Schon gefahren: Bull Sails

 • Publiziert vor 9 Jahren

Bull Sails werden in Tarifa von Designer Max Ziegler entworfen, aber in Asien gefertigt. Die Range besteht aus drei Segellinien: Neben dem Wavesegel Vitamin hat Bull noch das Wave-Freestylesegel Taurin und das camberlose Freeridemodell Multivitamin im Programm.

Bull Sails aus Tarifa

Das Vitamin 5,0 wirkt solide verarbeitet: Im kompletten Segel wird dickes X-Ply-Material verwendet, was auf eine lange Haltbarkeit hindeutet. Im Toppbereich sorgt eine edle Kevlarverstärkung für Abriebschutz, der Mastprotektor ist lang und dick gepolstert. Lediglich die Nähte im Unterliek sind nicht gegen Durchscheuern geschützt. Die tatsächlichen Maßangaben weichen deutlich von der Herstellerangabe ab, 426 Zentimeter Vorlieks- und 175 Zentimeter Gabelbaumlänge machten uns zunächst etwas stutzig. Legt man das Vitamin auf andere 5,0er-Segel, fällt auf, dass es einfach etwas größer ist als angegeben. Da Bull Sails keine eigenen Masten produziert, haben wir das Segel auf verschiedenen Masten ausprobiert, am besten geeignet erschienen uns Masten, die im Toppbereich eher hart sind (beispielsweise Severne, Gaastra, Naish).

Obwohl das Bull Sails einen eher flachen Profilverlauf aufweist, kann man das softe Profil gut anpumpen und dementsprechend zügig damit ins Gleiten kommen. Im normalen Windbereich liegt das Segel recht satt in der Hand, das gedämpfte Profil federt Kabbelwellen und Böen angenehm ab. Sowohl auf der Geraden als auch in Manövern merkt man, dass das Vitamin etwas größer ist als angegeben, es fühlt sich im Vergleich zu anderen 5,0ern träger und größer an. Bei viel Wind beginnt das weiche Profil spürbar zu arbeiten, manche Tester empfanden dies als etwas schwammig. Deshalb sollte man sowohl am Vorliek als auch an der Trimmschot stärker trimmen als man dies gewohnt ist, mit ordentlich Loose Leech aufgeriggt funktioniert das Segel auch bei viel Wind tadellos. Auch wenn das Segel nie wirklich spielerisch und leicht wirkt, so kann sich das Handling auf der Welle und in Manövern trotzdem sehen lassen: Das Profil zieht sich im Bottom Turn flach und neutral, ein Plus vor allem bei viel Wind und Sideshore-Bedingungen. Auch bei Freeridemanövern wie Halsen oder Duck Jibes macht das Vitamin, dank der butterweichen Rotation, eine gute Figur.

Web: www.bullgermany.com

Daten: 

Größen: 3,5 bis 5,5 qm Preise: 390 bis 430 Euro

Themen: Bullgefahren:Sailsschon


Lesen Sie die SURF. Einfach digital in der SURF-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • North Sails Masten 2012

    25.05.2012Mit vier Farben und vier verschiedenen Inhalten gehen die North-Masten 2012 aufs Wasser.

  • North Sails Duke 5,9

    15.05.2011surf-Empfehlung: Kein Segel für faule Fahrer. Zum einfach Dranhängen und Aufs-Gleiten-Warten wurde das Duke nicht designt. Sehr gut dagegen für Reviere mit viel Wind und Surfer ...

  • Frühgleitriggs 9,0 2005

    02.11.2005Freeridesegel werden meist nur bis sieben Quadratmeter gekauft, doch auch in der „Hubraum statt Spoiler“-Liga über neun Quadratmeter können die günstigen, leichten Riggs mit dem ...

  • Gun Sails Torro 6,0

    20.04.2009Das Manöver-Pendant zum Nexus: Leicht und agil, eine gelungene Kombi aus Manövereignung und guter Gleitleistung.

  • Freestylesegel 2004

    04.04.2005Am liebsten würden die Freestyler ihr Segel ganz weglassen – aber dann kämen sie ja nicht mehr vorwärts. So streben sie den bestmöglichen Kompromiss an – so viel Power wie nötig, ...

  • Freeracesegel 2005

    22.04.2005Wer auf dem Teich richtig Gas geben will, kommt am Jet-Ski nicht vorbei – höchstens mit den neuen Freerace segeln. Sie bieten, mit oder ohne Camber, Leistung satt. surf hat sieben ...

  • North Sails Idol

    25.09.2012Mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen der Länge des Vorlieks und der Gabel erreicht North beim neuen Freestylesegel Idol genau das Handling und den Vortrieb, den ein ...

  • North Sails Duke 5,4

    22.10.2010Das Duke ist bei North Sails die Allzweckwaffe für Manöversurfer. Es bewährte sich schon als Onshoresegel, in diesem Vergleich ebenfalls als gelungenes Freemovesegel, das zum ...

  • Schon gefahren: RRD Firemove 130 LTD

    25.09.2012Flunder, Palatschinken, Rennsemmel – das Problem superlativsüchtiger Journalisten lässt sich am RRD Firemove gut studieren. Denn wie soll man bitte heute noch so ein 85 Zentimeter ...