Der Beachstart beim Windsurfen – Starten ohne SegelaufholenFoto: Oliver Maier

Der Beachstart beim Windsurfen – Starten ohne Segelaufholen

Manuel Vogel

 9/1/2021, Lesezeit: 3 Minuten

Beim Beachstart entfällt das Segelaufholen, du startest direkt aus dem Wasser aufs Board. Wie das geht und welche Fehler du vermeiden solltest, erfährst du hier.

Starten, ohne das Segel hochzuziehen – das spart Kraft, sieht lässig aus und ist gar nicht so schwer zu lernen. Je tiefer es ist, desto schwieriger, knietiefes Wasser ist zu Beginn perfekt.

Im Folgenden zeigen wir dir den Beachstart Schritt für Schritt. Weiter unten findest du zusätzlich ein Video-Tutorial.

Beachstart beim Windsurfen – die Vorbereitung

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1 Richte zu Beginn dein Brett auf Halbwindkurs (quer zum Wind) aus und greife den Mast mit der vorderen Hand direkt über dem Gabelbaum.

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2 + 3 Jetzt soll das Segel über deinen Kopf, ohne dass das Gabelbaumende im Wasser stecken bleibt. Ziehe den Mast deshalb mit der vorderen Hand schwungvoll über den Kopf nach vorne, das Gabelende kommt nach oben und das Brett bleibt auf Kurs. Tipp: Dreht dir das Board bereits in dieser Phase ungewollt in den Wind, hat dies folgenden Grund: Du drückst das Segel nur nach oben, das Gabelbaumende bleibt im Wasser hängen! Versuche stattdessen das Segel schwungvoll nach vorne und nach Luv zu ziehen, damit das Segel komplett freikommt.

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4 Greife abschließend mit beiden Händen an die Gabel.

Kurs einstellen

Der Beachstart funktioniert auf Halbwind- oder leichtem Raumwindkurs am besten. Den Kurs einstellen kannst du, wie beim normalen Surfen, durch Anluven und Abfallen.

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5 Neigst du das Gabelbaumende zum Wasser (anluven), wird das Brett in den Wind (Luv) drehen.

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6 Umgekehrt führt ein nach oben gebrachtes Gabelbaumende (abfallen) dazu, dass das Brett aus dem Wind nach Lee dreht. Tipp: Unterstütze das Abfallen durch Strecken des vorderen Armes und laufe einige Schritte in Richtung des Mastfußes.

Willst du in die andere Richtung starten? Kein Problem! Bringe dazu dein Segel wie beschrieben (1-4) über den Kopf und laufe nun einen Halbkreis in Luv um den Bug herum. Das Segel wird am Ende automatisch umschlagen und du kannst in die neue Richtung starten.

Aufstieg

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7 Sobald der Kurs passt, kannst du den hinteren Fuß aufs Brett setzen. Auch in dieser Position kannst du den Kurs durch leichte Steuerbewegungen nachkorrigieren. Jetzt bist du bereit für den Aufstieg.

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8 Weil du gleich mit dem Körper über das Brett kommen willst, solltest du das Heck durch Beugen des hinteren Beines nahe an dich heranziehen.

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9 Warte auf eine kleine Böe und halte die Arme leicht gebeugt. Nicht du steigst auf, sondern wirst vom Segel nach oben gezogen. Sobald du das Gefühl hast genug Zug im Segel zu haben, richte das Segel auf, indem du den vorderen Arm streckst – dein Segel wird durch die Streckung des Armes zusätzlichen Zug entwickeln. Damit dein Brett nicht gleich wieder in den Wind dreht, musst du es gleichmäßig belasten – setze daher den vorderen Fuß direkt hinter den Mastfuß aufs Brett und nimm erst mal Fahrt auf.

Beachstart – der typische Fehler

Belastest du das Brett beim Aufsteigen zu weit hinten, dreht es unweigerlich in den Wind. Versuche stattdessen den vorderen Fuß beim Aufstieg direkt hinter den Mastfuß zu setzen, das hält das Brett flach im Wasser und du bleibst auf Kurs.Foto: Oliver Maier
Belastest du das Brett beim Aufsteigen zu weit hinten, dreht es unweigerlich in den Wind. Versuche stattdessen den vorderen Fuß beim Aufstieg direkt hinter den Mastfuß zu setzen, das hält das Brett flach im Wasser und du bleibst auf Kurs.

»Mein Brett dreht beim Aufsteigen in den Wind!«

Belastest du das Brett beim Aufsteigen zu weit hinten, dreht es unweigerlich in den Wind. Versuche stattdessen den vorderen Fuß beim Aufstieg direkt hinter den Mastfuß zu setzen, das hält das Brett flach im Wasser und du bleibst auf Kurs.

Der Beachstart im Video-Tutorial

Abschließend gibt’s den Beachstart nochmal als Video. Abonniert gerne HIER unseren YouTube-Kanal, wir versorgen euch regelmäßig mit Videos zu Manövern & Material.