Neo von Vinc Wetsuits zu gewinnen!

20.12.2017 Manuel Vogel - Vincent Langer steigt mit Vinc Wetsuits ins Windsurf-Business ein – und verlost gleich eines seiner Premiummodelle unter allen SURF-Lesern.

© CW/Ole Jacobsen
Erfolgreich auf der Regattabahn und bald vielleicht auch mit seiner eigenen Neo-Marke – Vincent Langer
Erfolgreich auf der Regattabahn und bald vielleicht auch mit seiner eigenen Neo-Marke – Vincent Langer

SURF: Das Windsurf-Business gilt nicht gerade als Goldgrube, trotzdem bringst du jetzt mit Vinc Wetsuits dein eigenes Label an den Start. Was treibt dich an?

Vincent Langer: Ich hatte letzte Saison mit der Zubehörmarke ION zusammengearbeitet und viel Feedback zu deren Neos gegeben. Das Problem war, dass dieses nicht auf offene Ohren gestoßen ist, man war dort ziemlich überzeugt von den eigenen Produkten. Egal welchen Neo ich in letzter Zeit anhatte, immer hatte ich das Gefühl, es gäbe Vieles zu verbessern. Über diese Einstellung habe ich mich so geärgert, dass ich beschlossen habe, selbst eine Marke zu gründen. Ich hab mir mit Klaus Tiefenbacher vom Surfshop24 einen Partner gesucht, der mir bei Finanzierung und Vertrieb hilft.

© CW/Ole Jacobsen

Wie bringt man den Stein ins Rollen? Du bist ja kein Designer, der Schnitte und Muster selbst anfertigen, geschweige denn, diese produzieren kann.

Ich habe einen Produzenten gesucht und bei verschiedenen Firmen in Asien angefragt. Die Muster, die ich bekommen habe, waren alle Schrott – handwerklich und bezüglich der Materialien. Dann habe ich bei Sheiko angefragt, das ist der größte Hersteller. Dort werden unter anderem die Neos für O’Neill, Quiksilver und Billabong produziert. Ich wurde natürlich abgewimmelt, weil man dort erst ab einer gewissen Abnahmemenge und einem Auftragsvolumen im siebenstelligen Bereich überhaupt interessant ist. Trotzdem habe ich mich nicht damit abgefunden und mir mehrmals den Wecker auf 4:00 Uhr früh gestellt, um endlich mal den Manager an die Strippe zu bekommen. Irgendwann hat es geklappt und ich erzählte ihm von meinem Plan und meinen sonstigen Aktivitäten wie den Camps und der ganzen Jugendförderung, die ich mache. Und natürlich hat auch mein Standing als Weltmeister und Worldcupper Türen geöffnet. Schließlich bekam ich sein Wort, auch eine kleine Stückzahl produzieren zu können. Ich bin nach Taiwan zur Zentrale geflogen, um alle kennen zu lernen und den Vertrag zu unterschreiben. Es war also Glück und Hartnäckigkeit.

Bleibt die Frage nach den Schnitten und Designs.

Ich habe denen genau gesagt, was ich wollte – Premiumqualität, gewissermaßen die besten Features von allen anderen Marken zusammengepackt in einen Neo. Ich bekam im Frühjahr erste Muster, probierte diese aus und schickte sie mit Änderungswünschen zurück, so lange bis ich das Gefühl hatte, dass alles perfekt war. Dieser Prozess hat fast acht Monate gedauert und war ziemlich teuer, denn jeder Prototyp kostet mehrere hundert Dollar.

© CW/Ole Jacobsen

Mit welchen Features sollen Vinc Wetsuits punkten?

Ich fange erstmal an mit zwei Modellen, einem Long John und einem 4/3er-Langarm. Der 4/3er hat einen Harness Grip, d.h. einen Gummibelag im Trapezbereich, damit das Trapez nicht mehr verrutscht. Die Arme sind etwas weiter geschnitten als üblich und sehr stretchy, damit man keine dicken Arme mehr bekommt. Außerdem kommt der Neo dort mit nur einer Naht aus, was diese Bereiche extrem flexibel macht. An den Handgelenken schließt sehr weiches und etwas engeres Neopren wasserdicht ab. Auch die übrigen Features sind das Beste, was man auf dem Markt bekommen kann: Eine geteilte Lasche beim Einstieg, wodurch man trotz Front-Reißverschluss sehr einfach reinkommt. Das Neopren selbst ist extrem hochwertig und basiert nicht auf Erdöl als Rohstoff, sondern auf Limestone, die Produktion kommt ohne lösungsmittelhaltige Kleber aus. Zudem gibt’s innen großflächiges Flauschmaterial und abgeklebte Nähte. Ein großes Rückenpad aus warmem Glatthaut-Neopren wurde runtergezogen bis zum Steißbein, was den Rücken schön warmhält.

"Mein Ziel war es die besten Features auf dem Markt in einem Neo zusammenzubringen."

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Extra große Kniepads gehören bei den Neos zum Standard
Extra große Kniepads gehören bei den Neos zum Standard

Auf deinen Neos prangt ein Blue Sign Label. Ein Griff in die Marketing-Schublade oder steckt da was dahinter?

Mit dem Blue Sign Label werden Betriebe von unabhängigen Experten ausgezeichnet, die vorbildliche Arbeitsbedingungen haben – in Asien ist das ja leider nicht selbstverständlich. Konkret bedeutet das: Keine Kinderarbeit, faire Löhne und hohe Umweltstandards bei der Produktion.

Du hast auch einen Long John im Sortiment.

Genau, denn ich liebe die Bewegungsfreiheit an Armen und Schultern. Der Long John ist mit 3/2 etwas dicker als üblich und am Hals recht stramm geschnitten. Dadurch kommt wenig Wasser rein und es ist mehr als ein reiner Sommerneo – ideal auch beim SUPen.

Was kosten die beiden Modelle?

Der 4/3er-Langarm kostet 329 Euro, der Long John geht für 169 Euro über die Ladentheke.

Apropos Ladentheke: Wo bekommt man die Neos?

Es gibt erste Shops wie etwa Surf Pirates, wo man sie bekommt. Weitere sollen folgen. Und natürlich über die Homepage www.vincsurf.com.

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Innen abgeklebte Nähte und eine Anti-Rutsch-Gummierung im Trapezbereich – damit wollen Vinc Wetsuits punkten.
Innen abgeklebte Nähte und eine Anti-Rutsch-Gummierung im Trapezbereich – damit wollen Vinc Wetsuits punkten.

EXKLUSIV: SURF verlost einen 4/3er-Langarm im Wert von 329 Euro sowie zwei Rashguard Sonnenschutz-Shirts im Wert von 23 Euro. Wer im Lostopf sein möchte, sendet eine formlose Mail mit dem Stichwort „Vinc Wetsuits“ an gewinn@surf-magazin.de Bitte dabei auch die Wunschgröße angeben! Einsendeschluss ist der 1. März 2018, die Gewinner werden benachrichtigt.

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