Die neue NoerStick Python im Test Die neue NoerStick Python im Test Die neue NoerStick Python im Test

Die neue NoerStick Python im Test

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor 7 Monaten

Finn Noer, Windsurf-Tüftler und Klitmøller-Local, bezeichnet den neuen NoerStick Python selbstbewusst als „Ferrari unter den Mastverlängerungen“. Das Update der selbsteinstellenen Verlängerung kommt nun in edlem Carbon daher.

„Bei einem Premiumartikel ist vielen Surfern geringes Gewicht und auch eine edle Optik wichtig. Deshalb gibt’s den NoerStick jetzt nur noch in Carbon. Preislich bleibt allerdings alles beim Alten“, erklärt Entwickler Finn Noer. Den NoerStick gibt’s für SDM-Masten mit Verstellbereichen von null bis 15, 25, 35 und 50 Zentimetern (199 bis 249 Euro), oder eben die getestete RDM-Variante mit Verstellbereich 0-35 Zentimeter (249 Euro).

Manuel Vogel Ein Zugmechanismus zieht beim NoerStick den Verstellring nach oben und verlängert die Xtension somit stufenlos während des Trimmens

An Land: Beim ersten Anblick sorgt der NoerStick bei vielen Windsurfern erst mal für ein kleines Grübeln, dabei ist das Prinzip recht simpel: Der Noerstick verlängert sich stufenlos während des Trimmens! Das alte Problem, dass man erst beim Trimmen des Vorliekspanners merkt, ob die eingestellte Länge der Verlängerung passt oder nicht, kennt jeder. Bei herkömmlichen Mastverlängerungen bedeutet dies: Alles wieder entspannen, Verlängerung neu einstellen und hoffen, dass es beim zweiten Versuch hinhaut. Der NoerStick umgeht dieses Problem über einen zweiten Zugmechanismus. Und so geht’s:

Manuel Vogel Verlängerung einstecken und schwarzen Tampen locker in die Trimmrolle einhaken

Manuel Vogel Vorspannen, bis der Trimmblock an der Verlängerung anliegt

Über einen zweiten Zugmechanismus (weißer Tampen) wird nun der rote Verstellring der Verlängerung nach oben gezogen. Trimmen, bis die gewünschte Spannung anliegt, fertig!

Im Test funktionierte das auch bei der Carbon RDM richtig gut. Wer den schwarzen Tampen einfach durch den Rollenblock des Segels und über die offene Rolle an der Verlängerung loopt, kann sich das lästige Fädeln komplett sparen. Das eigentliche Trimmen über den weißen Tampen klappt dank kugelgelagerter, großer Rollen wunderbar leicht, d.h. mit geringen Trimmkräften. Einziger Mini-Kritikpunkt: Auf dem kleinen Unterteil fällt es recht schwer, sich beim Trimmen sauber mit dem Fuß abzustützen. Das in Dänemark CNC-gefräste Teil mit Rollen und Klemmen wirkt für die Ewigkeit gemacht, der Print auf dem Carbonrohr wurde dort angebracht, wo er nicht durch bewegliche Teile oder Kontakt mit dem Mast abgeschliffen werden kann. Dass man alle Teile notfalls einzeln nachbestellen und selbst austauschen kann, dürfte den Anspruch des Entwicklers „ein System für die Ewigkeit“ entwickelt zu haben, unterstreichen. Ebenfalls pfiffig: Bei der Arretierung des Mastfußzapfens setzt Finn Noer auf eine simple Metallspange. Ein von Sand oder Salz blockierter Druckknopf gehört damit der Vergangenheit an.

surf-Fazit: Der NoerStick Python bietet mit seinem ausgefuchsten System schnelles Riggen, geringe Trimmkräfte und vor allem immer die passende Einstellung. Ausstattung und Verarbeitung sind auf höchstem Niveau und mit knapp 500 Gramm gehört die Python obendrein zu den leichtesten Carbonverlängerungen auf dem Markt!

Weitere Infos unter www.noerstick.com

Themen: MastverlängerungNoer StickTest


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