Test 2018: 28 Hüfttrapeze im Vergleich Test 2018: 28 Hüfttrapeze im Vergleich Test 2018: 28 Hüfttrapeze im Vergleich

Test 2018: 28 Hüfttrapeze im Vergleich

 • Publiziert vor 2 Jahren

Mit Trapezen ist es wie im richtigen Leben: Von einer harten Schale sollte man sich nicht abschrecken lassen. So entpuppten sich selbst steifste Schalen im Test als besonders komfortabel. Aber auch einige softe Hüllen müssen den Vergleich nicht scheuen.

Es ist schon eine Last mit diesem Carbon. Kaum ist es irgendwo drin, schon geht der Preis in die Höhe. Jetzt haben die Hersteller auch noch unsere Trapeze als profitables Carbon-Investment entdeckt. Alles nur profitgetrieben? Um das zu klären muss man das Thema auch von der anderen Seite betrachten: Fast alle Produkte, die mit Carbon getunt werden, werden dadurch auch besser. Auch unsere Trapeze? Wir meinen: In vielen Fällen durchaus. Was nicht heißt, dass alle Carbon-freien Trapeze jetzt hinten anhängen. Doch mit einer steifen Schale lassen sich ganz gegensätzliche Anforderungen offensichtlich doch gut kombinieren: Bewegungsfreiheit, gute Kraftverteilung und Tragekomfort.

Nicht weich, sondern weich gepolstert

Eine steife Schale verformt sich weniger, schnürt seitlich weniger zu und nimmt über die gesamte Fläche gleichmäßig Kraft auf. Hartschalen lassen sich darüber hinaus optimal auf Kontur formen. Zwei Argumente dafür, dass das Trapez etwas kleiner ausfallen darf, was der Bewegungsfreiheit zugutekommt. Darüber hinaus lässt sich das Innenpolster einer Schale so gestalten, dass das Trapez ohne Last nur wenig anliegt – und so relativ klein wirkt – unter Zug formt sich dann das Innenfutter an den Körper an – aber ohne die Außenhülle zu verformen. Dafür sollte die Schale aber auch optimal passen. Eher softe Trapeze können sich auch durch Dehnung anschmiegen, ist eine Schale dagegen für den eigenen Rücken zu stark vorgebogen, wird sie auch niemals richtig passen. Ein stabiles Trapez muss dabei nicht unbedingt aus Carbon laminiert werden, auch andere Maßnahmen zeigen Erfolge, wie der Test beweist.


Den gesamten Artikel mit den Testergebnisse der 28 Hüfttrapeze für Frauen und Männer finden Sie als PDF unten im Download-Bereich:

Hüfttrapeze für Ladies:

  • Dakine Wahine

  • ION Jade

  • Mystic Dutchess

  • Mystic Gem Jalou Langeree

  • NP Raven

  • Prolimit

Hüfttrapeze für Männer:

  • Dakine T-8

  • Dakine T-8 Classic Slider

  • GA-Sails G5 Pro

  • Gunsails Cruz

  • Gunsails Trion

  • ION CS Gollito

  • ION Radium Select

  • ION Radius

  • MFC Wave Harness II

  • Mystic Legend Robby Swift

  • Naish Boss

  • NP 3D

  • NP Bomb

  • Prolimit Argon

  • Prolimit Hybrid

  • Prolimit Type-T Barloc

  • Prolimit Type-TP

  • Prolimit Teamwave

  • Ride Engine Hex Core

  • Severne FLX

  • Severne Lux

  • Unifiber Thermoform SC

28 Bilder

Hüftgurte haben alle

Auf eine Bewertung der Ausstattung haben wir bei diesem Test verzichtet, denn die „Basics“ sind durchgehend vorhanden. Alle Trapeze haben funktionelle Bauchgurte zur Fixierung, und die kleinen Schlüsseltaschen verlieren mit den – nicht wasserdichten – elektronischen Autoschlüsseln an Bedeutung. Versteckte Leinenmesser bei einigen Kombitrapezen benötigen Windsurfer ebenfalls nicht – obwohl...

Ein AUF und AB

Die Tampen an der Gabel schwingen schon genug, da sollte wenigstens der Trapezhaken gut fixiert sein. Doppelte Gurte an den Seiten sind eine gute Maßnahme und von den Kitern haben sich die massiven Platten vorne auch unters Windsurfvolk gemischt. Allerdings haben die Kiter auch mehr Probleme mit senkrechtem Zug nach oben als wir. Ob neben den gemäßigten Varianten die besonders breiten Platten nötig sind, oder eher störend wirken, muss jeder selber entscheiden. Jedenfalls lassen sich Trapezhaken auch ohne solche Platten ausreichend stabilisieren, wie einige Trapeze im Test beweisen. Besonders pfiffig ist dabei die neue „Barloc“-Lösung von ProLimit, die ohne Platte den Haken optimal stabilisiert. Ein einfacher Haken, nur mit einem Gurt befestigt, baumelt – je nach dem wieviel Gurt an den Seiten noch frei ist – dagegen schon spürbar.

