Naish Sails Boxer 5,4 Naish Sails Boxer 5,4 Naish Sails Boxer 5,4

Naish Sails Boxer 5,4

 • Publiziert vor 9 Jahren

surf-Empfehlung: Das Naish Boxer ist kein kompromissloses Freestylesegel, eher ein leichter Wave-, Freestyle- und Bump & Jump-Allrounder mit sehr guter Gleitleistung. Trotzdem sind auch gute Trickser mit dem Boxer kaum eingeschränkt und können darüber hinaus auch mal in der Welle ordentlich angreifen, ohne sich um die Haltbarkeit Sorgen machen zu müssen.

Stephan Gölnitz (Segel) Naish Sails Boxer 5,4 : (Tester) Tobias Holzner : (Spot) Prasonisi/Rhodos

An Land: Das Boxer scheint eins zu eins vom Vorjahr übernommen worden zu sein und ist eigentlich als Wave-Freestylesegel konzipiert. Dieser Anspruch macht sich bei der Verarbeitung bemerkbar – das recht weiche Segel ist komplett mit X-Ply und hochwertigem Gitterlaminat verstärkt und wirkt grundsolide, aber trotzdem sehr leicht. Dabei hat das Naish im unteren Bereich, auch flachgezogen, sichtbar Profil und wirkt nicht ganz so flach designt wie andere Tücher. Die recht niedrige Geometrie passt auch für kleinere Fahrer sehr gut. Dank des Variotopps kann man auch einen 4,30er-Mast nutzen.

Stephan Gölnitz

Auf dem Wasser: Das softe Profil des Boxer liefert sofort jede Menge Gleitpower und liegt auf der Geraden satt und fahrstabil in der Hand, sicher auch eine Folge des weiter hinten liegenden Druckpunktes. Somit eignet es sich auch für Fahrer, die auch mal mehr als 50 Meter geradeaus fahren wollen. Bei zunehmendem Wind sollte man das Naish zeitig umtrimmen, dann bleibt der Druckpunkt auch voll angepowert dort, wo er hingehört. Auf die aufgedruckten Maßangaben sollte man sich dabei nicht allzu sehr verlassen und stattdessen ein paar extra Zentimeter an der Gabel einplanen. In Manövern liegt das Boxer ausgesprochen leicht in der Hand, wirkt aufgrund der etwas längeren Gabel und der Druckpunktlage in Rotationen wie Spock oder Chachoo aber nicht ganz so agil wie manch anderes Segel. Für getauchte Manöver, die ein neutral schwebendes Segel ohne Eigenleben erfordern – beispielsweise Kono oder Funnell – kann und sollte man das Naish an der Gabel etwas flacher ziehen, die Gleitpower bleibt auch dann noch sehr ordentlich und die Neutralität verbessert sich spürbar. Info: Kailua Sports, Tel.: 0431/319770, www.naishsails.com

Verwendeter Mast: Naish RDM 400 cm, IMCS 19, 1,75 Kilo, 90 % Carbon; Preis: 639 Euro surf-Messung: Segelgewicht: 3,50 kg, Mastgewicht: 1,78 kg

Stephan Gölnitz

Stephan Gölnitz Das Variotopp bei Naish ist einzigartig in der Gruppe und erlaubt alternativ einen 430er-Mast.

Stephan Gölnitz Daneben findet man bei Naish extrem viele unterschiedliche, leichte Materialien.

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