Test Trapeztampen

  • Christl Borst-Friebe
 • Publiziert vor 10 Jahren

Zwei der teuersten Tampen würde keiner der Tester wählen. Es lohnt sich also auch diesen Test der – unterschätzten – Kleinteile zu lesen.

16 Tampen haben unsere Tester im direkten Vergleich in der Praxis ausprobiert.

Keine Frage – wer seine Länge kennt und die nicht verändert, fährt mit fixen Tampen am besten. Die halten fest, da baumelt nichts rum und sie kosten weniger. Häufig aber teilen sich Paare das Surfmaterial, oder man ist sich bei der Tampenlänge noch nicht sicher, oder will sich endlich mal an etwas längere Einstellungen herantasten: Dann sind Variotampen ideal. Ebenso lässt sich damit der Tampen zum Beispiel für bessere Segelkontrolle bei viel Wind verlängern und bei weniger Wind für eine aufrechtere Haltung verkürzen.

16 Vario-Modelle haben wir auf Funktion und Handhabung überprüft (Befestigung, Verstellbarkeit beim Surfen und Sitz der Tampen an der Gabel) und die Längenangaben nachgemessen. Ein Haltbarkeitstest würde mehre Jahre dauern und bis auf wenige Ausnahmen erscheinen bei allen Modellen die Gurtbänder solide und Tampen und Schläuche zumindest aus ähnlichem Material. Neben den individuellen Eigenheiten der Tampen gelten einige Grundregeln ganz allgemein:

• Durchsichtige Schläuche lassen Tampenverschleiß frühzeitig erkennen. Rechtzeitig bevor der Tampen innen reißt, kann man tauschen.

• Tampen, die man ohne Zerlegen der Gabel montieren kann, heißen “Travel”, “Quick” oder “Loop and Go” und bieten sich an, wenn die Tampen häufig von der Gabel genommen werden sollen.

• Der Verstellbereich sollte zur längeren Seite nicht ganz genutzt werden, weil dann die Schlauchummantelungen aus den Gurthülsen ragen und die Tampen leichter baumeln oder birnenförmig hängen.

• Mit dicken Gabeln gibt es keine Probleme, an Standard- oder dünnen Gabeln passen teils die Klettverschlüsse nicht optimal.

• Metallklemmen sind grundsätzlich sehr praktisch. Im Salzwasser werden die Gurte häufiger starr und glatt und die Klemmen korrodieren teils

• Spülen mit Süßwasser hilft, dass die Klemmen dauerhaft sicher greifen.

Eine echte Empfehlung für schnelles Verstellen waren in diesem Test die Gaastra Race Adjustable Tampen (baugleich mit Gun Sails), aber auch MauiSails, ProLimit Deluxe und Gaastra Quick Adjustable lassen sich besonders leicht in beide Richtungen verstellen. Zwei Modelle von ProLimit (Adjustable Knot und Adjustable Single) sind zur passenden Einstellung an Land gedacht und können auf dem Wasser nicht verstellt werden. Durch Kürzen des Schlauches lassen sich diese Tampen allerdings sehr genau anpassen. Abgesehen von individuellen Eigenheiten erscheinen beinahe alle Modelle geeignet. Lediglich DaKine und ProLimit “Deluxe” hängen in langer Einstellung auffällig schlabberig an der Gabel – bei vergleichweise gehobenem Preis.

Diese 16 getesteten Trapeztampen lest ihr im PDF-Downlaod:

Ascan Powerset Vario

Dakine Comp Adjustable

Gaastra Fixed Adjustable

Gaastra Quick Adjustable

Gaastra Race Adjustable

Gun Sails Vario

Ion Vario

Mauisails Loop and go adjustable

NeilPryde Travel Vario

NeilPryde Vario

NeilPryde Race Vario

North Sails Vario Race

Prolimit Adjustable Knot

Prolimit Adjustable single

Prolimit Adjustable Deluxe

X.O. Sails Adjustable

Text: surf-Testteam

In der Regel geben die Hersteller die Gesamtänge der Tampen gemessen in Inch an. Ein Inch ist 2,54 Zentimeter. Unsere Messwerte weichen teils deutlich von den Herstellerangaben ab.

Nur Hersteller Ascan gibt die Länge in Zentimetern an und bezieht sich dabei auf den „Durchhang“. Der ist allerdings, je nachdem wie weit man die Tampen auseinander montiert, unterschiedlich. Der Ascan-Tampen mit der Angabe 20-30 cm (innen) ist daher kürzer als ein NeilPryde-Tampen in 20-26“.

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