NeilPryde The Fly 4,5

 • Publiziert vor 11 Jahren

Das The Fly ist klar das am leichtesten wirkende, agilste Segel auf der Welle bei dennoch viel Gleitpower. Surfer ab etwa 85 Kilo Gewicht empfinden das Rigg möglicherweise als zu soft. Allen anderen bietet das Segel ein neues Gefühl von Leichtigkeit beim Abreiten und einen sehr großen Einsatzbereich: Sowohl von der Windrange als auch von den Revieren. Das Segel ist eher weich gedämpft. Top von Sylt bis Kapstadt.

[Segel] NeilPryde The Fly 4,5 : [Tester] Bart de Zwart : [Spot] Table View

NeilPryde

2010 geht NeilPryde mit insgesamt vier Wavelinien an den Start und viele fragen sich, ob das wirklich sinnvoll ist.

An Land: Beide NeilPryde-Segel in diesem Test sind zu großen Teilen aus dem neu entwickelten X-Ply gefertigt, das Combat sogar im Segelfenster ohne jegliches Monofilm – das ist wegen der Durchsicht nicht jedermanns Sache. Die neuen Verstärkungspads am Schothorn wirken robust, die Nähte im Fußbereich sind jetzt auch bei NeilPryde durch eine Gummileiste geschützt. Auffällig beim The Fly: Eine Latte weniger und kürzestes Vorliek sowie kürzeste Gabellänge der Gruppe.

Auf dem Wasser: Das The Fly ist das vielleicht extremste Segel der Testgruppe: Mit nur vier Latten und 0,2 Quadratmetern Tuch weniger ist es nicht nur auf der Waage eines der leichtesten Segel, sondern wirkt auf dem Wasser wie mindestens einen halben Quadratmeter kleiner als die Konkurrenz. Kein Segel schiftet in Manövern schneller, kein Segel lässt sich schneller ablegen und wieder aufrichten oder beim Top Turn in die neutrale Position stellen. So behände und kompakt wirkend gleicht es effektiv aus, dass es von Haus aus mit viel Power ausgestattet ist und sich nicht wie die flachsten Segel auf 100 Prozent “Off” stellen lässt.

Dafür kann es beim Rausfahren im Gleitduell voll mithalten. Und so waren besonders die leichteren bis mittelschweren Tester zwischen knapp 70 bis gut 80 Kilo vom The Fly begeistert, weil es auch bei viel Wind – die Kontrollierbarkeit ist trotz nur vier Latten sehr gut – kompakt und gedämpft in der Hand liegt. Es lässt sich mit geringstem Krafteinsatz und super flink auf der Welle so dirigieren, wie man es möchte.

Zu großen Fahrern mit deutlich über 1,90 Meter scheint die kompakte Geometrie mit der vergleichsweise etwas tieferen Schothornposition nicht so optimal zu passen, und über etwa 80 bis 85 Kilo Surfergewicht stabilisiert der 370er-Mast, von vier Latten unterstützt, das Segel nicht mehr optimal. Es wirkt dann angepowert sehr soft. Insgesamt ist das The Fly nicht einfach ein weiteres, gutes Durchschnittssegel, sondern ein Tuch mit dem gewissen Extra-Feeling, das es aus der Masse spürbar hervorhebt.

surf-Empfehlung: Für Fahrer bis gut 80 Kilo ist das The Fly ein perfektes Allzweck- Werkzeug für Welle und auch Freestyle. Trotz viel Power wirkt es auf der Welle wegen des federleichten Handlings sehr neutral und kein Segel rotiert schneller. Wer ein absolut flach ziehendes Segel sucht, sollte zum Zone greifen – das haben wir dieses Jahr wegen der potenziell eher kleinen Zielgruppe nicht getestet. Das Combat kommt einem kraftvollen Style entgegen, ist sehr einfach zu fahren. Für große, schwere Surfer bietet sich das Alpha an (Test Alpha gegen The Fly und neun weitere 5,3er in surf 4/2010).

Web: www.neilpryde.de

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