Schon gefahren: RRD The Four Segel

 • Publiziert vor 9 Jahren

RRD springt in der neuen Saison auf den Vier-Latten-Zug auf und bietet das The Four in Größen von 3,3 bis 5,7 Quadratmetern an. Das Segel wirkt solide verarbeitet, die verwendeten X-Ply- und Monofilm-Materialien sind recht dick.

Extravagant: The Four von RRD

Auch die übrigen Features können sich sehen lassen: Ein langer Protektor, solide Kevlaraufsätze an den Lattenansätzen und im Toppbereich sowie eine dicke Gummileiste am Unterliek verstärken die wichtigsten Stresszonen. Das 4,7er lässt sich mit einer langen Verlängerung (+35 Zentimeter) sowohl auf einem 370er- Mast und mit einer Nullbase auch auf einem 400er-Mast fahren. Das The Four wirkt, vor allem mit dem empfohlenen Vier-Meter-Mast, direkt und straff abgestimmt. Gabelaussparung, Schothorn und letztlich auch der Druckpunkt liegen vergleichsweise hoch, was vor allem größeren Surfern entgegenkommt. Das Tuch hat in den unteren beiden Latten deutlich sichtbar Profil, es verwundert daher nicht, dass es im unteren Windbereich gute Gleitleistung und Beschleunigung vermittelt.

Auch mit viel Schothornspannung wird das RRD kein komplett flaches Wavesegel und zieht kraftvoll durch Halsen und Bottom Turns – ein Vorteil vor allem bei schräg auflandigen Bedingungen, weil man dann gut den Speed mit hoch zur Wellenlippe nehmen kann. In Manövern wirkt das RRD angenehm handlich, beweist aber auch, dass ein Vier-Latten-Segel nicht automatisch federleicht und neutral sein muss. Wer Wert auf maximale Leichtigkeit und perfektes “Off” legt, ist daher mit dem RRD nicht ideal beraten. Trotzdem ist das RRD weit davon entfernt, als “schwer” eingestuft zu werden, und das mit recht dickem Material ausgestattete Segel verzeiht sicher den einen oder anderen Waschgang mehr. Auch die Kontrolle bei Hack kann sich, für ein Vier-Latten- Segel, durchaus sehen lassen: Ordentlich durchgezogen macht das Segel bei viel Wind keinerlei Zicken und macht in Manövern und auf der Welle jede Menge Spaß. Insgesamt scheint uns das Segel auf einem 370er-Mast besser zu funktionieren, da es dann etwas gedämpfter und fahrstabiler in der Hand liegt.

Web: www.robertoriccidesigns.com

Daten: 

Größen: 3,3 bis 5,7 qm Preise: 499 bis 579 Euro

Themen: FourRRDRRDSegelSegelThe


Lesen Sie die SURF. Einfach digital in der SURF-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • Test 2014: RRD Vogue MKV 4,7

    18.02.2014surf-Empfehlung: Das RRD-Segel lässt sich sehr gut an persönliche Vorlieben anpassen. Wahlweise für sehr gutes „off“ auf der Welle oder für mehr Fahrleistung. In jedem Fall bleibt ...

  • Waveboards 85 2003

    04.04.2005Sie sind die Günstlinge der Surfer-über-85-Kilo-Lobby und mit reichlich Gleitreserven die Top-Kandidaten für europäische Wave-Reviere. In Koalition mit Segeln zwischen 4,2 und 5,5 ...

  • RRD X-Fire LTD V3

    27.04.2011Auch Roberto Ricci rüstet auf, um bei der Schlacht im Slalom-Worldcup nicht nur seinem Teamrider Nummer eins, Finian Maynard, die richtigen Waffen unter die Füße zu geben.

  • RRD H-Fire 91 Wood – Ready to Race?

    28.06.2019Das RRD-Board ist der bekannte H-Fire – und auch im Flug groß, stabil und souverän mit dem neuen Foil zu kombinieren.

  • Test 2018: Carbon-Gabelbaum RRD Dynamic Pro RDM

    30.06.2018Spargeltarzan: Dünn, dünner, Dynamic Pro! Die RDM-Carbongabel von RRD spielt bezüglich Holmdurchmesser in einer Liga mit der Aeron Slim Carbon oder der Severne Enigma.

  • Freemoveboards 105 2005

    26.07.2005Bei den 105ern findet man einige runderneuerte alte Bekannte aus der vergangenen Saison wieder und komplett neue Shapes, die beinahe alle dem Trend zur kompakten Outline – kürzer ...

  • Freemoveboards 95 2002

    31.03.2005Fast alle Shaper haben ihre kleinen Freemoveboards für 2002 nochmal um zwei bis drei Zentimeter verbreitert. Damit liegen die sportlichen Spaßbretter stabil in der Kurve und ...

  • Naish Sails Indy 8,2

    05.05.2012surf-Empfehlung: Ein Leichtwindgleiter, der Windsurfen in der Acht-Quadratmeter-Klasse zur absoluten Leichtigkeit werden lässt. Kaum für Überpower-Speedjunkies geeignet.

  • Wavetest 2008

    20.05.200833 Waveboards und Wavesegel der 2008er-Generation mussten sich in diesem Jahr den harten Testbedingungen in Südafrika stellen. Dabei haben sie so viele verschiedene Spots gesehen, ...