Vincents Workshop: Camber

Segel Reparatur & PflegeVincents Workshop: Camber

Schwer, unhandlich, teuer – so lauten noch immer die Vorurteile bei Cambersegeln. Doch wer seinen Stuff richtig einstellt, kann auch als ambitionierter Hobbyracer einiges herausholen. Vincent Langer verrät euch, an welchen Stellschrauben es sich zu drehen lohnt.

  Vincent Langer gibt Profitipps rund um Cambersegel: Aufbau, Lagerung und wie du Probleme mit abspringenden oder störrischen Cambern löst.
Vincent Langer gibt Profitipps rund um Cambersegel: Aufbau, Lagerung und wie du Probleme mit abspringenden oder störrischen Cambern löst.

In einem kleinen Windfenster sind camberlose Segel einem Freerace- oder Racesegel ebenbürtig. Ändern sich die Windverhältnisse, trumpft das Segel mit den kleinen Plastikspangen auf. Durch das vorgeformte, härtere Profil hält es den Speed auch bei weniger Wind länger und lässt sich bei zunehmendem Wind besser kontrollieren. Was nur wenige wissen ist, dass Camber erst einmal eingestellt werden müssen.

  Vincent Langer verrät seine Profitricks
Vincent Langer verrät seine Profitricks

Mit sogenannten "Spacern" verändert man den Anpressdruck der Camber auf den Mast. Damit kann man die Härte des Profils einstellen, das Leech im Topp verändern und die Rotationseigenschaften verbessern. Im Folgenden werde ich euch die wichtigsten Tricks erklären. Viel Spaß damit! Euer Vincent Langer

