Severne S-1 5,9

 • Publiziert vor 12 Jahren

Unverändert ist das S-1 Freestyle- und Wavesegel auch 2009 das Maß, an dem sich die Konkurrenz ausrichten darf: Auffällig harmonisch und weich in der Rotation, leicht in der Hand, stimmig und agil beim Schiften. Ein herausragender Freestyler für alle Klassen, vom Einsteiger bis zum Experten. Mit weichem, gedämpftem Fahrverhalten und hervorragender Leistung.

An Land: Warum ein Segel ändern, wenn es 2007 als Testsieger hervorging? Optisch wirkt es identisch zu seinem Vorgänger: Viel teures und leichtes E-4-Material ist zur Verstärkung integriert. Besser kann man auch kein Wavesegel ausstatten. Das Schothorn ist ausgesprochen rund, die Outline von Segeltopp bis zum Unterliek ohne auffällige Spielereien. Der kurze Mastprotektor gehört der Vergangenheit an – dieses Jahr wurde der einzige Kritikpunkt vom Vorjahr behoben. Die Gabelbaumaussparung ist wie beim Hot Sails Maui sehr hoch.

Auf dem Wasser: Das S-1 liegt weich in der Hand, so rund, so harmonisch – Worte aus einer kitschigen TV-Werbung? Nein, es sind die Attribute, die einem beim ersten Zirkeln mit dem Severne in den Sinn kommen. Ohne Probleme könnte man auch den Text vom Vorjahr übernehmen. Das Segel ist identisch. Dennoch muss man den Vergleich zur Konkurrenz berücksichtigen. Letztes Jahr war das Severne mit Abstand das Lieblingssegel der Tester. Es hatte mächtig Dampf, war auch im oberen Windbereich super kontrollierbar und außergewöhnlich neutral und agil in den Manövern.

Daran hat sich nichts geändert: Die Lattenrotation ist denkbar weich, das Segel schwebt immer neutral wie eine Feder bei Stall-Moves, Duck Tacks und Chachoos. Auch Classic Freestyler werden sich dem fl otten und reaktiven Fahrverhalten erfreuen: Bei Duck Jibes spürt man das exzellente Off sofort, genüsslich taucht man unter das flache Segel. Sobald man aber dichtholt, ist die notwendige Power vorhanden (On) – es gleitet neben dem NeilPryde Firefly auch am besten an.

Overall betrachtet ist es wohl das ausgewogenste Freestyle-Handling-Segel der Gruppe. Das Simmer und das Hot wirken zwar radikaler, das Gaastra und Vandal in den Manövern einen Tick neutraler, das NeilPryde scheint am Ende besser kontrollierbar, aber seine Allround-Stärke als volltaugliches Wavesegel bleibt für Fahrer, die gedämpfte Segel lieben, unantastbar.

surf-Tipp: Bester Freestyle-Allrounder für Piloten, die es gedämpft lieben.

Verwendeter Mast: Severne Red Line RDM 430 cm, IMCS 21,

1,50 Kilo, 100 % Carbon

Preis: 539 Euro

Web: www.severnesails.com

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