Test 2014: Gun Sails Peak 4,7 Test 2014: Gun Sails Peak 4,7 Test 2014: Gun Sails Peak 4,7

Test 2014: Gun Sails Peak 4,7

 • Publiziert vor 7 Jahren

surf-Empfehlung: Die Positionierung des Blow und des Peak hat sich, im Vergleich zum Vorjahr, umgekehrt. Das Blow erscheint für europäische Wellenbedingungen von Klitmøller bis Sardinien und auch für den Starkwind-Einsatz auf Flachwasser die bessere Wahl zu sein, weil es deutlich kraftvoller und auch etwas besser kontrollierbar ist. Das Peak hat es schwer sich neben dem Top-Allrounder im eigenen Lager zu behaupten, nur wer auf hohem Niveau freestylt und regelmäßig bei Sideoffshore-Bedingungen aufs Wasser geht, hat damit echte Vorteile. Allen anderen würden wir zum Blow raten.

Stephan Gölnitz [Board] Gun Sails Peak 4,7 :  [Tester] Christian Winderlich :  [Spot] Langebaan

An Land: Beim Direktanbieter Gun wird traditionell nicht am Material gespart, das merkt man bei beiden Segeln. Dicke Protektoren an Mastfuß, Topp und Latten­enden sowie solide X-Ply- und Monofilm-Materialien lassen die Segel sehr haltbar erscheinen. Das Blow ist als reines Vier-Latten-Segel konzipiert, das Peak wird über 4,7 zum Fünf-Latten-Segel und hat, in puncto Geometrie, Gewicht und mit einer weichen Dacronbahn im Vorliek, nicht mehr viel mit dem Vorgängermodell Steel gemeinsam. Beide Segel sind auf einem 370er empfohlen, ein 400er geht dank Variotopp aber auch. Blow und Peak funktionieren mit ordentlich Vorliekspannung (die FRED-Markierung hilft hier, den richtigen Trimm zu finden) und moderater Spannung an der Trimmschot am besten. Dank großer Gabelaussparung passen beide Segel sowohl für sehr große als auch kleine Surfer bestens.

Auf dem Wasser: Das Peak wirkt im Vergleich zum Vorjahresmodell Steel leichter und, aufgrund der Dacronbahn im Vorliek, auch spürbar weicher. So zieht das Segel schnell ein tiefes Profil und setzt Böen gut in sprungtaugliche Geschwindigkeit um. Einzig das etwas seltsame Twistverhalten – die vorletzte Latte bildet beim Pumpen einen Gegenbauch – drosselt die Leistung beim Anpumpen etwas. Auf der Welle wirkt das Segel zwar noch immer nicht ganz so leicht wie die Federgewichte der Gruppe, trotzdem kann man damit vor allem dann Spaß haben, wenn man sich ein möglichst neutrales Segel mit viel "off" wünscht: In Freestylemanövern und in cleanen Wellenbedingungen mit Sideshorewind zieht sich das Segel schön flach, so dass man sich voll auf Welle und Board konzentrieren kann. Dass das Peak bei wenig Wind und kleinen Wellen nicht sonderlich kraftvoll durch den Turn zieht, verwundert daher wenig. Jede Menge Spaß macht das gut kontrollierbare Peak auch zum Heizen und Halsen im Flachwasser und selbst getauchte Freestyletricks sind mit dem neutralen Profil uneingeschränkt möglich.

Verwendeter Mast: Gun Select RDM 370 cm, IMCS 17, 1,30 Kilo, 100 % Carbon Preis: 329 Euro 

surf-Messung Segelgewicht: 3,50 kg  Mastgewicht: 1,34 kg

SURF Magazin

Stephan Gölnitz Gun Sails Peak 4,7

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