Windsurf Fahrtechnik: Wasserstart

Beachstart & WasserstartWindsurf Fahrtechnik: Wasserstart

Magie oder wie verhext – der Wasserstart kann beides sein. Die Zauberformel für den wichtigsten Move des Windsurfens bekommst du hier.

Wer’s kann, steigt nach einem Abgang ­sekundenschnell wieder aus dem Wasser wie von Geisterhand, wer’s nicht kann, steckt unter der Wasseroberfläche fest wie verflucht. Fest steht: Der Wasserstart ist DER Schlüsselmove einer jeden Windsurfkarriere, eröffnet er doch die Möglichkeit, kleine Boards zu surfen, die für einen Schotstart viel zu kipplig wären.

Als größte Hürde erweist sich in der Praxis dabei nicht der eigentliche Aufstieg, als vielmehr die Phase vom Sturz bis zum richtigen Ausrichten des Materials. Im Stadium der Verzweiflung versuchen viele Aufsteiger, die richtige Technik mit einem Taschenspieler-Trick zu umgehen: Dem Ablegen des Gabelbaums auf dem Heck. Seit die Boards vor einigen Jahren aber deutlich kürzer wurden, ist das nicht mehr ohne Weiteres möglich – was viele dazu verleitet, den Gabelbaum extrem niedrig am Mast zu befestigen und den Mastfuß ganz vorne in der Mastspur zu montieren, nur damit die Gabel noch aufgelegt werden kann.

Wie Phönix aus der AscheFoto: Oliver Maier
Wie Phönix aus der Asche

Eine regelrechte Fehlerkette ist die Folge: Als Auswirkung der niedrigen Gabelposition müssen sehr kurze Trapeztampen montiert werden, was Angleitleistung und Kontrolle verschlechtert. Durch die weit vorne sitzende Mastfußposition wird der Bug beim Surfen heruntergedrückt, das Brett kann nicht frei gleiten, wirkt langsam und setzt mit dem Bug in die Kabbelwellen ein, statt frei darüber hinwegzufliegen. Außerdem erhöht dies die Schleudersturzgefahr. Unterm Strich wird für einen kleinen Vorteil beim Wasserstart also in Kauf genommen, dass sich alles, wofür das Material eigentlich gemacht wurde, verschlechtert.

Damit du in Zukunft den Aufstieg ganz ohne faule Tricks und wie von Geisterhand meisterst, gibt’s hier die Zauberformel. Die wichtigsten Zutaten zum Üben: Moderater Wind zwischen vier und fünf Windstärken, stehtiefes Wasser und, besonders wichtig, ein leichtes Segel ohne Camber!

Das Video-Tutorial zum Wasserstart:

Auch im surf-Magazin (Ausgabe 9-2017) gab’s eine komplette Fahrtechnik zum Wasserstart mit allen Tipps und Fehleranalysen. Du kannst das Thema als PDF herunterladen.

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