Aerotech Charge 5,25

 • Publiziert vor 12 Jahren

Ein leichtes, straffes Wavesegel mit sehr guter Manövereignung, dafür etwas weniger Dampf und Drive.

[Segel] Aerotech Charge 5,25 : [Tester] Gunther Baade

An Land: Das Aerotech wird trotz nur 4,26 Meter Vorliek für einen 4,30er-Mast empfohlen. Möglich wird dies durch das Variotopp. Im Praxistest wirkte der Mast dann auch relativ hart. Auffällig sind weiter die sechs Latten, das ist eine mehr als bei allen anderen Segeln. Sämtliche Verstärkungen wirken gut dimensioniert. Der Protektor ist vorbildlich: Robust und gut verschließbar. Das Segel ist beinahe komplett aus X-Ply-Material, ohne Monofilm, gefertigt.

Auf dem Wasser: Es ist ein wenig, als würde das stramme Korsett dem Aerotech etwas die Luft abschnüren. Der 4,30er-Mast wirkt trotz ausdrücklicher Empfehlung etwas hart und die sechs ziemlich flach ins Segel geschneiderten Latten tun ihr übriges.

Besonders im unteren Windbereich wirkt das Charge hart, steif und nicht sonderlich anpumpfreudig. Es ist dafür recht leicht, den Trimm zu finden, und man muss auch bei zunehmendem Wind nicht zwangsläufig sofort umtrimmen.

Mit flachem Profil, ohne nenneswerte Krümmung in den Latten an Land, dreht das Segel dann auf der Welle und in Manövern erst richtig auf. Es wirkt sehr direkt und leicht in der Hand, lässt sich flink ablegen und aufrichten, stellt sich aufgefiert sofort drucklos und neutral. Sowohl New School, aber auch Classic Moves wie Duck Jibes sind eine Wonne mit dem leichten, flachen Segel.

Auf der Welle zählt es zu den besten “Off”-Segeln der Gruppe und avanciert in dieser Mastbestückung eindeutig in Richtung Sideshoresegel für schnelle Wellenritte bei böigen Bedingungen.

Es zählt sicher nicht zu den Segeln innerhalb der Gruppe, die man zum Rausfahren bei wackeligem Onshorewind zuerst herausgreifen würde, auf der Welle ist es dafür bei der ersten Garde dabei.

Verwendeter Mast: Epic Gear RDM 430 cm, IMCS 21, 1,80 Kilo, 100 % Carbon

Preis: 439 Euro

Web: www.aerotechsails.de

 

 

 

 

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