Home sweet homeFoto: Südkap Surfing

Heimat-ReviereHome sweet home

Manuel Vogel

 9/1/2021, Lesezeit: 4 Minuten

Seit Corona geht der Trend eindeutig zum Urlaub „zuhause“. Unter Windsurfaspekten muss das kein Nachteil sein – wie unsere folgenden Top-Spots im In- und europäischen Ausland beweisen.

Nordseeküste

Im Wattenmeer findest du tolle Plätze mit stehtiefen, sicheren Bereichen und gut ausgestatteten Surfcentern. Empfehlenswert sind Amrum, Borkum, Wangerooge, Sylt, Norderney und besonders auch Föhr. Aber auch auf dem Festland in Büsum, dem Großen Meer, dem Neuharlingersiel bei Wilhemshaven, in Meldorf oder Norddeich findest du die ideale Kombi aus stehtiefen Spots und perfekter Windsurf-Infrastruktur.

Dümmer See

Etwas weniger populär aber genau so gut wie das Steinhuder Meer ist der bei Diepholz in Niedersachsen gelegene Dümmer See. Trotz seiner üppigen Ausmaße ist er im Schnitt nur 1,5 Meter tief und damit ein einziges riesiges Stehrevier. Das Herz der Szene schlägt am Ostufer in Hüde und Lembruch, wo es Clubs und gut ausgestattete Surfschulen für Kurse und Verleih gibt.

Bodensee

Der See an der Grenze­ zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz lockt mit moderaten Winden. Viele Surfschulen und Surfclubs haben sich niedergelassen, so dass man auch ohne eigenes Material aufs Wasser kann. Die Top-Spots: Radolfzell, Konstanz, Wasserburg, Immenstaad und Lindau.

Fränkische Seenplatte

Obwohl die Küste maximal weit weg ist, gibt es auch hier eine lebendige Surfszene. Besonders beliebt sind der Kleine und Große Brombachsee (Langlau, Absberg), wo man auch aktuelles Material leihen und Kurse buchen kann. Aber auch in Schlungenhof am Altmühlsee und dem Rothsee ist man an windigen Tagen nie allein auf dem Wasser.

Südliches Bayern

Die Alpenregion punktet mit gutem Wind und vor allem beeindruckender Kulisse. Wer eigenes Material hat, kann auf Ammersee (Stegen, Herrsching), dem Waginger See (an der Surfschule in Gut Horn), dem Starnberger See (Stehbereich & Surfschule in St. Heinrich), dem Chiemsee (Surfclub in Prien-Harras und Center in Bernau-Felden) und dem Walchensee – wo es ebenfalls Surfschule und sonstige Infrastruktur gibt – seinen Spaß haben. Etwa 100 Kilometer weiter westlich ist bei den Augsburger Surfern der Mandichosee (Lechstaustufe 23) beliebt, wo mit Shop, Schule und aktivem Surfclub ebenfalls eine passende Infrastruktur auf jeden neuen Windsurfer wartet.

Ostholstein & Fehmarn

An der Ostsee reihen sich Traum-Spots wie an einer Perlenkette aneinander. Das Herz der Region schlägt auf Fehmarn: Deutschlands Sonneninsel ist nicht nur eine der windsichersten Ecken der Republik, hier finden sich auch viele geschützte Stehreviere für jede Windrichtung. Weitere Pluspunkte: Die Region ist mit Schulen, Shops und Campingplätzen geradezu gespickt. Die Top-Spots mit Flachwasser und Stehrevier: Burger Binnensee/Wulfener Hals, Lemkenhafen und natürlich Gold. Am Festland eine Reise wert sind Laboe, der Kombi-Spot Heiligenhafen, Pelzerhaken sowie das Salzhaff auf der Ostseite der Lübecker Bucht.

Deutschland Mitte

Geographisch gesehen nicht die Traumregion, wenn man nach Meer und Strand lechzt – trotzdem haben sich auch hier, fernab der Küsten, viele Menschen dem Windsurfen verschrieben. Der westlich von Kassel gelegene Edersee ist ebenso ein Tipp wie der Homespot der Sauerländer Surfer – der Sorpesee. Die westdeutsche Szene trifft sich am Wassersportsee in Zülpich oder in Xanten am Südsee.

Bodden

Im Einzugsgebiet von Rostock, Berlin und Stralsund warten mit der wunderschönen Müritz und den flachen Boddengewässern perfekte Reviere auf dich. Zudem gehört die Region um Rügen zu den windigsten des Landes. Ideal für Aufsteiger und Könner ist etwa der auf Rügen gelegene, stehtiefe Spot Suhrendorf am Schaproder Bodden. Aber auch Jasmunder- und Wieker Bodden, der Greifswalder Bodden sowie die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst mit dem Saaler Bodden sind absolut top.

Steinhuder Meer

Das Steinhuder „Meer“ ist genau genommen Nordwestdeutschlands größter See und Heimat aller Hannoveraner, Mindener und Braunschweiger Surfer. Während der Sommermonate werden die großteils stehtiefen Gewässer deutlich wärmer als Nord- und Ostsee, zudem gibt’s auch hier ausgezeichnete Surfcenter und Clubs. Die besten Startplätze sind die „Weiße Düne“ in Mardorf und Steinhude.

Leipziger Neuseenland

Durch die Flutung der ehemaligen Braunkohlegruben entstanden rund um Leipzig viele neue Windsurfspots: Cospudener See, Schladitzer See sowie Markkleeberger See sind dank bestens ausgestatteter Surfcenter und einer lebendigen Szene gute Tipps.