Naish Session 4,7

  • Christl Borst-Friebe
 • Publiziert vor 9 Jahren

Fazit: Das Naish Session kombiniert Top-Handling mit endloser Kontrolle und empfiehlt sich für gute Waver und Freestyler. Wave-Einsteiger, die in erster Linie ein gleitstarkes und fahrstabiles Segel für den Weg durch die Brandung suchen und noch häufig Probleme haben beim Bottom Turn nicht einzuparken, sollten sich – markenintern – zum Boxer oder Force orientieren.

[Segel] NAISH SAILS Session 4,7 : [Tester] Frank Lewisch: [Spot] Langebaan/Südafrika

An Land: Das Session ist klassisch geschnitten, mit kurzer Gabel und längerem Vorliek. Es wird großflächig ein weiches, sehr leichtes, aber auch dünnes Gitterlaminat verarbeitet, wodurch die Sicht nach Lee etwas eingeschränkt ist. Die übrige Ausstattung ist auf Premium-Niveau und auch die in der Vergangenheit sehr niedrige Gabelaussparung ist etwas nach oben gewandert, wodurch das Segel jetzt auch für Surfer jenseits von 1,85 Meter problemlos passt.

Auf dem Wasser: Das Session spielt all denen in die Karten, die behaupten, dass Vier-Latten-Segel kein Mensch braucht: Trotz einer Segellatte mehr liegt das Naish extrem leicht in der Hand, das gedämpfte Profil federt Böen und Landungen angenehm ab. Aufgrund der sehr kurzen Gabel und des flachen Profils gehört es sicher nicht zu den besten Gleitern, dafür lässt es sich in einem Trimm endlos lange fahren. Flachgezogen hängt man auch dann noch entspannt an der Gabel, wenn andere schon am 4,2er zerren, somit ist das Session auch als Starkwindsegel für den Flachwassereinsatz eine echte Empfehlung. In Manövern und auf der Welle ist das Segel phänomenal, weil es extrem leicht und neutral in der Hand liegt und perfektes “off” vermittelt. Da ist es nicht verwunderlich, dass dem Session bei wenig Wind und vor schlappen Wellen im Turn etwas früher die Puste ausgeht. Wave-Einsteiger, die in erster Linie ein gleitstarkes und fahrstabiles Segel für den Weg durch die Brandung suchen und noch häufig Probleme haben beim Bottom Turn nicht einzuparken, sollten sich – markenintern – zum Boxer oder Force ( Test in 1-2/2012 ) orientieren.

Web: www.naishsails.com

Verwendeter Mast: Naish RDM 400 cm, IMCS 19, keine Gewichtsangabe, 90 % Carbon

Preis: 639 Euro

surf-Messung

Segelgewicht: 3,24 kg

Mastgewicht: 1,84 kg

Bei Naish ist 2012 der Rollenblock verschraubt, die Kunststoffrollen und der Bolzen können bei Bedarf ohne größere Näharbeit getauscht werden.

Aus optischen Gründen den Kundenwünschen angepasst, wurde das Schothorn bei Naish mit einem Pad verschönert.

 

 

 

 

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