Test 2016: 3 Latten Wavesegel Test 2016: 3 Latten Wavesegel Test 2016: 3 Latten Wavesegel

Test 2016: 3 Latten Wavesegel

  • Surf Testteam
 • Publiziert vor 4 Jahren

2015 von den Marken als neuer Trend angekündigt, scheint die Luft schon wieder raus. Oder doch nicht? Wir haben verschiedene Größen der zweiten Generation getestet und verraten, ob die Segel auch für die Ostsee taugen oder lieber in Hawaii bleiben sollten.

Leichter geht’s nicht! Bei perfekten Bedingungen sind Drei-Latten-Segel der Handling-Maßstab. Wird’s böig, treten die Schattenseiten aber schnell in den Vordergrund.

Statt einer homogenen Gruppe haben wir diesmal sechs Drei-Latter in unterschiedlichen Größen ausprobiert, um zu testen, ob sich bestimmte Fahreigenschaften unabhängig von der Größe  verallgemeinern lassen. Daher verzichten wir   diesmal ausnahmsweise auf Noten, geben euch aber dafür eine generelle Empfehlung, ob DreiLatten-Segel für euch Sinn machen oder nicht.

Die Testergebnisse dieser 3 Latten Wavesegel finden Sie unten als PDF-Download:

• Challenger Three-G 5,0 • Ezzy Sails Taka2 4,1 • Hot Sails Maui KS3 4,3 • Naish Sails Force Three 4,5 • Neilpryde The Fly 4,5 • Severne S-3 5,0

Test 2016: 3 Latten Wavesegel

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...für ein Halleluja? 2015 von den Marken als neuer Trend angekündigt, scheint die Luft schon wieder raus. Oder doch nicht? Wir haben verschiedene Größen der zweiten Generation unter die Lupe genommen und verraten euch, ob die Tücher jetzt auch für den Ostseesurf brauchbar sind oder hawaiianische Gewässer besser nicht verlassen sollten.

Ausstattung & Features Drei-Latten-Segel wurden entwickelt, um die Ausschläge der Waage weiter zu minimieren – und tatsächlich wiegen die Tücher teilweise kaum mehr als ein Netz Orangen. Das Weglassen einer Latte macht sich dabei lediglich mit 150 bis 180 Gramm bemerkbar.

Designkonzepte & Trimmtipps Nur von drei Latten stabilisiert, kommt dem Trimm eine entscheidende Rolle zu. Da für die Stabilisierung des Profils eine gewisse Grundspannung notwendig ist, setzen – mit Ausnahme von Challenger – alle Marken auf eine "Cross Batten": Die unterste Segellatte setzt dabei an der Masttasche unter der Gabelaussparung an und endet am Schothorn oberhalb der Gabel. Diese diagonale Anordnung der Latte soll Spannung ins Rigg bringen und verhindern, dass dieses schwammig wirkt. Generell setzen die Marken auf komplett unterschiedliche Konzepte, um das nötige Profil ins Segel zu bekommen. 

Kontrolle + Gleitleistung = Gesamtrange Ein gängiges Vorurteil gegenüber Drei-Lattern lautet, dass diese eine schlechte Kontrolle haben. Das ist richtig und falsch zugleich. Unser Test zeigte eine eindeutige Tendenz: Werden die Segel bei viel Wind flach getrimmt, lassen diese sich durchaus lange fahren, ohne dass der Druckpunkt nach hinten wandert, ein Unterschied zu guten Vier- oder Fünf-Lattern ist dann kaum spürbar. Trotzdem ist das nur die halbe Wahrheit, denn konstant starker Wind ist eher die Ausnahme. Statt sein Segel ratzeflach zu ziehen, sucht man in der Praxis meist einen Universaltrimm, der in Böen möglichst lange kontrollierbar bleiben soll und im Brandungsbereich noch die nötige Gleitpower bieten muss. Diese Gesamtrange, so viel vorweg, ist bei Drei-Lattern in Summe kleiner als bei Vier- oder Fünf-Lattern. 

Handling auf der Welle Ein Tag am Kap – konstanter nicht sonderlich starker Wind, cleane Drei-Meter-Wellen. Rausgleiten und Springen sind eher eine Seltenheit an diesem Tag, jeder Tester spechtet auf den ultimativen Ritt: Gecarvte Turns, Aerials, Wave-360er – an Tagen wie diesen will man als guter Wavesurfer nichts anderes als einen Drei-Latter.

Test 2016: 3 Latten Wavesegel – Sailguide

surf-Fazit: Der Handling-Vorteil im Vergleich zu Vier- oder Fünf-Latten-Segeln ist bei perfekten Bedingungen nicht zu leugnen. Leichter geht’s nicht! Allerdings löst sich dieser Vorteil in Luft auf, wenn es böig wird, man steht vor einem Dilemma: Zum Rausgleiten braucht man Power, die bekommt man nur, wenn man einem Segel beim Trimmen etwas Bauch lässt. Doch dann wandert der Druckpunkt bei den Drei-Lattern spürbar schneller nach hinten, man muss Lastwechsel ausgleichen, das leichte Segelgefühl wird von Druckpunktwanderungen negiert. Schnell wird klar: Nur ein kontrollierbares Segel wirkt auch leicht! Flachgezogen passen dann Kontrolle und Handling wieder, aber die Power für den Weg durch die Brandung sowie die Fahrstabilität sind spürbar reduziert. Aufgrund dieser reduzierten Windrange in einem Trimm muss man Surfern, die ein Allroundsegel für europäische Wavespots suchen, von Drei-Lattern ehrlicherweise abraten. Nur wer hohes Fahrkönnen hat oder überwiegend an Spots mit konstantem Wind und soliden Ozeanwellen (Hawaii, Mauritius, Peru, Chile, Indonesien, etc) surft, hat einen echten Vorteil.

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Gehört zur Artikelstrecke:

Test 2016: 3 Latten Wavesegel


  • Test 2016 – 3 Latten Wavesegel: Challenger Three-G 5,0

    05.11.2016

  • Test 2016 – 3 Latten Wavesegel: Ezzy Sails Taka2 4,1

    05.11.2016

  • Test 2016 – 3 Latten Wavesegel: Hot Sails Maui KS3 4,3

    05.11.2016

  • Test 2016 – 3 Latten Wavesegel: Naish Sails Force Three 4,5

    05.11.2016

  • Test 2016 – 3 Latten Wavesegel: Neilpryde The Fly 4,5

    05.11.2016

  • Test 2016 – 3 Latten Wavesegel: Severne S-3 5,0

    05.11.2016

  • Test 2016: 3 Latten Wavesegel

    06.11.2016

Themen: 3 LattenChallengerEzzy SailsHot Sails MauiNaish SailsNeilPrydeSeverneTestWavesegelWavesegel

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