Sicherheits-App Safe TRX Sicherheits-App Safe TRX Sicherheits-App Safe TRX

Sicherheits-App Safe TRX

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor 8 Monaten

Immer mehr Wassersportler gehen mittlerweile auch im Winter in heimischen Gefilden aufs Wasser. Meist geht alles gut, aber bei Materialbruch oder Verletzungen wird es in der Kälte schnell kritisch. Dann ist es gut, umgehend Hilfe organisieren zu können – z.B. mit der kostenlosen App der Seenotretter Safe TRX.

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat bereits Anfang 2017 die Lizenz für eine Smartphone-App für Wassersportler erworben, die ursprünglich von der irischen Küstenwache entwickelt wurde. Mittlerweile nutzen fast alle nationalen Seenotrettungsdienste in Europa Safe TRX – „Safe tracks“, steht hierbei für „sichere Wege“. Die App bietet Wassersportlern die Möglichkeit, die Seenotretter auf Knopfdruck direkt zur eigenen Position zu lotsen – vorausgesetzt, man bewegt sich innerhalb der Mobilfunkabdeckung.

Safe TRX – drei Grundfunktionen

Nach Download der App registriert man sich einmalig und kostenlos. Die App (zu finden bei GooglePlay und im AppStore) selbst ist simpel gehalten und bietet drei wesentliche Grundfunktionen: Im „Routenplan-Modus“ kann man sein Smartphone am Strand lassen und eine Tageszeit eingeben, zu der man zurück sein möchte. Taucht man nicht rechtzeitig auf, sendet die App 15 Minuten später automatisch eine SMS an alle zuvor hinterlegten Notfallkontakte – wo genau man sich zu diesem Zeitpunkt dann gerade befindet, weiß in diesem Fall natürlich niemand.

Die App Safe TRX mit drei Grundfunktionen

Praxisnäher für Surfer erscheint der Modus „Nur aufzeichnen“: Hierfür nimmt man sein Smartphone in einer wasserdichten Hülle verpackt mit aufs Wasser, die App zeichnet in vorher festgelegtem zeitlichen Abstand (empfehlenswert ist es, ein kontinuierliches Tracking-Intervall einzustellen) die jeweilige Position des Windsurfers auf. Kann der Windsurfer, beispielsweise aufgrund einer Verletzung, selbst keinen Notruf mehr absetzen, können die Seenotretter nach Alarmierung durch einen Dritten die Route des Windsurfers tracken und auf diese Weise das Suchgebiet massiv einschränken.

Oliver Maier Ein Smartphone in einer wasserdichten Hülle kann vor allem in der kalten Jahreszeit Gold wert sein

Mit der dritten und wichtigsten Funktion „Hilferuf“ können Windsurfer selbst einen Notruf absetzen. Ein Knopfdruck reicht und die App verbindet einen sofort telefonisch mit der Rettungsleitstelle der DGzRS in Bremen und sendet automatisch die exakten GPS-Koordinaten – Hilfe kann dadurch schnell und punktgenau auf den Weg gebracht werden. Auch wer an einem Spot im Ausland Hilfe anfordern muss, bekommt diese – sofern man in den Einstellungen seines Smartphones die mobilen Daten nicht ausgeschaltet hat. Im Notfall wird man dann automatisch an die nationale Rettungsstelle des entsprechenden Landes weitergeleitet, von denen viele ebenfalls Safe TRX nutzen.

Einziges kleines Manko der App: Sinkt der Batteriestatus des Smartphones unter zehn Prozent, sendet die App im Modus „Nur aufzeichnen“ eine Notfall-SMS an die hinterlegten Kontakte – auch wenn keine Notsituation besteht. Ein halbwegs geladener Akku ist für diese Funktion also empfehlenswert. Wird der Akku knapp, kann man alternativ auch auf das Aufzeichnen der Positionen verzichten und nur im Notfall eigenhändig einen „Hilferuf“ absetzen.

surf-Fazit: Die kostenlose Safe TRX App ist sehr empfehlenswert, jeder Wassersportler, der an der Küste unterwegs ist, sollte sie auf seinem Smartphone haben! Komplett kostenlos verbindet sie einen im Notfall ohne Umwege mit den Seenotrettern, deren Leitstelle rund um die Uhr besetzt ist. Da die Netzabdeckung in den letzten Jahren durch die zahlreichen mit Sendern ausgestatteten Offshore-Windparks deutlich besser geworden ist, erscheint die Gefahr von Funklöchern überschaubar. Ein altes Smartphone in einer wasserdichten Hülle (z.B. Aquapac) reicht völlig – vorausgesetzt, der Akku ist geladen.

Themen: AppSicherheit


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