Langsam wird es auch für die Profis spannend beim Worldcup in auf Gran Canaria: am Dienstag lief die Challenger-Runde in Pozo, über die sich nicht gesetzte Fahrerinnen und Fahrer für das Profi-Feld qualifizieren können. Der Tag begann in der Erwartung von mehr Wind, doch eine dichte Calima verwandelte die Bedingungen in eine große Herausforderung. Die marginalen Windverhältnisse machten auch Basic-Moves wie Forward Loops, Pushloops und Backloops zu einer Herausforderung. Im Tagesverlauf ließ der Wind kontinuierlich nach. In beiden Kategorien standen jeweils vier Qualifikationsplätze für das Hauptfeld zur Verfügung, um die sowohl vielversprechende Nachwuchstalente als auch etablierte Namen kämpften.
Daida Ruano Moreno, die Queen of Pozo, setzte sich bei der Frauen-Challenger-Runde klar durch. Die 18-fache Weltmeisterin und amtierende Event-Siegerin kehrte einmal mehr zurück und demonstrierte ihre Erfahrung und Klasse. Mit 10,13 Punkten gewann sie mit beträchtlichem Vorsprung zu ihren Konkurrentinnen. Die drei weiteren Qualifikationsplätze sicherten sich die deutschen Fahrerinnen Milanka Linde und Helena Lale, sowie die Niederländerin Isabel van Noesel. Moreno erklärte nach ihrer Rückkehr an Land die besonderen Umstände: „Mit leichteren Bedingungen als üblich und nachdem ich im vergangenen Jahr nur an einem Event der Tour teilgenommen hatte, musste ich durch diese Qualifikationsphase gehen, um gegen die derzeit in der Tour gerankten Profis antreten zu können.” Die Schwestern Emma und Frida Miron sowie U15-Siegerin Trine Gobisch konnten sich nicht für das Profi-Feld qualifizieren.
Josep Pons von Point-7 nutzte sein immenses Local-Wissen optimal aus. Der Coach ind Pozo-Local sicherte sich mit 11 Punkten verdient den ersten Platz in der Männer-Challenger-Runde. Knapp dahinter folgte Carlos Kiefer Quintana mit 10,63 Punkten auf dem zweiten Qualifikationsplatz. Der mehrfache Jugendweltmeister kommentierte seine Leistung: „Ich musste Material herausholen, dass sonst nur rumlag. Diese Bedingungen sind nicht Pozo-typisch, da musste ein großes Segel her.”
Den dritten Qualifikationsplatz eroberte Lennart Neubauer. Der Freestyle-Weltmeister von 2024 machte während der Pre-Event-Trainingseinheiten bereits durch das Shifty-Forward-Manöver auf sich aufmerksam. Mit seinem Einzug ins Hauptfeld bewies er seine Vielseitigkeit über die Freestyle-Disziplin hinaus. Der vierte und letzte Qualifikationsplatz ging an den Japaner Takumi Moriya, ebenfalls eher im Freestyle zuhause. Moriya wurde 2025 schon Fünfter bei den Junioren. Nicht ins Hauptfeld schafften es leider Leon Maethner und Peter Gobisch, die beide in der ersten Runde ausgeschieden sind.
Für den fünften Wettkampftag am Mittwoch ist ein frühes Skippers Meeting angesetzt, um zu prüfen, ob die U18- und U21-Kategorien für Jungen und Mädchen weiter gefahren werden können. Diese Klassen konnten am Dienstag aufgrund der durch die Calima beeinträchtigten Windbedingungen nicht abgeschlossen werden.
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