Redaktion

Schon gefahren: NP Wizard 5.1

25.07.2012

Wizard ist das komplett neu entwickelte Freestylesegel von NeilPryde, Weltmeister und Teamrider Steven van Broeckhoven wurde dabei stark involviert, getreu dem Motto: Was für Weltmeister gut ist, kann doch für Normalsterbliche nicht schlecht sein.

Foto: Stephan Gölnitz

In jedem Fall erinnert das Segel in keinster Weise an den Vorgänger Firefly. Besonders auffällig beim Wizard, das mit nur vier Latten auskommt, ist die Dacronbahn im Vorlieksbereich, die dem Segel eine weiche Grundcharakteristik verleiht. Im Unterliek- und Schothornbereich sollen radiale Kevlarfäden die Hauptlast aufnehmen, für edle Optik sorgen sie in jedem Fall.

Schaut man den Teamfahrern über die Schulter, fällt auf, dass das Wizard mit kaum sichtbarem Loose-Leech gefahren wird. Dadurch soll sich das Segel in den derzeit angesagten Tauchmanövern wie Funnel oder Kono-Variationen besonders neutral ducken lassen, ohne störendes Eigenleben im Achterliek. Wir haben das neue Pryde in unterschiedlichen Trimmvarianten gefahren und getestet, ob das Wizard auch für das breite Freestyle-Publikum taugt: Das Wizard wirkt, unabhängig vom Trimm, recht gedämpft – sicher auch eine Folge der weichen Dacronbahn im Vorliek – aber nicht schwammig. Dichtgeholt zieht das Profil einen satten Bauch und liefert gute Gleitpower, etwas Feinfühligkeit oder die Bereitschaft auch mal zu pumpen sollte man aber, wie bei den meisten Freestylesegeln üblich, mitbringen. Auch ohne Loose-Leech ist die Kontrolle im normalen Windbereich absolut ausreichend. Bei viel Wind beginnt der Druckpunkt im recht weichen Profil dann doch etwas zu wandern, umtrimmen sollte man dann hauptsächlich an der Trimmschot, weniger am Vorliek. Ohnehin greifen viele Trickser vergleichsweise früh zur nächst kleineren Segelgröße.

In Manövern verhält sich das Wizard wie man es sich als anspruchsvoller Freestyler wünscht: Es liegt sehr leicht und agil in der Hand und zieht sich bei Tauchmanövern wie Kono oder Funnel absolut flach und neutral – störendes Eigenleben entwickelt es glücklicherweise nie. Sobald man den “duck” hinter sich hat, lädt sich das Segel wieder auf und bietet reichlich Power für alle angesagten Moves. Das Wizard ist so ein 100-prozentiges Freestylesegel mit hervorragendem Handling. Wer an den neuesten Tricks übt, dürfte die Chamäleon-Charakteristik – mit ausreichend Dampf in dichtgeholtem Zustand und neutralem Handling beim Ducken – besonders schätzen. Wer eher sporadisch freestylt und auch gerne einmal einfach nur drei Schläge geradeaus fährt, wird das Wizard wahrscheinlich zu fahrinstabil und zu technisch finden.

Größen: 3,8 bis 6,5 qm Preise: keine Angaben Infos: www.neilpryde.de

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