Schon gefahren: Bull Sails

 • Publiziert vor 8 Jahren

Bull Sails werden in Tarifa von Designer Max Ziegler entworfen, aber in Asien gefertigt. Die Range besteht aus drei Segellinien: Neben dem Wavesegel Vitamin hat Bull noch das Wave-Freestylesegel Taurin und das camberlose Freeridemodell Multivitamin im Programm.

Bull Sails aus Tarifa

Das Vitamin 5,0 wirkt solide verarbeitet: Im kompletten Segel wird dickes X-Ply-Material verwendet, was auf eine lange Haltbarkeit hindeutet. Im Toppbereich sorgt eine edle Kevlarverstärkung für Abriebschutz, der Mastprotektor ist lang und dick gepolstert. Lediglich die Nähte im Unterliek sind nicht gegen Durchscheuern geschützt. Die tatsächlichen Maßangaben weichen deutlich von der Herstellerangabe ab, 426 Zentimeter Vorlieks- und 175 Zentimeter Gabelbaumlänge machten uns zunächst etwas stutzig. Legt man das Vitamin auf andere 5,0er-Segel, fällt auf, dass es einfach etwas größer ist als angegeben. Da Bull Sails keine eigenen Masten produziert, haben wir das Segel auf verschiedenen Masten ausprobiert, am besten geeignet erschienen uns Masten, die im Toppbereich eher hart sind (beispielsweise Severne, Gaastra, Naish).

Obwohl das Bull Sails einen eher flachen Profilverlauf aufweist, kann man das softe Profil gut anpumpen und dementsprechend zügig damit ins Gleiten kommen. Im normalen Windbereich liegt das Segel recht satt in der Hand, das gedämpfte Profil federt Kabbelwellen und Böen angenehm ab. Sowohl auf der Geraden als auch in Manövern merkt man, dass das Vitamin etwas größer ist als angegeben, es fühlt sich im Vergleich zu anderen 5,0ern träger und größer an. Bei viel Wind beginnt das weiche Profil spürbar zu arbeiten, manche Tester empfanden dies als etwas schwammig. Deshalb sollte man sowohl am Vorliek als auch an der Trimmschot stärker trimmen als man dies gewohnt ist, mit ordentlich Loose Leech aufgeriggt funktioniert das Segel auch bei viel Wind tadellos. Auch wenn das Segel nie wirklich spielerisch und leicht wirkt, so kann sich das Handling auf der Welle und in Manövern trotzdem sehen lassen: Das Profil zieht sich im Bottom Turn flach und neutral, ein Plus vor allem bei viel Wind und Sideshore-Bedingungen. Auch bei Freeridemanövern wie Halsen oder Duck Jibes macht das Vitamin, dank der butterweichen Rotation, eine gute Figur.

Web: www.bullgermany.com

Daten: 

Größen: 3,5 bis 5,5 qm Preise: 390 bis 430 Euro

Schlagwörter: Bull gefahren: Sails schon


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