Neilpryde Firefly 6,1

 • Publiziert vor 13 Jahren

Zu den vorzüglichen Freestyle-Eigenschaften des Vorjahres schmücken massive Protektoren und ein neuer Look die Feuerfliege. Das Segel fährt sportlich, aber gedämpft, gleitet super und rotiert was das Zeug hält. Ein Powersegel für alle Freestyle-Klassen mit der besten Kontrolle.

An Land: Neuer Name, alter Schnitt? Die Ähnlichkeit beim Fahren zum Expression 2007 ist eklatant. Das Design ist neu, die Farben stechen heraus wie ein exotisches Insekt. Ob es die Farben sind, die das Segel kompakter wirken lassen? Der Battenwing an der zweiten Latte von unten ist jedenfalls neu. Um das große Monofilmfenster rahmt im New Frame Design das X-Ply-Material. Auch das Protektor-Material am Segeltopp und am Unterliek ist neu und massiv. Routine sind die Lattenspanner von NeilPryde, die man lobender Weise ohne Werkzeug bedienen kann. Wermutstropfen ist die zu weit unten ausgeschnittene Gabelbaumaussparung. Selbst kleinere Fahrer montieren am oberen Limit!

Auf dem Wasser: Auf dem ersten Schlag weiß man: Auf das Firefly muss man sich nicht lange einfahren. Ein Wohlfühlsegel. Weich und eher gedämpft – ganz untypisch für Pryde-Segel. Das Bäuchlein verleiht dem Segel vor allem im unteren Windbereich die nötige Power, um schnell mal einen Spock hinzulegen. Auch während den Moves bleibt das Segel willig und agil. Die Power verleitet extreme Freestyler zu Doppelspocks und Flakas. Der Rotationsruck ist spürbar, aber es stört keinen Tester. Bei klassischen Manövern und Volcans schiftet das Segel schnell und agil. Im Vergleich hat es weniger Off und schwebt in diversen Segelmanövern nicht ganz so neutral.

In allen Belangen ist das Firefly ein verspieltes Segel mit Dampf hinter den Latten. Beim Anpumpen setzt es Kraft sofort in Geschwindigkeit um, wirkt trotz des gedämpften Fahrgefühls direkt und sportlich. Obwohl es das größte Segel in der Gruppe ist, wirkt es klein und handlich. Es scheint das Segel mit dem größten Einsatzbereich zu sein: Freerider fänden sofort Gefallen, weil es stabil und leicht in der Hand liegt, aber auch subjektiv schnell wirkt. Classic Freestyler und New Schooler werden einen Alleskönner mit ganz kleinen Abstrichen in der Radikalität spüren.

surf-Tipp: Sportlichstes Allroundsegel für Classic- und New School-Freestyle.

Verwendeter Mast: NeilPryde X9 Ultra Wave 430 cm, IMCS 21,

1,65 Kilo, 100 % Carbon

Preis: 759 Euro

Web: www.neilpryde.de

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