3. Camber  rotieren  nicht!   Schlecht rotierende Camber und zu starres Segelgefühl kommen in der Regel durch zu viel Anpressdruck der Camber zustande. Oftmals werden in der Produktion auf Verdacht Spacer eingebaut. Wenn dein Segel im richtigen Trimm nicht rotiert, versuche Folgendes:   - Entferne zuerst nach und nach die Spacer.   - Reicht das noch nicht aus, kann man die Lattenspannung leicht reduzieren (6), auch dies macht das Segel etwas softer und kann bewirken, dass das Segel weniger starr wirkt.   - Sollte die Rotation immer noch schlecht sein, muss man den Camber kürzen.   Vincents TIPP: Gekürzt wird immer am Camberansatz, also dort, wo er aufgesteckt wird! In kleinen Schritten mit der Säge "Scheibchen" von zwei Millimetern Stärke abschneiden.    Foto: Manuel Vogel
3. Camber  rotieren  nicht! Schlecht rotierende Camber und zu starres Segelgefühl kommen in der Regel durch zu viel Anpressdruck der Camber zustande. Oftmals werden in der Produktion auf Verdacht Spacer eingebaut. Wenn dein Segel im richtigen Trimm nicht rotiert, versuche Folgendes: - Entferne zuerst nach und nach die Spacer. - Reicht das noch nicht aus, kann man die Lattenspannung leicht reduzieren (6), auch dies macht das Segel etwas softer und kann bewirken, dass das Segel weniger starr wirkt. - Sollte die Rotation immer noch schlecht sein, muss man den Camber kürzen. Vincents TIPP: Gekürzt wird immer am Camberansatz, also dort, wo er aufgesteckt wird! In kleinen Schritten mit der Säge "Scheibchen" von zwei Millimetern Stärke abschneiden.  
1. Aufbau  und  Lagerung von  Cambersegeln   Aufbau: Das Anklappen der Camber kann hinterher nur funktionieren, wenn du den Mast über die Camber einfädelst! (1).   Reihenfolge: Vorliek vorspannen, Gabel montieren und Trimmschot durchziehen, Camber anklappen, Vorliek final durchziehen.   Abbau: Umgekehrte Reihenfolge wie beim Aufbau. Die "Hau-Ruck-Methode", bei der einfach alles entspannt wird bis die Camber von selbst abfliegen, endet schnell mal mit gebrochenen Latten!Foto: Manuel Vogel
1. Aufbau  und  Lagerung von  Cambersegeln Aufbau: Das Anklappen der Camber kann hinterher nur funktionieren, wenn du den Mast über die Camber einfädelst! (1). Reihenfolge: Vorliek vorspannen, Gabel montieren und Trimmschot durchziehen, Camber anklappen, Vorliek final durchziehen. Abbau: Umgekehrte Reihenfolge wie beim Aufbau. Die "Hau-Ruck-Methode", bei der einfach alles entspannt wird bis die Camber von selbst abfliegen, endet schnell mal mit gebrochenen Latten!
Lagerung: Cambersegel sollte man nicht tagelang aufgeriggt lagern. Für längere Pausen kann man das Vorliek etwas entspannen (das schont Mast und Segel) und die Camber angeklappt lassen. Abgeklappte Camber drücken oft stark gegen die Masttasche (2), das geht zu Lasten der Haltbarkeit. Wenn man das Segel jetzt mal über den Asphalt zieht, ist die Masttasche schnell durchgescheuert.   Vincents TIPP: Bei längeren Pausen Camber angeklappt lassen und Vorliek nur leicht entspannen. Über Nacht Segel komplett abbauen!Foto: Manuel Vogel
Lagerung: Cambersegel sollte man nicht tagelang aufgeriggt lagern. Für längere Pausen kann man das Vorliek etwas entspannen (das schont Mast und Segel) und die Camber angeklappt lassen. Abgeklappte Camber drücken oft stark gegen die Masttasche (2), das geht zu Lasten der Haltbarkeit. Wenn man das Segel jetzt mal über den Asphalt zieht, ist die Masttasche schnell durchgescheuert. Vincents TIPP: Bei längeren Pausen Camber angeklappt lassen und Vorliek nur leicht entspannen. Über Nacht Segel komplett abbauen!
2. Camber  haben  zu wenig  Spannung   In der Mastproduktion und bei verschiedenen Herstellern gibt es immense Unterschiede bei Biegekurven und Härtegraden. Springen die Camber in durchgetrimmtem Zustand immer ab, das Segelprofil fühlt sich zu weich an und lässt sich nicht gut anpumpen oder dein Segel wirft an der Masttasche größere Falten, ist dies ein Zeichen von zu wenig Anpressdruck der Camber.   Man kann sich dabei selbst helfen: Ausgehend vom Ursprungszustand (3) kann man mit dem Einsetzen von Spacern das Profil straffer machen. Foto: Manuel Vogel
2. Camber  haben  zu wenig  Spannung In der Mastproduktion und bei verschiedenen Herstellern gibt es immense Unterschiede bei Biegekurven und Härtegraden. Springen die Camber in durchgetrimmtem Zustand immer ab, das Segelprofil fühlt sich zu weich an und lässt sich nicht gut anpumpen oder dein Segel wirft an der Masttasche größere Falten, ist dies ein Zeichen von zu wenig Anpressdruck der Camber. Man kann sich dabei selbst helfen: Ausgehend vom Ursprungszustand (3) kann man mit dem Einsetzen von Spacern das Profil straffer machen. 
Spacer funktionieren wie Unterlegscheiben (4) und ...   (Spacer gehören bei allen Cambersegeln mit zum Lieferumfang dazu, oft sogar in unterschiedlichen Stärken. Damit kann man seine Segel gut feintunen.)Foto: Manuel Vogel
Spacer funktionieren wie Unterlegscheiben (4) und ... (Spacer gehören bei allen Cambersegeln mit zum Lieferumfang dazu, oft sogar in unterschiedlichen Stärken. Damit kann man seine Segel gut feintunen.)
... werden zwischen Latte und Camber eingesetzt (5). Dadurch bekommt der Camber mehr Anpressdruck, was dem Segel mehr Stabilität verleiht. Einfach Camber abziehen, Spacer dazwischenlegen und wieder aufstecken.Foto: Manuel Vogel
