Gaastra Poison 5,4Foto: Stephan Gölnitz

Segel-WaveGaastra Poison 5,4

surf-Empfehlung: Wem das Poison in der Welle nicht radikal genug erscheint, der muss schon mit wahrlich hervorragendem Fahrkönnen und obendrein Sahnebedingungen gesegnet sein. Denn das Segel liegt unter den Powersegeln auf der „Off“-Seite, tendenziell etwas flacher und damit manöverfreudiger als der typische Gruppenvertreter. Selbst an guten Kapstadt-Spots würden die meisten das Poison wegen der größeren Range bevorzugen.

Foto: Stephan Gölnitz

An Land: Die neuen Gaastra-Tücher wirken gewohnt solide, das neue Material bringt neue Farbe ins Spiel. Vom Bahnen-Layout sind Manic und Poison kaum zu unterscheiden. Im Vorliek wird mehr X-Ply beim Poison und Dacron beim Manic verwendet.

Auf dem Wasser: "Ausgewogen", "super Mischung", "unkompliziert" – die Attribute der Tester bescheinigen dem Poison durchgehend beste Allroundeigenschaften innerhalb dieser Gruppe. Wie die meisten Gaastra-Segel benötigt es recht wenig Loose im Achterliek und bleibt bereits mit nur lässig eingehängtem Schothorn lange druckpunktstabil und gut kontrollierbar. Durch dosierten Zug am Schothorn lässt sich die Kontrolle dann nochmals verbessern, so dass das 5,4er auch bei Starkwind souverän überzeugen kann. Das leicht gedämpfte Segel liegt fahrstabil in der Hand, gibt mit ganz leichtem Zug auf der Segelhand gut Rückmeldung, lässt sich aber beim Auffieren jederzeit fast komplett auf "Off" stellen. Damit bietet es auch auf der Welle eigentlich alles, was man von einem Wavesegel erwarten könnte, lediglich, wer auf maximale Gleitpower aus ist, wird sich vielleicht nach stärkeren Segeln umschauen. Dafür bietet das Poison annähert soviel "Off" auf der Welle und in Manövern wie ein flaches Sideshoresegel. Es wirkt nicht federleicht, aber auch nicht schwer, nicht nervös, nicht träge – mit dem Poison wird wohl kein Surfer unzufrieden sein.

Verwendeter Mast: Gaastra RDM 400 cm, IMCS 19, 1,45 Kilo, 100 % Carbon Preis: 629 Euro

surf-MessungSegelgewicht: 3,86 kg Mastgewicht: 1,46 kg

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