Test 2017: Freeridesegel No-Cam vs. 2Cam Test 2017: Freeridesegel No-Cam vs. 2Cam Test 2017: Freeridesegel No-Cam vs. 2Cam

Test 2017: Freeridesegel No-Cam vs. 2Cam

  • Surf Testteam
 • Publiziert vor 3 Jahren

14 Freeridesegel mit und ohne Camber im Harten Vergleichstest: Was das Upgrade zu den teureren Racesegeln bringt, erfahrt ihr obendrein.

Stephan Gölnitz Sailloft Hamburg Mission 7,0 (links) : North Sails S_Type SL 7,3 (rechts) : Tester Nicholas Slijk und Tobias Holzner : Spot Langebaan

48 – 49,3 – 50,4 die Fünfzig sind geschafft, der Tag ist gerettet. Wenn der Speedmesser dein persönliches Glücksbarometer ist, bist du in dieser Gruppe auf dem richtigen Weg. Aber auch, wenn du einfach ein Segel zum frühen Gleiten suchst, für entspanntes Cruisen, mal ein kleines Match mit Kalle oder Bolle, um am Ende eine schmissige Halse zu zirkeln, oder einfach nur easy umzudrehen. 14 Freeridesegel mit überwiegend sieben Latten, mit und ohne Camber in der Masttasche, zeigen die gesamte Bandbreite der Freeride- und Freeraceklasse. Noch schneller bist du dann mit einem richtigen Racesegel unterwegs, das haben wir für einen kommenden Tuningartikel am Duell North Sails S_Type gegen North Sails Warp ebenfalls probiert. Doch der Preis dafür ist hoch. Du zahlst mit wesentlich schlechterem Handling, deutlich höheren Preisen für das Segel und den passenden Carbonmast, eventuell auch noch die Carbon-Racegabel. Denn das ist auch eine gute Nachricht: Alle Testsegel harmonieren mit den getesteten Masten mit dem vorgegebenen Limit von 80 Prozent Carbon sehr gut. Auch das haben wir am Rande probiert. Das NeilPryde V8 wirkt mit einem 100er-Mast nochmals einen Tick leichter, bleibt im Grenzbereich minimal besser kontrollierbar und lässt sich dadurch noch einen Fetzen weiter beschleunigen. Für GPS-Rankings mag das den entscheidenden halben Knoten bringen. Wir waren aber auch mit dem "65-prozentigen" mehr als zufrieden. Mehr braucht man zum Freeriden nicht.

Den gesamten Test über diese Freeridesegel No Cam vs. 2Cam gibt es unten im Download-Bereich:

Test 2017: Freeridesegel No-Cam vs. 2Cam

14 Bilder

Verdammt eng liegen Cambersegel auf der Teststrecke beieinander. Erstaunlicherweise können aber auch einige camberlose Segel sehr gut mithalten – schaffen es im Top-Speed sogar aufs Podest im Gesamtfeld. In einer Segelgruppe, die vom Gleitsurf-Aufsteiger bis zum extrem engagierten Freeracer verdammt viele Surfer anspricht.

AN LAND

Outline: Bei Vorliekslängen von knapp unter 4,60 Meter bis etwas länger als 4,80 Meter kommen selbst bei einigen 7,0ern noch 4,30er-Masten zum Einsatz. 

Camber: Die getesteten Cambersegel werden durchgehend mit zwei Cambern stabilisiert. 

Trimm: Vor allem unter den Cambersegeln gilt die Devise "Viel hilft viel", zumindest, was den Vorliekstrimm angeht. Alle Marken sind mit ordentlich bis viel Loose ausgelegt und bieten dann immer noch ausreichend (cambergestütztes) Profil. Der Vorliekstrimm wird einmal eingestellt und dann kaum noch verändert, am Schothorn passiert das Feintuning. Camberlose Segel erlauben mehr Spielerei am Vorliek, benötigen sogar etwas mehr Feingefühl für den richtigen Trimm. Cambersegel reagieren auf kleinere Abweichungen vom Idealtrimm – bezogen auf Fahrgefühl und Kontrolle, nicht auf optimierte Fahrleistung –  tendenziell gelassener.

Materialien: Die Cambersegel dieses Tests setzen überwiegend auf großflächigen Monofilm mit dann aber durchweg soliden X-Ply-Verstärkungen im Bereich unterhalb der Gabel oder zumindest im Unterliek. 

Trimmmarkierungen: Punkte oder Beschriftungen, die zeigen wie weit die Falten ins Segel laufen sollen, erleichtern den Vorliekstrimm. 

Stephan Gölnitz Testalltag am Strand: Segel hin, Segel her...

AUF DEM WASSER

Gleiteigenschaften: No-Cam-Segel bieten im Trimm etwas mehr Spielraum – aber auch weniger Wind­range in einem Trimm. Bei Cambersegeln lässt sich dagegen konstruktionsbedingt der Bauch weder beliebig tief reintrimmen, noch komplett rausziehen. Als Folge reicht meist ein Vorliekstrimm mit recht viel Loose, über die Trimmschot folgt nur Feintuning.

Speed: Ganz klar: Wenn Speed das wichtigste Kriterium ist, führt an einem Cambersegel kein Manöverlappen vorbei. Es sollte aber schon ein schnelles sein. 

Handling: Die Cambersegel holen auf. Bei einigen stört die Rotation der Camber in der Halse überhaupt nicht. Es ist eher das etwas höhere Gewicht und dass sich das Profil nicht flach ziehen kann, was Cambersegel und No-Cams noch spürbar trennt. Innerhalb der Gruppen werden die Unterschiede aber kleiner. 

Kaufempfehlungen: Für unterschiedliche Ansprüche lassen sich die Segel vorab sortieren – je nachdem, was dir wichtig ist. Dann fällt die Endauswahl vielleicht leichter.

Stephan Gölnitz

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Gehört zur Artikelstrecke:

Test 2017: Freeridesegel No-Cam vs. 2Cam


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Themen: 2CamFreeridesegelGaastraGabelGun SailsLoftsailsnachhaltigNeilPrydeNo CamPoint-7Sailloft HamburgSailloft HamburgSeverneTest

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