Avanti sind viel mehr als handelsübliches XPly-Gittermaterial, bei dem Fäden aus Polyester zwischen zwei dünne Lagen Monofilm geklebt werden. Avanti-Segel werden laminiert, d.h. auf eine hauchdünne Trägerfolie werden edle Fasern wie Aramid aufgeklebt und entsprechend der Zugbeanspruchung im Segel auflaminiert. Im Gegensatz zu "normalen" Monofilm- oder XPly-Segeln übernehmen hier also die eingearbeiteten Fasern die Zugfestigkeit anstelle des Monofilms. Rollt man ein Segel wie das Poweride erstmalig aus, fühlt man sofort das extrem geringe Gewicht, hat aber anhand der Materialstärke und soliden Haptik nicht das Gefühl, ein fragiles Segel in Händen zu halten. Auch die beim Riggen üblicherweise schnell entstehenden Knicke bilden sich im weichen und flexiblen Avanti-Material kaum. Das Poweride kommt mit überschaubaren Trimmkräften aus und bildet ein harmonisches Loose Leech. Das Profil sitzt auf den ersten Blick weit unten und wird oben schnell flach. Die Ausstattung mit soliden Kevlar-Patches an Topp und Mastprotektor wirkt über jeden Zweifel erhaben – bei einem Preis von 1099 Euro kann man das aber auch erwarten. Erhältlich sind die Avanti-Segel seit Kurzem über www.surfshop24.de

Auf dem Wasser: Das Poweride hat Power – früh lädt sich das konstruktionsbedingt eher gedämpfte Segel auf und setzt Pumpzüge oder Böen unmittelbar in Gleitleistung um. Bereits hier merkt man die sehr geringen Haltekräfte, man hat das Gefühl locker einen Quadratmeter kleiner in den Händen zu haben. Federleicht und ausbalanciert liegt das Avanti in der Hand – auch wenn schwere Surfer über 90 Kilo am Rohr ziehen, wirkt das Segel keinesfalls schwammig oder überfordert. In Manövern setzt sich der überragende Gesamteindruck nahtlos fort: Leicht zu dirigieren und mit butterweicher Rotation um den Mast setzt es in dieser Größe den Standard beim Manöver-handling.

surf-Fazit: Ja, 1099 Euro sind happig. Wer es sich leisten kann und will, bekommt dafür auch das Besondere – ein Segel mit perfekter Kombination aus Gleitpower und einem Handling wie ein Hauch. Obendrein wirkt das Avanti trotz seines Federgewichts alles andere als fragil.

Avanti Poweride Größen: 5,2/5,8/6,6/7,4/8,2/9,0 qm Vorliek: 412/426/445/466/485/505 cm Gabel: 165/181/194/212/238/245 cm Preise: 899/929/969/1099/1149/1199 Euro Infos: www.avantisails.com

Avanti Poweride

Avanti Poweride

Avanti Poweride

Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe SURF 8/2017 können Sie in der SURF App (iTunes und Google Play) lesen – die Print-Ausgabe erhalten Sie hier.

Schlagwörter: Avanti Freeridesegel Poweride Test


Lesen Sie die SURF. Einfach digital in der SURF-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
  • Test 2015: Sommerschuhe für Windsurfer

    Invalid date

  • NeilPryde Hellcat 8,2

    Invalid date

  • Test 2014: Lorch Breeze S 130 Silverline

    Invalid date

  • Test 2016 Freestyleboards 100: Novenove Style Pro V3 102

    Invalid date

  • Video: surf-Test, Teil 1

    Invalid date

  • Gaastra Swift 8,3

    Invalid date

  • Test 2015: WindSUP Tour fest

    Invalid date

  • NeilPryde V6 7,5

    Invalid date

  • Test 2015 Freemove Markensegel 5,8 bis 6,0 um 500 Euro: Severne Convert 6,0

    Invalid date