Carbon-Upgrade für den Noer Stick Carbon-Upgrade für den Noer Stick Carbon-Upgrade für den Noer Stick

Carbon-Upgrade für den Noer Stick

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor 3 Monaten

Das Grundproblem ist so alt wie der Sport selbst – ob die Verlängerung richtig eingestellt ist, merkt man erst, wenn man das Segel fertig getrimmt hat. Mit dem Noer Stick von Entwickler Finn Noer hat sich dieses Problem in Wohlgefallen aufgelöst. Jetzt bekommt die Innovation ein Upgrade.

Mit dem Noer Stick, einer Verlängerung, die ihre Länge während des Trimmens von selbst und stufenlos einstellt, hat Entwickler Finn Noer eine echte Innovation auf den Markt gebracht. Wir konnten uns bereits in mehreren Tests davon überzeugen, dass das System funktioniert. Trotzdem treibt Finn Noer die Weiterentwicklung des Noer Stick voran. Im surf-Interview verrät er, was Windsurfer in Zukunft erwarten können.

Finn Noer

Finn, welche Neuerungen wird es beim Noer Stick geben?

Im Spätherbst soll eine Carbon-Version auf den Markt kommen. Wir arbeiten gerade noch an einigen Details.

Wie sieht es mit den Features aus? Bleiben diese unverändert?

Das Ziel war von Anfang an, dass jedes Teil qualitativ in einer eigenen Liga spielen soll und daran ändert sich auch jetzt nichts. Dennoch versuchen wir immer wieder kleine Verbesserungen zu schaffen. Die großen Rollen sind jetzt kugelgelagert, dadurch reduzieren sich die Trimmkräfte nochmal spürbar. Auch bei der Carbon-Version werden alle Einzelteile austauschbar sein, Ersatz kann man im Shop jederzeit bekommen. Außerdem legen wir großen Wert darauf, dass der Noer Stick „upgradeable“ ist.

Was hat es damit auf sich?

Das Metallteil, an dem die Rollen und Klemmen sitzen, ist z.B. drehbar. Das ist wichtig, weil die Trimmblöcke bei manchen Segelherstellern (z.B. GunSails, Severne, etc.) um 90 Grad gedreht angenäht sind, was beim Fädeln mitunter schwierig ist. Aus diesem Grund lässt sich der ganze Rollenblock der Verlängerung auch um 90 Grad gedreht anschrauben. Alle zukünftigen Upgrades werden mit der Verlängerung kompatibel sein, man kann alles selbst austauschen und z.B. statt eines Trimmblocks mit nur zwei Rollen auch upgraden auf drei Rollen, was das Trimmen mancher Camber­segel erleichtert.

Der Verstellring (rot) wird beim Noer Stick während des Trimmens von einem integrierten Zugemachanismus stufenlos nach oben gezogen.

Sämtliche Rollen sind bei der neuesten Version des Noer Stick kugelgelagert, um die Trimmkräfte zu minimieren

Das im Vergleich zu herkömmlichen Verlängerungen etwas höhere Gewicht der AluminiumVersion war ein kleiner Kritikpunkt. Wie sieht es damit bei der Carbon-Version aus?

Generell schlagen Gewichtsunterschiede bei Mastverlängerungen gefühlt kaum ins Gewicht. Trotzdem wollen viele Surfer leichte Zubehörteile. Die Carbon-Version für RDM mit Verstellbereich von null bis 35 Zentimeter wird um die 450 Gramm wiegen, das ist vergleichsweise wenig. (Hinweis der Redaktion: Herkömm­liche Carbon-Verlängerungen gleicher Länge liegen meist im Bereich zwischen 500 und 650 Gramm)

Wenn wir über Carbon als Material sprechen, dann müssen wir auch über den Preis reden. Wo wird dieser liegen?

Noch steht er nicht ganz fest, wir gehen aber davon aus, dass die Carbon-Variante irgendwo zwischen 250 und 300 Euro liegen wird. Erhältlich sein sollte die Carbon-Version im Spätherbst.

So funktioniert der Noer Stick:

  • Die Verlängerung wird eingeschoben, der schwarze Tampen in gewohnter Weise gefädelt.
  • Es wird locker vorgespannt, die Rollenblöcke liegen bereits jetzt direkt aufeinander („block to block“)
  • Der zweite Zugmechanismus ist fest verbaut, durch Trimmen zieht dieser den Ring an der Verlängerung nach oben, bis die gewünschte Spannung erreicht ist.

Infos unter www.noerstick.com

Schlagwörter: Mastverlängerung Noer Stick


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