Segelkauf: Die Qual der Wahl

Segel KaufberatungSegelkauf: Die Qual der Wahl

Freeride oder Freerace, Camber oder nicht und vor allem: Wie groß soll es sein? Einsteiger finden hier wichtige Infos rund um den Segelkauf.

Freeride- oder Freeracesegel ­ dazwischen fällt die entscheidung oft nicht leicht. Unsere Checkliste soll die Qualen lindern: Freeracesegel kommen überwiegend in Größen über 7,5 Quadratmetern zum Einsatz. Wenn du auch bei vier bis sechs Windstärken sicher in den Schlaufen surfen kannst, deinem Kumpel mal zeigen willst, wer der Schnellere ist oder sogar über Slalomrennen nachdenkst, dann kommen nur Freeracesegel in Frage. Freeridesegel zeigen sich etwas vielfältiger und sind meistens die bessere Wahl in Größen zwischen sechs und 7,5 Quadratmetern. Vor allem Surfer, die vielleicht noch nicht ganz sicher im Trapez surfen, sind mit den meist leichteren Riggs gut bedient. Aber auch sehr engagierte Freerider, deren Zukunftsträume sich mehr um Manöver drehen, sind in dieser Gruppe genau richtig. Nicht zu verkennen sind die Grenzgänger: Denn die leistungsstärksten Freeridesegel und die Handlingtücher aus der Freeracegruppe überschneiden sich im Einsatzbereich.

Die passende Segelgröße

So findest du in drei Schritten zur passenden Segelgröße:

1. Auf der unteren Achse die mittlere Windstärke suchen, bei der du das Segel benutzen möchtest.

2. Senkrecht bis zu der farbigen Linie mit deinem Körpergewicht hochfahren.

3. Von hier waagerecht nach links peilen. Dort findest du die passende Segelgröße.

Korrekturfaktor: Speedfreaks schlagen noch einen halben Quadratmeter drauf. Racesegel werden generell größer gefahren ­ einen halben bis einen Quadratmeter. Pure Manöversurfer wählen das Segel bis zu einem halben Quadratmeter kleiner.

Perfekt abgestufte Palette:

Die Abstufung der persönlichen Segelpalette muss bei kleinen Segeln enger ausfallen als bei großen Segeln (siehe Beispielpalette). Grund: Die Kraft des Windes nimmt mit der Windgeschwindigkeit im Quadrat zu.

Zwei Konzepte bei Lattenspannern:

Integrierte Trimmblöcke (links) erfordern mehr Kraft und sind schwierig einzufädeln. Rollenhaken (rechts) reduzieren die Kraft deutlich, benötigen aber einen längeren Tampen, der in manchen Verlängerungen nur umständlich zu verstauen ist.
Integrierte Trimmblöcke (links) erfordern mehr Kraft und sind schwierig einzufädeln. Rollenhaken (rechts) reduzieren die Kraft deutlich, benötigen aber einen längeren Tampen, der in manchen Verlängerungen nur umständlich zu verstauen ist.
Neil Pryde verzichtet auf Werkzeug und setzt auf kräftige Finger.   Vorteil: Man kann nichts verlieren.   Nachteil: Nicht für lackierte Nägel geeignet.
Neil Pryde verzichtet auf Werkzeug und setzt auf kräftige Finger. Vorteil: Man kann nichts verlieren. Nachteil: Nicht für lackierte Nägel geeignet.
Ansonsten dominieren Inbusschlüssel:   Sehr komfortabel, aber ­ zumindest im Test ­ garantiert nicht da, wenn man ihn braucht ­ trotz aufgenähter Taschen am Segel.
Ansonsten dominieren Inbusschlüssel: Sehr komfortabel, aber ­ zumindest im Test ­ garantiert nicht da, wenn man ihn braucht ­ trotz aufgenähter Taschen am Segel.
Cambersegel haben ein fest eingebautes Profil, ziehen früh los und liegen stabil in der Hand.
Cambersegel haben ein fest eingebautes Profil, ziehen früh los und liegen stabil in der Hand.
Segel ohne Camber können sich für Manöver schön flach ziehen.
Segel ohne Camber können sich für Manöver schön flach ziehen.
Integrierte Trimmblöcke (links) erfordern mehr Kraft und sind schwierig einzufädeln. Rollenhaken (rechts) reduzieren die Kraft deutlich, benötigen aber einen längeren Tampen, der in manchen Verlängerungen nur umständlich zu verstauen ist.
Integrierte Trimmblöcke (links) erfordern mehr Kraft und sind schwierig einzufädeln. Rollenhaken (rechts) reduzieren die Kraft deutlich, benötigen aber einen längeren Tampen, der in manchen Verlängerungen nur umständlich zu verstauen ist.
Neil Pryde verzichtet auf Werkzeug und setzt auf kräftige Finger.   Vorteil: Man kann nichts verlieren.   Nachteil: Nicht für lackierte Nägel geeignet.
Neil Pryde verzichtet auf Werkzeug und setzt auf kräftige Finger. Vorteil: Man kann nichts verlieren. Nachteil: Nicht für lackierte Nägel geeignet.
Neil Pryde verzichtet auf Werkzeug und setzt auf kräftige Finger.   Vorteil: Man kann nichts verlieren.   Nachteil: Nicht für lackierte Nägel geeignet.
Ansonsten dominieren Inbusschlüssel:   Sehr komfortabel, aber ­ zumindest im Test ­ garantiert nicht da, wenn man ihn braucht ­ trotz aufgenähter Taschen am Segel.
Cambersegel haben ein fest eingebautes Profil, ziehen früh los und liegen stabil in der Hand.
Segel ohne Camber können sich für Manöver schön flach ziehen.
Integrierte Trimmblöcke (links) erfordern mehr Kraft und sind schwierig einzufädeln. Rollenhaken (rechts) reduzieren die Kraft deutlich, benötigen aber einen längeren Tampen, der in manchen Verlängerungen nur umständlich zu verstauen ist.
  Beispiel: Ein 80-Kilo-Typ sucht ein Segel für mittlere fünf Windstärken. Also legt er auf der unteren Achse bei 19 Knoten los, fährt senkrecht bis zwischen die 75- und 85-Kilo-Linie, von dort weiter nach links und landet bei einem Segel mit rund 5,3 Quadratmetern.
Beispiel: Ein 80-Kilo-Typ sucht ein Segel für mittlere fünf Windstärken. Also legt er auf der unteren Achse bei 19 Knoten los, fährt senkrecht bis zwischen die 75- und 85-Kilo-Linie, von dort weiter nach links und landet bei einem Segel mit rund 5,3 Quadratmetern.