Test 2014: Neilpryde Atlas 5,4 Test 2014: Neilpryde Atlas 5,4 Test 2014: Neilpryde Atlas 5,4

Test 2014: Neilpryde Atlas 5,4

 • Publiziert vor 7 Jahren

surf-Empfehlung: Das Atlas ist unser Tipp für Manöversurfer, die nicht auf extremen Freestyle stehen, eher Duck Jibes und hohe Sprünge anpeilen, aber auch immer mal wieder in gemäßigten Waverevieren surfen gehen wollen. Als unschlagbares Allroundsegel entpuppt sich bei NeilPryde auch in der Größe 5,3 das Combat mit der besten Mischung aus Gleitleistung, Drive, Handling und Kontrolle. Ein Segel für nahezu jeden Surfertyp und jedes Revier. Nur wer unbedingt das leichteste Segel fahren möchte, greift zum The Fly (Test in surf 1-2/2014).

[Segeld] NEILPRYDE Atlas 5,4 : [Tester] Frank : [Spot] Langebaan

zum Test des Neilpryde The Fly in SURF 1-2/2014->

An Land: Individuell laminierte Patches und Bahnen – das ist das große Thema bei den NeilPryde-Segeln von 2014. Einlaminierte Fäden sollen am Schothorn, Segelhals und in anderen wichtigen Bereichen die Kräfte genau aufnehmen, dadurch lassen sich Materialeinsatz und Gewicht optimieren. Besonders im Gegenlicht sieht das Ganze obendrein sehr hochwertig aus. Beim Atlas haben die unteren beiden Latten bereits an Land erkennbar Shape, mit dem tiefsten Profilpunkt etwas weiter hinten als üblich. Im Combat steckt die zweite Latte von unten dagegen bereits flach im Segel. Bei beiden Segeln wirken die verwendeten Folien im "Grifftest" solide. Beim Combat hat das 4,7er noch vier, in 5,3  dann bereits fünf Latten.

Auf dem Wasser: Wenn man schon ein recht kraftvolles Segel im Programm hat, kann man sich den Luxus leisten, noch eins drauf zu setzen. So muss ungefähr NeilPryde die Sache angegangen sein, als sie dem Combat noch einen kräftigeren Bruder gemacht haben. Das Atlas zieht los wie ein Rudel Huskies und liegt superstabil in der Hand. So sieht das aus, wenn man als Alternative zu Leistung nur noch mehr Leistung kennt. Dabei wirkt das 2014er-Atlas direkter als im Vorjahr, funktioniert in einem Trimm durchgehend besser und hält den Druckpunkt immer hinten und unten, ein Garant für Dampf und Kontrolle. So fährt es vom Beach weg auf und davon, mit ordentlichen Haltekräften, aber sehr einfach hinzustellen. Der üppige Shape im Segel verschwindet auch auf der Welle und in Manövern nie komplett. Es wirkt zwar recht leicht, aber nicht sonderlich klein, im Handlingvergleich kann der Potenzprotz nicht ganz mit den teils deutlich flacheren Profilen mithalten. Dennoch: Gerade bei auflandigem Wind ist  Gleitstärke Trumpf und bei Onshorewind hast du auf der Welle immer ausreichend Dampf auf dem Kessel für guten Speed durch den Turn.

Info www.neilpryde.de

Verwendeter Mast: NeilPryde FX RDM 400 cm, IMCS 19, 1,70 Kilo, 100 % Carbon Preis: 599 Euro

surf-Messung           Segelgewicht: 3,94 kg  Mastgewicht: 1,66 kg

Test 2014: Neilpryde Atlas 5,4

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