Windsurfen für Kinder – so findest du das richtige Brett

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor 3 Monaten

Damit Kinder den Spaß am Windsurfen entdecken, sollte das Material passen. Was spezielle Boards für Kinder ausmacht, in welchen Fällen man auch Bretter für Erwachsene verwenden kann und welche Anpassungen man dabei unbedingt machen sollte, verraten wir dir hier:

Die ersten Versuche auf einem Windsurfbrett machen Kinder am besten mit Gleichaltrigen im Kinderkurs einer dafür ausgestatteten Surfschule. Der größte Fehler, den Eltern machen können, liegt darin, den Nachwuchs ohne didaktische Ausbildung einfach im Urlaub aufs eigene Material zu stellen und selbst zu coachen. Wenn der Funke übergesprungen ist, stellt sich unweigerlich die Frage nach dem passenden Material. Fakt ist: Unpassendes Material für Erwachsene ist in vielen Fällen ein absoluter Spaßkiller. Worauf es ankommt, verraten wir euch jetzt:

Was macht ein gutes Kinderboard aus?

Damit ein Board für Kinder & Jugendliche passend ist, müssen einige Kriterien erfüllt sein:

Weiche Softdecks schützen vor Verletzungen

Kompakte Maße des Boards kommen den Dreheigenschaften zugute, die Abstände zwischen Mastspur und Schlaufen sind angepasst (kleiner).

Kurze Finne und eine Centerfinne, bzw. ein Schwert im Centerbereich – so sieht ein gutes Kinderboard aus

Die passende Brettgröße

Kinder benötigen, wie auch Erwachsene, zum Lernen ein gewisses Überschussvolumen. Anfängerboards für Kinder & Jugendliche haben in der Regel ein Volumen von 110-160 Litern.

Als Faustformel für Anfänger/leicht fortgeschrittene Kinder & Jugendliche gilt: Körpergewicht + 100 Liter = empfohlenes Brettvolumen

Wer bereits Wasserstarten kann und das Trapezfahren sowie das Gleiten übt, kann natürlich auch mit weniger Überschussvolumen (Grobe Faustformel: Körpergewicht + 60/70 Liter) zurecht kommen.

Windsurfen ist auch für Kinder easy zu lernen – sofern das Material passt!

Board-Tipps für Kinder

Kinderboards sind auf dem Markt heiß begehrt, dementsprechend leergefegt ist der Gebrauchtmarkt, vor allem zur Sommerzeit. Das bedeutet, dass man beim Suchen teilweise etwas Geduld haben muss. Wer neu kauft, kann Kinderboards aber auch gut wieder verkaufen, das Investment hält sich dadurch in Grenzen.

Im Folgenden haben wir euch einige Modelle zusammengestellt, welche die oben genannten Kriterien (Reduzierte Länge/Mittelfinne bzw. Schwert) gut erfüllen. Teilweise handelt es sich um ältere Modelle (z.B. Hifly, RRD), teilweise um aktuelle Boards. Diese sind:

  • Hifly Matrix (Kinder & Familie)
  • Hifly Mambo (Jugendliche & Familie)
  • RRD Easyjoy Softskin (Kinder)
  • Fanatic Ripper (Kinder)
  • JP Young Gun Magic Ride (Kinder)
  • Starboard Go & Go Duet (Kinder & Familie)
  • F2 Ride Softdeck (Jugendliche & Erwachsene)

Potentiell sind auch viele aufblasbare Standup-Paddleboards (SUPs) in passender Länge für Kinder und Familien einsetzbar. Alle Tipps rund um Wind-SUPs findest du in unserem großen Youtube-Tutorial. Klick mal rein!

Ist Material für Erwachsene auch für Kinder nutzbar?

Ganz klar: Jein! Für die Jüngsten mit 6-12 Jahren sollte es idealerweise passendes Kindermaterial sein – dies gilt vor allem im Bezug auf das Segel. Tipps zu Segeln und empfohlenen Segelgrößen findest du auch HIER

Erwachsenen-Boards für Kinder tunen – so wird's gemacht!

  • Kleine Finnen: Wer auf ein Erwachsenenbrett zurückgreifen muss, sollte eine kleine Finne einsetzen, da der Drehimpuls von kleinen Segel (<3,5qm) oft nicht ausreicht, um lange Bretter vernünftig zu drehen. Für Leichtwind kann man auch eine alte Finne auf 15-20 Zentimeter Länge absägen
  • Mastfuß zurück: Auch dies verbessert mit kleinen Segeln die Dreheigenschaften bei Leichtwind, vor allem beim Wenden
  • Kleine Schlaufenabstände: Die Abstände der Fußschlaufen sind bei speziellen Kinderboards hinsichtlich Schrittbreite und Schlaufengröße auf die kleinen Maße angepasst. Auf Erwachsenenboards sollte man, sofern die Kinder das Schlaufensurfen schon üben wollen, die Straps in nicht-zusammengehörende Plugs montieren, um einen kleinen Stance zu erreichen

Du hast weitere Fragen zum passenden Kinderboard oder zu konkreten Modellen? Dann schreib uns eine Mail an redaktion@surf-magazin.de, unsere Redakteure helfen dir gerne weiter!

Schlagwörter: Boards Kindermaterial


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