Redaktion

JP-Australia Funster 160 ASA mit Schwert

25.08.2012

FAZIT: Der Funster ist mit durchgehendem Deckteppich und Schwert absolut familientauglich und bringt die ganze Sippe vom Wasserstart bis zum Gleitsurfen.

Funster und Fun Ride unterscheiden sich nach unseren Testeindrücken eigentlich nur im zusätzlich eingebauten Schwert. Wer sich zutraut, auch „ohne“ genug Höhe zu laufen, spart mit dem Funride fast drei Kilo.

Das JP-Double liegt am Strand wie das doppelte Lottchen. Die Prospektangaben für Länge und Breite unterschieden sich nur um unsichtbare Millimeter und auch sonst ist mit dem bloßen Auge – außer Ausstattungsdetails und natürlich dem Schwert – kein Unterschied auszumachen. Hier bietet sich anscheinend die Chance, zwei nahezu gleiche Shapes (Formen) einmal mit und einmal ohne Schwert direkt miteinander zu vergleichen.

An Land: Ein mehrere Millimeter dickes Pad überzieht das gesamte Deck, die Nase ist zusätzlich mit einer Kappe verstärkt. Schlaufenoptionen sind vielzählig, die vordersten für Aufsteiger besonders sinnvoll. Die recht kurze Finne passt gut zum Set-up mit Schwert. Für häufiges Gleiten bei stärkerem Wind wäre eine Finne von etwa 46 bis 50 Zentimeter besser geeignet.

Auf dem Wasser: Der Funster hat im Vergleich zum Fun Ride allerlei nützliches Zubehör an Board – das durchgehende Deckpad, Tragegriff, Bugschutzkappe und Schwert – was sich allerdings auch auf der Waage zeigt und auf dem Wasser spürbar wird. In Verdrängerfahrt unterstützt das Schwert das Höhelaufen spürbar, auch mit weniger Surferfahrung kommt man schnell wieder gegen den Wind zurück.

Der Unterschied fällt allerdings nicht so groß aus wie zwischen den beiden Fanatic-Boards. Das breite Board wirkt längs wie quer sehr kippstabil und trägt auch 80-Kilo-Einsteiger sicher, auch zum Wenden ist auf dem knapp 2,60 Meter langen Board genug Platz. Mit der soliden Schutzausstattung muss man sich keine Sorgen ums Brett machen und kann munter drauf losprobieren. Und entspannt übt es sich bekanntermaßen am besten. Wer allerdings Gleitsurfen ganz oben auf seiner Prioritätenliste stehen hat, sollte sich sehr gut überlegen, vielleicht doch auf die Features zu verzichten und mal den Fun Ride anschauen. Denn auch bei guten Gleitbedingungen lässt der Gewichtsnachteil den Funster immer spürbar behäbiger wirken, das Board gleitet später an, beschleunigt nicht ganz so flott und baut daher auch etwas mehr Segelzug auf, bevor es dann wirklich frei und schnell losfährt. Auch in den vordersten Schlaufenpositionen kannst du schon entspannt gleiten, mit bester Kontrollierbarkeit und ohne vom Board überfordert zu werden.

Volumen*: 161 L Gewicht**: 13,7/15,9 kg Länge*: 259,5 cm Breite*: 80,0 cm Preis: 1249 Euro

* = surf-Messung; **Rumpf/inkl. Schlaufen, Finne, Schwert

Mit dem vorderen Fuß neben dem Schwert, weit innen, kannst du gut den Übergang vom Halbgleiten ins Gleiten erlernen, ohne zu riskieren, dass das Heck absäuft, wenn du vielleicht zu frühzeitig in die Schlaufen steigst.

Der Funster bietet eigentlich sämtliche Schlaufenpositionen wie der Fun Ride, darüber hinaus aber noch eine weitere weiter vorne.

Finne: JP Ride 34,0 cm/Powerbox/GFK

Web: www.jp-autralia.com

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