... werden zwischen Latte und Camber eingesetzt (5). Dadurch bekommt der Camber mehr Anpressdruck, was dem Segel mehr Stabilität verleiht. Einfach Camber abziehen, Spacer dazwischenlegen und wieder aufstecken.
3. Camber  rotieren  nicht!   Schlecht rotierende Camber und zu starres Segelgefühl kommen in der Regel durch zu viel Anpressdruck der Camber zustande. Oftmals werden in der Produktion auf Verdacht Spacer eingebaut. Wenn dein Segel im richtigen Trimm nicht rotiert, versuche Folgendes:   - Entferne zuerst nach und nach die Spacer.   - Reicht das noch nicht aus, kann man die Lattenspannung leicht reduzieren (6), auch dies macht das Segel etwas softer und kann bewirken, dass das Segel weniger starr wirkt.   - Sollte die Rotation immer noch schlecht sein, muss man den Camber kürzen.   Vincents TIPP: Gekürzt wird immer am Camberansatz, also dort, wo er aufgesteckt wird! In kleinen Schritten mit der Säge "Scheibchen" von zwei Millimetern Stärke abschneiden.    Foto: Manuel Vogel
3. Camber  rotieren  nicht! Schlecht rotierende Camber und zu starres Segelgefühl kommen in der Regel durch zu viel Anpressdruck der Camber zustande. Oftmals werden in der Produktion auf Verdacht Spacer eingebaut. Wenn dein Segel im richtigen Trimm nicht rotiert, versuche Folgendes: - Entferne zuerst nach und nach die Spacer. - Reicht das noch nicht aus, kann man die Lattenspannung leicht reduzieren (6), auch dies macht das Segel etwas softer und kann bewirken, dass das Segel weniger starr wirkt. - Sollte die Rotation immer noch schlecht sein, muss man den Camber kürzen. Vincents TIPP: Gekürzt wird immer am Camberansatz, also dort, wo er aufgesteckt wird! In kleinen Schritten mit der Säge "Scheibchen" von zwei Millimetern Stärke abschneiden.  
1. Aufbau  und  Lagerung von  Cambersegeln   Aufbau: Das Anklappen der Camber kann hinterher nur funktionieren, wenn du den Mast über die Camber einfädelst! (1).   Reihenfolge: Vorliek vorspannen, Gabel montieren und Trimmschot durchziehen, Camber anklappen, Vorliek final durchziehen.   Abbau: Umgekehrte Reihenfolge wie beim Aufbau. Die "Hau-Ruck-Methode", bei der einfach alles entspannt wird bis die Camber von selbst abfliegen, endet schnell mal mit gebrochenen Latten!Foto: Manuel Vogel
1. Aufbau  und  Lagerung von  Cambersegeln Aufbau: Das Anklappen der Camber kann hinterher nur funktionieren, wenn du den Mast über die Camber einfädelst! (1). Reihenfolge: Vorliek vorspannen, Gabel montieren und Trimmschot durchziehen, Camber anklappen, Vorliek final durchziehen. Abbau: Umgekehrte Reihenfolge wie beim Aufbau. Die "Hau-Ruck-Methode", bei der einfach alles entspannt wird bis die Camber von selbst abfliegen, endet schnell mal mit gebrochenen Latten!
1. Aufbau  und  Lagerung von  Cambersegeln   Aufbau: Das Anklappen der Camber kann hinterher nur funktionieren, wenn du den Mast über die Camber einfädelst! (1).   Reihenfolge: Vorliek vorspannen, Gabel montieren und Trimmschot durchziehen, Camber anklappen, Vorliek final durchziehen.   Abbau: Umgekehrte Reihenfolge wie beim Aufbau. Die "Hau-Ruck-Methode", bei der einfach alles entspannt wird bis die Camber von selbst abfliegen, endet schnell mal mit gebrochenen Latten!
Lagerung: Cambersegel sollte man nicht tagelang aufgeriggt lagern. Für längere Pausen kann man das Vorliek etwas entspannen (das schont Mast und Segel) und die Camber angeklappt lassen. Abgeklappte Camber drücken oft stark gegen die Masttasche (2), das geht zu Lasten der Haltbarkeit. Wenn man das Segel jetzt mal über den Asphalt zieht, ist die Masttasche schnell durchgescheuert.   Vincents TIPP: Bei längeren Pausen Camber angeklappt lassen und Vorliek nur leicht entspannen. Über Nacht Segel komplett abbauen!
2. Camber  haben  zu wenig  Spannung   In der Mastproduktion und bei verschiedenen Herstellern gibt es immense Unterschiede bei Biegekurven und Härtegraden. Springen die Camber in durchgetrimmtem Zustand immer ab, das Segelprofil fühlt sich zu weich an und lässt sich nicht gut anpumpen oder dein Segel wirft an der Masttasche größere Falten, ist dies ein Zeichen von zu wenig Anpressdruck der Camber.   Man kann sich dabei selbst helfen: Ausgehend vom Ursprungszustand (3) kann man mit dem Einsetzen von Spacern das Profil straffer machen. 
Spacer funktionieren wie Unterlegscheiben (4) und ...   (Spacer gehören bei allen Cambersegeln mit zum Lieferumfang dazu, oft sogar in unterschiedlichen Stärken. Damit kann man seine Segel gut feintunen.)
... werden zwischen Latte und Camber eingesetzt (5). Dadurch bekommt der Camber mehr Anpressdruck, was dem Segel mehr Stabilität verleiht. Einfach Camber abziehen, Spacer dazwischenlegen und wieder aufstecken.
3. Camber  rotieren  nicht!   Schlecht rotierende Camber und zu starres Segelgefühl kommen in der Regel durch zu viel Anpressdruck der Camber zustande. Oftmals werden in der Produktion auf Verdacht Spacer eingebaut. Wenn dein Segel im richtigen Trimm nicht rotiert, versuche Folgendes:   - Entferne zuerst nach und nach die Spacer.   - Reicht das noch nicht aus, kann man die Lattenspannung leicht reduzieren (6), auch dies macht das Segel etwas softer und kann bewirken, dass das Segel weniger starr wirkt.   - Sollte die Rotation immer noch schlecht sein, muss man den Camber kürzen.   Vincents TIPP: Gekürzt wird immer am Camberansatz, also dort, wo er aufgesteckt wird! In kleinen Schritten mit der Säge "Scheibchen" von zwei Millimetern Stärke abschneiden.