Das DUO-Komplettrigg im Test

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor 3 Jahren

Faltrigg mit 5-teiligem Mast: Im Test zeigte das Duo-Komplettrigg seine weiche Seite. Wir verraten euch, was das Segel aus dem Rucksack auf dem Wasser leisten kann – und was nicht.

Komplettsets aus der Tasche, diese Idee ist nicht ganz neu und wird jetzt auch vom italiensichen Hersteller I-99 angeboten.

Die Centerlatten enden beim DUO-Rigg weit vor dem Mast. Dadurch lässt sich das Segel vor dem Einrollen längs falten, das Packmaß schrumpft.

An Land:

Das Duo Rigg gibt’s in zwei Größen, 5,3 und 6,3 qm, die samt Zubehör in einer ca. 110 x 60 Zentimeter messenden Tasche Platz finden. Möglich machen es ein fünfteiliger 430er-Mast, eine teilbare Gabel im Verstellbereich 160-200 Zentimeter und die Möglichkeit, das Segel vor dem Rollen längs zu falten. Auch Verlängerung und Startschot gehören zum Paket dazu. Stichwort „Falten“: Was verdächtig nach einer Konkurrenz für das bewährte RRD Compact-Konzept klingt, welches sich dank teilbarer Latten und integrierter Dacronbahn ebenfalls vor dem Rollen falten lässt, ist in der Realität ganz anders: Im Gegensatz zum RRD-Rigg enden die Centerlatten bei Duo nämlich deutlich vor dem Mast, das Duo-Rigg erinnert hinsichtlich Profil und Materialien somit eher an ein Einsteigersegel.

Auch schnittige Duck Jibes gehen zur Not, für Gleitwind ist das Segel aber eigentlich nicht wirklich geeignet

Auf dem Wasser:

Das Duo-Rigg entpuppte sich beim Surfen als sehr flaches und handliches Segel. Es bildet sich beim Anfahren nur wenig Zug auf der Segelhand, zum mühelosen Angleiten fehlte es hier an Profil und Fahrstabilität. Einmal auf Touren surft das Duo sehr soft und durchaus komfortabel, in Manövern lässt sich das Segel wunderbar schiften und manövrieren. Als vollwertiges Freemove- oder Freeridesegel für Gleitwindbedingungen geht es, unabhängig vom Trimm, nicht durch, dafür mangelt es schlicht an Leistung und Kontrolle. Das gute Handling und ein kleines Packmaß empfehlen es eher für Aufsteiger, die im Windbereich von 5-15 Knoten ein leichtes Manöversegel zum Üben suchen. Das Rigg­paket gibt es für 1199 bzw. 1299 Euro.

Weitere Infos unter www.duo-boards.com

Themen: KomplettriggsSegelsurf-Test


Lesen Sie die SURF. Einfach digital in der SURF-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • Neues Faltsegel von RRD: Compact Wave

    23.11.2017Drei Segel samt Zubehör in einem Rucksack – in den Ohren Übergepäck-geplagter Windsurfer klingt das wie Musik! Was es mit dem RRD Compact Wave Konzept auf sich hat, erklärt ...

  • Kaufberatung und Test 2016: Windsurf-Komplettriggs

    14.07.2016Alles dabei, sogar die Tampen. Das macht Komplettriggs für Einsteiger interessant – und mit Preisen ab 409 Euro günstiger als ein individuelles Paket. Allerdings hat „All In” ja ...

  • Test 2017: RRD Komplettrigg Pro

    15.08.2017Wenn es dir keiner verrät, wirst du den Unterschied zu einem "normalen" Segel nicht spüren.

  • NeilPryde Hornet 7,2 gegen Hellcat 7,2

    05.09.2012Fazit: Das Hornet ist perfekt für trimmfaule Surfer, die auf viel Leistung in einem breiten Windbereich setzen. Das Hellcat ist anspruchsvoller zu trimmen und oben raus aber ...

  • Freemovesegel – die Alleskönner

    20.10.2016Was sich hinter Windsurf-Segeln der Kategorie "Freemove" verbirgt, welche Besonderheiten die Segel aufweisen und für wen sie sich eignen, erfährst du im großen Windsurf Segel ...

  • Naish Sails Indy 8,2

    05.05.2012surf-Empfehlung: Ein Leichtwindgleiter, der Windsurfen in der Acht-Quadratmeter-Klasse zur absoluten Leichtigkeit werden lässt. Kaum für Überpower-Speedjunkies geeignet.

  • Aufgeriggte Segel lagern

    10.08.2009Oft lagert man Segel auf dem Mast liegend und scheuert so ziemlich schnell Löcher in die Masttasche.

  • surf-Test Südafrika – Update 2

    04.11.2018Die erste Woche beim surf-Test in Südafrika stand ganz im Zeichen der Wavesegel. Was sonst noch alles so passiert ist, lest ihr in unserem Blog.

  • Test: Slingshot Infinity 84

    02.08.2019Wäre der stolze Luxusliner Titanic seinerzeit so „unsinkbar“ gewesen wie das Sling­shot-Foil Infinity 84, läge er jetzt nicht auf dem Grund des Nordatlantiks.

  • Video: surf-Test, Teil 1

    24.04.2015Die surf-Testcrew war auch in diesem Jahr schon wieder viel unterwegs, um für euch die neuesten Produkte auf Herz und Nieren zu testen. Was euch 2015 erwartet, seht ihr im ...

  • Severne Turbo 8,1 gegen NCX 8,0

    06.09.2012Fazit: Bei diesem Pärchen kann das NCX in Summe wohl mehr Punkte sammeln, weil es bei nur minimal schwächerer Leistung deutlich leichter wirkt. Das Turbo ist nicht als Dampfhammer ...

  • Schon gefahren: Naish Chopper Segel

    25.09.2012“Na, wie groß fährst du?” “M.” “Wie bitte?” “Keine Ahnung, wie groß ich fahre.” Mit dem Chopper macht Naish den Surfer-üblichen Smalltalk – und die Kaufentscheidung im Shop – ...