3D – Auf Lende geschnitten oder gerade

Mit „3D“ werben nicht wenige Hersteller, gemeint ist damit immer die dreidimensionale Wölbung im Rückenbereich. Und hier unterscheiden sich die Trapezschnitte deutlich: Zwischen kerzengerade geschnittenen Trapezen, bei denen eine deutliche Stützung am oberen und unteren Rand zu spüren ist, aber wenig Support in der Mitte, bis zu sehr stark vorgewölbten Modellen, die speziell auch das Lendenwirbelhohlkreuz füllen und stützen reicht die Spannweite. Hier ist es auch Geschmackssache und von der eigenen Wirbelsäulengeometrie abhängig, welche Art Support man bevorzugt – der Test gibt jedenfalls eine Orientierung darüber, in welche Richtung ein Trapez ausgerichtet ist.

Der überschätzte Verschluss?

„Ein Trapez ohne Schnellverschluss kann ich nicht verkaufen“, sagte uns ein Shopverkäufer. Wir haben daher auch großen Wert auf die Begutachtung der Verschlüsse gelegt – auch wenn wir davon überzeugt sind, dass zehn Sekunden mehr oder weniger zum Spannen der Gurte nicht über einen guten oder schlechten Surftag entscheiden werden.


John Carter Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe SURF 8/2018 können Sie in der SURF App ( iTunes  und  Google Play ) lesen – die Print-Ausgabe erhalten Sie hier .

Themen: HüfttrapezTest

  • 1,99 €
    Hüfttrapeze

Lesen Sie die SURF. Einfach digital in der SURF-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • Test Trapeztampen

    26.10.2010Zwei der teuersten Tampen würde keiner der Tester wählen. Es lohnt sich also auch diesen Test der – unterschätzten – Kleinteile zu lesen.

  • Test 2016 Freemoveboards 115: Starboard AtomIQ 114 Wood Reflex

    30.03.2016Hier finden Sie alle Informationen zur Ausstattung und zu den technischen Daten des Starboard AtomIQ 114 Wood Reflex.

  • Test 2016 – Freestyle-Waveboards: Angulo CV1 90

    29.09.2016Hier finden Sie alle Informationen zur Ausstattung und zu den technischen Daten des Angulo CV1 90.

  • Test 2014: Vandal Stitch 7,0

    22.04.2014surf-Empfehlung: Das Vandal Stitch ist nahezu unauffällig und dadurch sicher ein Allround-Freeridesegel, das sehr vielen Geschmäckern gefallen dürfte. Es leistet sich keinerlei ...

  • Finnen-Tuning für Freerideboards / Test Seegrasfinnen

    02.03.2018Wer sein Freeridebrett mit Seegrasfinne bestückt, fragt sich mitunter, was schlimmer ist: Seegras oder Finne? Welche Finnen Seegras ignorieren und ob günstige Plastikfinnen eine ...

  • Test 2016: Frühgleitmaterial

    03.11.2016Gleiten ohne Schaumkronen ist wie der Traum vom Fliegen, nur – es ist machbar. Der Test soll dabei nicht zeigen, welches Material bei der kleinsten Ziffer auf dem Windmesser ...

  • Test 2016 – Freestyle-Waveboards: Starboard Kode FreeWave 94 Carbon

    29.09.2016Hier finden Sie alle Informationen zur Ausstattung und zu den technischen Daten des Starboard Kode FreeWave 94 Carbon.

  • Test 2015: Freestylesegel 5,2

    22.10.2014Vor einigen Jahren musste keine Marke ein spezielles Freestylesegel im Sortiment haben. Wer tricksen wollte, konnte dies mit Wavetüchern meist genauso gut. Heute gehören Segel ...

  • Test 2016 Waveboards: Fanatic Stubby 88 TE

    29.12.2015Hier finden Sie alle Informationen zur Ausstattung und zu den technischen Daten des Fanatic Stubby 88 TE.

  • Test Wavesegel 2016: North Sails Volt 5,0

    30.01.2016Hier finden Sie alle Informationen zur Ausstattung und zu den technischen Daten des North Sails Volt 5,0.