Test 2021: Wavesegel 4,7 Test 2021: Wavesegel 4,7 Test 2021: Wavesegel 4,7

Test 2021: Wavesegel 4,7

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor einem Monat

Um ein 4,7er kommt man kaum herum. Dass man diese Größe meistens mit zwei Mastlängen fahren kann macht die Sache gleichermaßen interessant und verzwickt.

Neptun hat uns in diesem Jahr das #stayathome leicht gemacht, denn dass wir den kompletten Wavetest coronabedingt diesmal in heimischen Revieren durchziehen mussten, war bezüglich der Bedingungen sicher kein Nachteil. Von Ende September bis Mitte November gab’s reihenweise gute Testtage, von Ostsee-Chop mit viel Wind bis hin zu logohohen Nordsee-Lines in Dänemark und Wind am Gleitlimit war alles dabei. Gerne hätten wir euch in diesem Test auch das neue Simmer Blacktip vorgestellt, leider war dieses — wie auch das ursprünglich eingeplante Sailloft Quad — nicht rechtzeitig verfügbar. Aber auch so sollte in dieser Testgruppe für alle Ansprüche etwas dabei sein — egal, ob ihr euer Wavesegel primär auf Flachwasser, in der Nordseewelle oder in dicken Ozeanswells verwendet.

Den gesamten Test dieser zwölf Wavesegel mit allen Übersichtstabellen, Daten und Noten findet ihr als PDF unten im Download-Bereich:

  • Ezzy Sails Wave 4,7
  • GA Sails Manic 4,7
  • Goya Banzai Pro 4,7
  • Gunsails Seal 4,7
  • Hot Sails Maui Firelight 4,7
  • Naish Force 4 4,7
  • Neilpryde Combat Pro 4,7
  • Point-7 Salt Pro 4,7
  • RRD Compact Vogue 4,6
  • S2Maui Dragon 4,6
  • Sailloft Hamburg Curve 4,7
  • Severne Blade 4,7

Test 2021: Wavesegel 4,7

20 Bilder

Video: Tops, Flops & Trimm: Welche Philosophie verfolgen die Segeldesigner bei den unterschiedlichen Konzepten? Welche Austattungs-Tops und Flops haben wir entdeckt? Und wie werden die Segel richtig getrimmt? Alle Infos und Hintergründe rund um die 12 Testsegel dieser Gruppe erfahrt ihr in unserem Video.

Ihr habt Fragen oder Feedback zu Testprodukten, Trimm oder dem Test im Allgemeinen? Dann sendet eine Mail an [email protected] — wir helfen euch gerne weiter!

AN LAND

Ausstattung

Die Gewichte der Segel auf ein Minimum zu drücken, gehört zu den vorrangigen Zielen der Hersteller. Möglich machen es spezielle Gittermaterialien, bei denen zwischen zwei dünne Monofilmfolien Fasern aus Polyester, Technora oder gar Carbon eingeklebt werden. Die Idee: In Zugrichtung eingearbeitete Fasern sollen die auftretenden Kräfte aufnehmen, wodurch der eigentliche Film dünner und damit leichter dimensioniert werden kann. Auf diese Weise knacken Modelle wie das Severne Blade, S2Maui Dragon, Hot Sails Maui Firelight oder auch das Ezzy Wave die 3-Kilo-Schallmauer und auch Point-7, GunSails und Naish liegen nur knapp darüber. Aber: Die Waage erzählt nur die halbe Wahrheit! Ein gemessen extrem leichtes Segel muss sich nicht zwingend auch auf dem Wasser leicht anfühlen! Druckpunktlage und Profilverlauf sind unserer Testerfahrung nach am Ende sogar wichtiger für die gefühlte „Leichtigkeit“ als das reine Gewicht an der Waage. Trotz aller Gewichtsoptimierung wirken aber auch die Federgewichte der Gruppe durchweg solide dimensioniert und absolut wavetauglich.

Ein Hinweis noch für besonders große oder kleine Surfer/-innen: Wir messen als zusätzlichen Service die Höhe der Gabelaussparung von der Oberkante des Rollenblocks bis hin zum oberen bzw. unteren Ende der Aussparung. Wer bei seinem aktuellen Segel also die Gabel schon komplett am oberen oder unteren Ende der Aussparung montiert, sollte vor dem Neukauf nachmessen, die Unterschiede sind groß: Beim Severne Blade oder dem Hot Sails Maui Firelight sind die Aussparungen knapp 60 Zentimeter lang, beim Naish oder Point-7 15 bis 18 Zentimeter kürz

Masten – kurz oder lang?

Die 4,7er Größe ist oft ein Grenzfall: Bei einigen Segeln kann man laut Hersteller wahlweise den 370er oder 400er Mast nutzen, dazu gehören Ezzy, Goya, GunSails und Sailloft. Das S2Maui Dragon sowie das NeilPryde Combat sind hingegen nur auf einem 370er fahrbar. Auch GA Sails Manic, Hot Sails Maui Firelight und Point-7 Salt werden auf einem 370er empfohlen, könnten mit Vorlieksmaßen um die vier Meter aber theoretisch auch auf einem 400er Mast (mit auf null Zentimeter einstellbarer Verlängerung) genutzt werden. Umgekehrt ließen sich Naish Force 4, RRD Compact Vogue und Severne Blade noch auf einem 370er Mast fahren, sofern man eine Verlängerung mit 36 Zentimetern in petto hat.

AUF DEM WASSER

Die surf-Typenempfehlung

Wo „Wave“ draufsteht, ist in der Regel „Allrounder“ drin — und das ist gut so. Denn unter 5,5qm gibt es zu Wavesegeln quasi keine Alternative und so landen eben auch Flachwasserfans oder Gelegenheitswaver notgedrungen bei dieser Segelklasse. Unabhängig von der jeweiligen Charakteristik sind — das hat unser Vergleich gezeigt — alle 12 Segel dieser Gruppe zu 100 Prozent wavetauglich. Gerade aber bei der Eignung für Flachwassersurfer, Gelegenheitswaver und auch ambitionierte Wave-Freestyle-Fans gibt es gewaltige Unterschiede, die über Top oder Flopp entscheiden.

Ordne dich deshalb für eine erste Vorauswahl einem der folgenden drei Typen zu, dann bist du vor den schlimmsten Fehlkäufen gefeit. Innerhalb dieser Vorauswahl kannst du dann auf Basis der Einzelbeschreibungen, Noten und Preise deinen persönlichen „Testsieger“ herausfiltern:

Typ 1: Starkwind-Heizer | Typ 2: Allesfresser | Typ 3: Wave-Freestyler - mehr dazu findest Du im PDF unten im Download-Bereich.

Die Ausgabe 1-2 2021 gibt's ab dem 16.12.2020 am Kiosk und natürlich digital in der Surf-App. Alle Infos zu unseren günstigen Abomodellen findet ihr unter https://www.delius-klasing.de/surf-lesen-wie-ich-will,

Falls ihr die entsprechende Ausgabe verpasst habt, könnt ihr diese wie immer im Rahmen der Surf-App digital downloaden oder als Printversion in unserem Archiv nachbestellen.

Themen: TestWavesegel

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