WinterneoDer RRD Fahrenheit Hooded 6/4 im Test - teuer, aber auch warm?

Manuel Vogel

 · 18.01.2023

Der RRD Fahrenheit hat am Rumpf dickes Glatthaut-Neopren, ist jedoch an den Armen ein wenig dünner.
Foto: Oliver Maier

Der RRD Fahrenheit Hooded 6/4 soll für Schweißperlen bei jeder Wintersession sorgen. Wir haben ausprobiert, ob dieser Plan aufgeht.

Mit dem Fahrenheit hat auch Hersteller RRD ein Modell im Programm, welches den Anspruch hat, die Lizenz zum Durchsurfen zu bieten. Die Messlatte legt RRD selbst sehr hoch - 689 Euro sind ein mehr als stattlicher Preis.

Auch aufgrund des beim RRD Fahrenheit Hooded 6/4 verbauten Plüschfutters rutscht man mit den Beinen recht leicht rein. Lediglich im Schulterbereich ist beim An- und Ausziehen etwas mehr Beweglichkeit nötig, da Haube und der darunter liegende Kragen recht weit überlappen. Einmal drin, sitzt der Fahrenheit wie eine zweite Haut. Das Neoprenmaterial wirkt wunderbar weich und geschmeidig, es passt sich damit der Körperkontur bestmöglich an. Der Schnitt insgesamt fällt weder auffällig weit noch besonders eng aus, die Größenempfehlung des Herstellers passte für unseren Testprobanden gut.

Auch die Gestaltung der Haube überzeugt. Innen ist diese mit Plüsch gefüttert, außen reduziert Glatthautneopren den Windchill spürbar. Per Zugband lässt sich die Haube am Gesicht perfekt stramm ziehen, wodurch Wasser nur tröpfchenweise eindringt und auch bei heftigen Crashes kein größerer Kaltwassereinbruch zu befürchten ist. Ebenfalls positiv: Das Neoprenmaterial am Kinn ist besonders weich, was für hohen Tragekomfort sorgt.

Hoher Tragekomfort, etwas weniger Isolierung

Auch im Rumpfbereich hat RRD dem Fahrenheit Hooded 6/4 Glatthautneopren verpasst. Die Nähte sind innen abgeklebt, außen versiegelt und damit absolut dicht. Nur an den kleinen Drainholes über den Knöcheln ist manchmal eine kleine Kältebrücke spürbar.

Aufgrund seiner guten Ausstattung und der tollen Passform gehört der Fahrenheit Hooded zu den Winterneos mit dem höchsten Tragekomfort. Dass er nicht auch bei der Wärmeisolierung ganz in die Spitzengruppe vordringt, liegt daran, dass der Neo im Bereich der Arme und Schultern schlicht etwas dünner designt wurde als die meisten anderen Neos der Testgruppe. Bei längeren Pausen im Wind kühlt man daher etwas schneller aus als mit dem Topmodellen. In Action muss man aber auch mit diesem Neo den Winter nicht fürchten - den Komfortbereich würden wir zwischen zwei und zwölf Grad verorten. Dafür bekommt man mit diesem Neo beim Surfen sicher keine dicken Unterarme, denn die Arme sind überaus flexibel und bieten auch kräftigen Popeye-Armen genug Platz.

RRD Fahrenheit Hooded 6/4 - das Fazit:

Der RRD Fahrenheit Hooded 6/4 überzeugt mit hochwertigen Features und maximalem Stretch. Der Tragekomfort ist auf höchstem Niveau. Bei Wärmeisolierung und dem Komfort beim An- und Ausziehen muss man ebenfalls nur kleine Abstriche machen.

Stretch; Features; Tragekomfort

Im Armbereich etwas dünneres Neopren

Preis

Bewertung:

  • Komfort beim An- und Ausziehen: 8/10
  • Wärmeisolierung: 8/10
  • Bewegungsfreiheit: 9/10

Technische Daten:

  • Testmodell: RRD Fahrenheit Hooded 6/4 (Größe XL)
  • Dicke: 6/4mm
  • Verfügbare Größen: XS/S/M/MT/L/LT/XL/XXL/XXL
  • Preis: 689 Euro
  • Kontakt

Bereits erschienene Tests:

In den nächsten Tagen lest ihr hier auf surf-magazin.de weitere aktuelle Tests zu Winter-Neos! Stay tuned!


Mehr zum Thema: