NeilPryde Gabelbaum X3

 • Publiziert vor 10 Jahren

Mindestens drei Probleme sind beim Gabelbau zu lösen: Steif, leicht und gut zu greifen soll die Gabel sein. Das Dilemma der Konstrukteure besteht in erster Linie darin, dass sich diese drei wichtigsten Kriterien oft in falscher Richtung gegenseitig beeinflussen. Soll die Gabel steifer werden, wird sie entweder dicker oder schwerer. Verwendet man statt dessen für die Holme steiferes Aluminium, lässt es sich nicht mehr im erforderlichen engen Radius am Kopfstück biegen. Mit der neuen Serie will NeilPryde den Teufelskreis durchbrochen haben.

[Boom] NeilPryde X3 : [Tester] Manuel Vogel : [Spot] Prasonisi

Weg vom durchgehenden Rohrbogen aus einer Aluminiumlegierung hin zur dreiteiligen Konstruktion. Mit Materialien, die an ihrem Einsatzort dem jeweiligen Anforderungsprofil möglichst gut gerecht werden. Wir haben die aktuelle X3 160-210 beim Freestyle- und Wavetest ausgiebig auf dem Wasser getestet und im Labor mit dem Vorgänger-Modell verglichen:

Auf dem Wasser wirkt die Gabel steif und vor allem griffig. Schön dünn liegen die Holme in der Hand und der Belag ist gerade weich genug und angenehm zu greifen, aber auch noch so robust, dass unsere Gabeln auch nach wochenlangem Gebrauch noch gut aussahen. Das Kopfstück lässt sich auch auf dem Wasser gut in der Höhe verstellen und klemmt den Mast mit geringer Hebelkraft in der konischen Aufnahme bombenfest.

Dünner & steifer

Unser Labortest bringt ebenfalls erfreuliche Werte hervor. Denn trotz spürbar dünnerem Durchmesser (31 statt 33 Millimeter inklusive Belag – klingt nach wenig, greift sich aber wie ein Fahrradlenker im Vergleich zur Straßenlaterne) weitet sich die neue Gabel unter Belastung sieben Prozent weniger als der dickere Vorgänger. Und das bei unverändertem Gewicht. Dabei zählt auch die alte X3 im Labortest schon zu den steifsten Alugabeln.

Jetzt wurde die Gewichtsersparnis des neuen Kopfstücks nochmals gut in stabilere Holme investiert. Der edel eloxierte Frontbogen wird unter hohem Druck in einer Form gegossen, so lässt sich spannungsfrei ein stabiles Bauteil erzeugen, das ohne zusätzliche Kunstoffumspritzung für die Montage des Kopfstückes geeignet ist. Die Holme werden aus steifem, wärmebehandeltem T6-Aluminium gefertigt und überlappend mit dem Kopfbogen verklebt. Und was bringt der S-Schlag im Holm, der verhindern soll, dass die Gabel unter Belastung kürzer wird (Foto oben)? Unentschieden geht die Labormessung aus, beide Gabeln verkürzen sich unter Belastung minimal.

Unser Fazit: Eine solide Weiterentwicklung. Steifer, dünner mit guter Funktion. Ein Upgrade, das sich lohnt.

Infos: www.neilpryde.de

Ein komplett neu konstruiertes Kopfstück aus druckgegossenem Aluminium spart Gewicht und sorgt für edle Anmutung. Damit geht NeilPryde weg vom Monocoque hin zur mehrteiligen Gabel.

Schlagwörter: NeilPryde


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