Redaktion

Test 2014: Severne Swat 4,7

18.02.2014

surf-Empfehlung: Beide getesteten Segel sprechen eher den technisch versierten, guten Wavesurfer an. Das S-1 als unbestrittenes Wellenabreitwunder für Sideoffshore-Bedingungen, wo man auf viel Segelunterstützung im Turn gut verzichten kann. In Revieren mit konstantem Wind kann das Swat durchaus als günstige Alternative zum S-1 gelten, bietet auch etwas mehr „drive“. Wer eine möglichst große Range abdecken möchte, und insgesamt ein eher allroundiges Segel wünscht, ist mit dem Blade wahrscheinlich am besten bedient, dann auch das Blade bietet ebenfalls noch sehr gutes „off“ für Sideshore-Bedingungen bei mehr Gleitpower und großem Wind-Einsatzbereich.

Severne Swat 4,7 2014

An Land: Swat und S-1 benötigen auf dem 400er-Mast eine Verlängerung, die sich auch sehr kurz einstellen lässt, dafür passt theoretisch auch noch ein 370er. Darüber schützt dann der gute Protektor mit Tampentasche, bei dem die Öffnung perfekt zum Verstauen passt. Das Swat besteht überwiegend aus dickem X-Ply, das Topp ist solide geschützt. Das Segelfenster bietet nur mittelprächtige Durchsicht. Das Segel haben wir mit gut sichtbarem Loose gefahren. In den untersten beiden Latten ist dabei beim Swat noch Shape sichtbar mit recht weit vorne liegendem Druckpunkt. Die radial vom Schothorn verlaufenden "Spider Fiber" des Swat sind eher dünne, aufgeklebte Tuchstreifen. Das S-1 kommt ebenfalls mit vier Latten aus, bei beiden Segeln ist der Rollenblock 90 Grad gedreht angebracht. Beim S-1 wird überwiegend sehr leichtes, feinmaschiges X-Ply-Material verwendet. Bei beiden Segeln reicht die Mastaussparung auch für besonders große Surfer weit genug nach oben.

Auf dem Wasser: Das Swat zählt nicht zu den Segeln, die du erst mal irgendwie aufbaust und dann fährt es schon, es ist sicher kein Segel, bei dem das Nachtrimmen nur dem Feintuning dient. Wer mit dem Swat einen brauchbaren Windbereich abdecken möchte, muss sich erst mal näher mit dem Trimm beschäftigen. Wir mochten es am liebsten im etwas bauchigeren Trimm (flachgezogen klappt das Topp eher weg, es bietet wenig Leistung). Wenn dann der Wind gut passt, bekommst du ein Segel, das guten "drive" und sehr gutes "off" auf der Welle tadellos kombiniert. Allerdings deckt es keine allzu große Windrange ab und statt nachzutrimmen muss man bei zunehmendem Wind etwas früher die Segelgröße wechseln. Auf dem 400er- Mast ist das Swat dabei nicht nur ex­trem leicht und agil beim Abreiten, sondern vermittelt für ein Vier-Latten-Segel noch ein außergewöhnlich straffes und direktes Fahrgefühl. Das Swat zeigt sich so eher als preiswertes Experten-Segel und weniger als günstige Alternative für Waveeinsteiger.

Info:  www.severnesails.com

Verwendeter Mast: Severne Gorilla RDM 400 cm, IMCS 19, 1,75 Kilo, 75 % Carbon Preis: 439 Euro

surf-Messung           Segelgewicht: 2,87 kg  Mastgewicht: 1,80 kg

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    Test Wavesegel 4,7 2014

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