Gabelbaum richtig trimmen

 • Publiziert vor 12 Jahren

Mit der Clique beim Surfen, Materialtausch am Strand – einfach mal das Zeug vom Kumpel testen. Schlaufen passen, schnell noch den Gabelbaum ein bisschen runter und gleich wieder los. Erster Schlag durch die meterhohe Brandung, der Wind schwächelt ein wenig und das Segel hat null Angleitpower. Der erste Gedanke: „Wann lernt der Knut endlich, wie man Segel richtig trimmt?“ Das Tuch ist flach wie ein Brett.

Also, nochmal zurück, Knut anmeckern und nachtrimmen. In dem Fall wäre besser gewesen: Nochmal zurück, Klappe halten und erst mal nachdenken. Wie war das noch mal mit den alten Griechen und den Seitenlängen im Dreieck? Das Segel war nämlich ordentlich getrimmt. Nur, was passiert, wenn man den Gabelbaum nach oben oder unten verstellt und das Schothorn dabei fixiert lässt? Wir haben uns mal ein Segel geschnappt und nachgemessen: Einmal die Länge zwischen Mast und Schothorn-Öse in der Gabelstellung ganz oben, dann in der Stellung ganz unten. Ergebnis bei unserem 4,7er-Testsegel: Knappe zehn Zentimeter Unterschied! Klar, diese Zahl hängt natürlich vom Segel, der Gabelbaumlänge und der Größe der Mastaussparung ab. Dennoch wird deutlich, dass der Unterschied in jedem Fall die empfohlene Schothorn-Trimmrange deutlich übersteigt.

Gabelbaum richtig trimmen

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Gabelbaum richtig trimmen

Fazit: Der Knut ist ziemlich groß und wer die Gabelbaumhöhe auch nur um ein paar Zentimeter ändert, sollte immer am Schothorn nachtrimmen!

Themen: Gabelbaum


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