Schon gefahrenION Vector Vest

Schon gefahren: ION Vector Vest

Schwimmwesten nerven gewaltig und für manchen war das jahrelang ein Grund, den Gardasee (Schwimmwestenpflicht) zu meiden. Jetzt bietet ION eine bewegungsfreie Weste an, die hautnah am Körper anliegt.

Selbst das surf-Testteam hat sich (zu) lange vor den überdimensionierten, beim Wasserstart bis ins Gesicht rutschenden Rettungswesten mit integrierter Trillerpfeife, herumhängenden Gurtbändern und dem wenig stylischen Titanic-Gedächtnis-Design gedrückt. Da riskierte man lieber das eine oder andere Mal ein saftiges Bußgeld.

Die ION Vector Vest ist da eines der funktionellsten Teile, die wir seit langem probiert haben. Die italienischen Carabinieri akzeptieren solche Westen anscheinend stillschweigend als Auftriebshilfe – aber Achtung, eine Rettungsweste im eigentlich vorgeschriebenen Sinn ist sie nicht.

In Summe mit Trapez und Neoprenanzug dürfte man aber dennoch über ausreichend Auftrieb verfügen, um auch im Notfall richtig lange schwimmen zu können. Und außerdem überzeugt sie im Praxistest voll: Ganz aus dehnfähigem Neopren gefertigt und einfach nur mit einem Frontreißverschluss zu schließen, sitzt die Weste eng anliegend am Körper. Die Auftriebselemente sind überwiegend im Brust- und oberen Rückenbereich eingearbeitet. Das macht nicht nur ein breites Kreuz unterm Lycra, sondern spart vor allem den Bereich aus, in dem das Hüfttrapez getragen wird. Ohne Probleme lässt sich der Gurt so, beinahe wie in die Weste integriert, darüber tragen.

Beim Surfen spürt man eigentlich kaum, dass man ein zusätzliches Teil anhat. Im Sommer am Gardasee dürfte die Neoprendicke am Oberkörper schon fast als Kälteschutz ausreichen und die Polster im oberen Bereich bieten zusätzlichen Prallschutz. Im nordischen Winter lässt sich damit ebenfalls der Kälteschutz am Oberkörper gut verbessern.

Unser Fazit: So macht Surfen mit Weste – ob vorgeschrieben oder nicht – wieder Spaß.

Größen: S, M, L, XL

Preis: 119 Euro