Test: NeilPryde XC Race Carbon Boom Test: NeilPryde XC Race Carbon Boom Test: NeilPryde XC Race Carbon Boom

Test: NeilPryde XC Race Carbon Boom

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor 2 Jahren

Rollen, Tampen, Klemmen – Trimmsysteme, so sinnvoll diese für Cambersegel auch sein können, nerven manchmal einfach nur. Bei der XC Race Carbongabel von NeilPryde wurde das komplette Trimmsystem – natürlich mit Ausnahme der Klemmen – deshalb in den Holmen versteckt.

In der Länge 175-215 Zentimeter bringt es die Gabel damit auf 2,98 Kilo – ein durchaus guter Wert, andere Gabeln wiegen schon ohne Trimmsystem vergleichbar viel. Wie alle Hersteller gibt auch Pryde beim Holmdurchmesser das nackte Rohr (28/30 Millimeter) an, in der Praxis greift man auf 30 bzw. 32 Millimeter dicken Holmen – ein übliches Maß für solche Racegabeln. Die Holme sind leicht oval geformt, was wir beim Greifen als durchaus ergonomisch und kraftsparend empfunden haben.

Manuel Vogel Das komplette Trimmsystem befindet sich im Inneren der Holme.

Manuel Vogel Die Trimmschot ist nur durch das Rollensystem durchgesteckt und wird am Schothorn des Segels einfach eingehakt.

Beim Riggen hakt man die beiden Trimmschot-Schlaufen am Endstück einfach über die am Schothorn des Segels befindlichen Rollen. Sind diese nicht standardmäßig am Segel, empfehlen wir Zubehörrollen zum Aufschrauben, z.B. den Double Sail Pulley von Chinook . Derart geriggt, erfüllt das Trimmsystem seinen Zweck bestmöglich – ohne, dass man Gefahr läuft, sich in Manövern versehentlich in außenliegenden Strippen zu verheddern. Die Trimmkräfte fallen gering aus, das Trimmsystem läuft sauber und reibungsarm. Auch die sonstigen Features der Gabel wirken absolut ausgereift: Das Frontstück sitzt bombenfest am Mast und auch die Pinverschlüsse machen einen äußerst soliden Eindruck.

Manuel Vogel Solide Doppelpins sorgen für einen guten Halt des Endstücks.

surf-Fazit: Die XR Race ist absolut funktional, steif und mit angenehmem Grip ausgestattet. Auch das Endstück aus Carbon wurde griffig aufgeraut. Einziges Manko ist der leicht limitierte Verstellbereich von nur 40 Zentimetern, eine weitere Länge (200-250cm) wird angeboten. Preis ab 1499 Euro.

Infos unter www.neilpryde.com

Themen: GabelbaumNeilPrydesurf-Test


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