Ausprobiert: Neues Mastfuß-System von S4LT

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor einem Jahr

Easy zu lösen, leicht und sicher – das soll das neue Mastfußsystem S4LT 211 sein. Entwickelt hat es nicht etwa ein etablierter Hersteller, sondern ein Windsurf-Tüftler in Eigenregie. Wir haben es ausprobiert.

„Dreht man zu wenig, rutscht der Mastfuß bei herkömmlichen Systemen aus der Schiene und Brett und Segel trennen sich. Zieht man zu fest an, lässt sich die Platte hinterher kaum wieder aufdrehen“, beschreibt Windsurf-Tüftler Guido Hennen den Antrieb, ein eigenes Mastfußsystem zu entwickeln. Die Lösung soll eine Zerlegung der wirkenden Kräfte sein. Statt also, wie bisher, den Mastfuß fest anzudrehen, damit er nicht in der Schiene verrutscht, teilt Hennen die Kräfte auf. In die Mastschiene werden fünf Gewindeplättchen geschoben, die äußeren beiden durch eingeschraubte Inbusstifte fixiert. Damit stehen drei Positionen in der Mitte für die Montage zur Verfügung, ein Herausrutschen der Mastfußplatte ist somit unmöglich.

Fünf Gewindeplättchen sitzen in der Mastspur, die äußeren beiden sind per Inbusschruabe fixiert. Drei Positionen hat man nun zur Auswahl.

Weil ein Herausrutschen der Platte somit unmöglich ist, muss diese nur noch locker festgedreht werden. Ein kleiner Sicherungsbolzen wird eingesteckt, dieser greift in die Mastschiene und verhindert, dass sich der Mastfuß ungewollt aufdreht.

Der blaue Sicherungsstift verhindert, dass sich der nur leicht festgedrehte Mastfuß lösen kann

Das klappte im Praxistest gut, der S4LT 211 ließ sich tatsächlich easy lösen und fixieren. Da das System nicht mehr mit Kraft festgedreht werden muss, braucht es auch keinen großen, kantigen Teller, an dem man zwar zum De-/Montieren fest anpacken, sich aber auch mal die Füße verletzen kann. Bemängelt haben wir nach einem ersten Test die Tatsache, dass der Mastfuß mit einer Metallscheibe direkt auf der Mastspur aufsitzt, was dem Dekor nicht gerade guttut. Designer Guido Hennen hat daraufhin angekündigt, einen dünnen Hartgummi unterzukleben, der das Problem lösen soll. Und wo ist der Sicherungstampen? Diesen hat Hennen in das Innere des Gummigelenks verlegt! Dadurch können sich Risse an der Außenseite nirgends „verstecken“.

surf-Fazit: Ein pfiffiges Konzept, das funktioniert und einige Dauerprobleme bekannter Mastfuß-Systeme überwindet! Der Preis: 69 Euro.

Infos und Bestellung unter www.s4lt.de

Themen: MastfußTest


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