Test: Chinook Pro Flex Kardan-Mastfuß Test: Chinook Pro Flex Kardan-Mastfuß Test: Chinook Pro Flex Kardan-Mastfuß

Test: Chinook Pro Flex Kardan-Mastfuß

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor einem Jahr

Kardan-Gelenke kommen vor allem im Surfkurs zum Einsatz, für viel Wind gelten sie als zu fragil. Chinook will jetzt Sehne und Gelenk kombinieren – heavy duty, versteht sich. Wir haben den neuen Pro Flex Mastfuß unter die Lupe genommen.

Die Vorteile eines Kardangelenks liegen auf der Hand – mühelos lassen sich Brett und Segel zusammenstecken, ohne dass man das Board auf die Kante stellen muss. Besonders, wenn man Segel und Board lieber getrennt ins Wasser bringt und es im Uferbereich sofort tief wird, ist das Zusammenstecken mitunter ein mühsames Unterfangen. Das Problem mit Kardangelenken war bisher: Sie waren allenfalls im Leichtwindbereich einsetzbar und hielten den Belastungen bei Gleitwind nicht lange stand, auch, weil sie sich normalerweise nur in eine Richtung biegen lassen. US-Hersteller Chinook hat jetzt die Vorteile beider Systeme – Sehne und Gelenk – kombiniert. Am unteren Teil des Mastfußes wurde eine Sehne verbaut, auf diese dann ein Kardangelenk montiert. Dadurch lässt sich der Pin mühelos in die Verlängerung einstecken. Fällt das Segel außerhalb Gelenkrichtung ins Wasser – normale Kardangelenke würden sich hier sperren und mittelfristig kaputtgehen – sorgt die Sehne im unteren Teil dafür, dass die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt wird. Im Praxistest funktionierte das System problemlos. Da durchweg bewährte Komponenten zum Einsatz kommen – die Sehne wird auch für die wavetauglichen Mastfußplatten verwendet – wirkt das System durchaus ausgereift. Einzelne Komponenten, wie etwa die Sehne, lassen sich jederzeit austauschen.

surf-Fazit: Warum es so lange gedauert hat, bis jemand die Vorzüge beider Systeme kombiniert, ist eigentlich ein Rätsel. Der Pro Flex Mastfuß (Preis: 105 Euro) ist jedenfalls für den Einsatz zum Freeriden und Foilen perfekt. Nur für den Wave- und Freestyleeinsatz würden wir zu klassischen Modellen raten – nicht weil das System zu fragil wäre, sondern eher, weil der Biegewiderstand nicht in alle Achsen gleich ausfällt, was beim Tricksen und Springen mitunter etwas irritieren kann.

Info unter www.chinooksailing.com

Themen: MastfußTest


Die gesamte Digital-Ausgabe 10/2020 können Sie in der SURF-App (iTunes und Google Play) lesen oder die Print-Ausgabe im Shop nachbestellen – solange der Vorrat reicht:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • Der ProLimit Carbon Tech Gabelbaum im Test

    06.07.2021Carbon oder Alu – ProLimit will mit dem Modell Carbon Tech jetzt das Beste aus zwei Welten vereinen, die Gabel besteht aus 70 Prozent Carbon und 30 Prozent Glasfaser. Wir haben ...

  • Test 2016 Wavesegel 4,5: Severne S-1 4,4

    30.03.2016Hier finden Sie alle Informationen zur Ausstattung und zu den technischen Daten des Severne S-1 4,4.

  • Test Wavesegel 2016: Gaastra Manic 5,0

    30.01.2016Hier finden Sie alle Informationen zur Ausstattung und zu den technischen Daten des Gaastra Manic 5,0.

  • Test 2015 2-Cam Freeride/Freeracesegel 7,0: Gun Sails Sunray 7,0

    25.06.2015Hier finden Sie alle Informationen zur Ausstattung und zu den technischen Daten des Gun Sails Sunray 7,0.

  • Test 2016 Waveboards: Patrik Campello Wave 87

    29.12.2015Hier finden Sie alle Informationen zur Ausstattung und zu den technischen Daten des Patrik Campello Wave 87.

  • Test 2015 Freerace Pro Segel 7,8: Gun Sails Vector 7,5

    28.07.2015Hier finden Sie alle Informationen zur Ausstattung und zu den technischen Daten des Freerace Pro Segels Gun Sails Vector 7,5.

  • Test 2014: Neilpryde Hellcat 7,2

    22.04.2014surf-Empfehlung: Du willst mit einem 7,2er als größtem Segel frühstmöglich gleiten – dann könnte das Hellcat das richtige Segel sein, um die Ausbeute deiner Surftage ordentlich zu ...

  • Test 2018 – No-Cam-Freeridesegel: Sailloft Hamburg Cross 6,0

    30.07.2018Hier findet ihr alle Informationen zur Ausstattung und zu den technischen Daten des Sailloft Hamburg Cross 6,0.

  • Test: GPS-Uhren und Apps

    04.05.2017Für die private oder offizielle Speedmessung reicht eine dezent getragene GPS-Uhr oder die App auf dem mitgeführten Handy. Die sammeln dann mehr Daten als Google. Was du damit ...