Vandal Sails Reverb 6,0

 • Publiziert vor 13 Jahren

Es soll der kultigere Bruder des Gaastra Echos werden. In den Manövern zeigt sich kein Segel radikaler und neutraler als Vandal und Gaastra. Jeder Move wird zum Freudentaumel. Die Haltekräfte sind im Vergleich zum Echo jedoch entschärft, es wirkt etwas leichter, nicht zu hart, nicht zu weich. Die Ausstattung ist auf das Notwendigste beschränkt.

An Land: Neue Marken wie das Vandal von Knut Budig und Segelmacher Dan Kaseler (Gaastra) werden natürlich besonders neugierig und kritisch begutachtet. Das Reverb wirkt im ersten Augenblick wie ein unterdimensioniertes Gaastra Echo mit etwas weniger X-Ply-Verstärkungen (nur noch spartanisch, wo notwendig) und mit einem grünen Graffiti-Fleck im Topp-Bereich geschmückt – gezwungen statt kultig ist die einstimmige Meinung des Testteams, aber zum Zeitpunkt des Tests konnte Budig nur das vom Design unfertige Reverb schicken (Seriensegel mit Probedesign). Warum das Vandal und nicht auch das Gaastra Echo plötzlich ein Vario-Topp verpasst bekommen hat, bleibt ein Rätsel. Aber wer benutzt schon einen 460er-Mast für Freestyle? Sonst präsentiert sich der Radikalinski sauber im Segeldesign. Keine Gimmicks, viel Monofi lm, und wie sein Bruder Echo muss man beim Vandal die Gabel etwas länger ausfahren.

Auf dem Wasser: Wie erwartet, ist die Verwandtschaft zum Gaastra Echo deutlich: Das Vandal liegt leicht gedämpft in der Hand und vermittelt ordentlich Angleitpower. Im Gegenatz zum Echo fühlt es sich leichter und spielerischer an. Bei den Manövern sind zum Gaastra keine Unterschiede feststellbar. Da rangiert das Reverb in der obersten Liga. Kein Segel wirkt neutraler. Die Lattenrotation ist super weich. Für Duck-Tacker im Old School-Bereich wie für Aspiranten der No Hand Flaka-Fraktion ein wahrer Segen. Ein gelungenes Freestylesegel mit sehr guter Gleitleistung. Nur im oberen Windbereich lassen sich einige Konkurrenten leichter zähmen und kontrollieren.

Die Ähnlichkeit zum Gaastra Echo ist jedoch unverkennbar, daher hat sich das Testteam die kritische Frage erlaubt: Wenn im Hause Knut Budig/Dan Kaseler eine neue Marke erschaffen wird und sie sich untereinander so ähneln, wo liegt da der Sinn? Die Antwort kommt direkt von Knut Budig: Um einen der besten Segeldesigner aller Zeiten im Hause Gaastra zu halten, durfte Dan Kaseler seine eigene Marke ins Leben rufen: Vandal Sails. Im Graffiti Style werden jetzt Segel hergestellt, um die jüngere Generation ohne Qualitätsverlust anzusprechen. Budig: “Es geht mehr um die Produktphilosophie und nicht um die Leistung.” Die stimmt aber, wissen die Tester, deshalb dürfen wir auf die zukünftigen Segeldesigns von Dan gespannt sein.

surf-Tipp: Ein radikales Freestylesegel. Uneingeschränkt im Flachwasser zu empfehlen.

Verwendeter Mast: Gaastra RDM 430 cm, IMCS 21,

1,60 Kilo, 100 % Carbon

Preis: 559 Euro

Web: www.vandalsails.com

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