Fliegende Eidgenossen

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor 6 Monaten

Das Schweizer Label Indiana erweitert sein Wassersport-Portfolio auch ins Windsurf-Segment – und setzt dabei auf einen bekannten Shaper.

Andi Widmann, langjähriger Shaper der Custom-Schmiede WARK aus Konstanz, stellt für Indiana sein Know-how zur Verfügung. Wir haben ihn zum Interview gebeten.

Andi Widmann

SURF: Andi, wie kam die Kooperation mit Indiana zustande?

AW: Indiana kam vor einigen Jahren auf mich zu, nachdem ich begonnen hatte, auch Race-SUP-Boards zu shapen und diese sehr erfolgreich waren. Seitdem erweitern wir das Portfolio gemeinsam Stück für Stück, über Wellenreiter, Wakesurfboards und jetzt eben auch Windfoilbretter.

Das Indiana Wind Foil ist ein reines Foilbrett. Warum kein Hybrid zum Windsurfen und Foilen?

Zum Anfangen finde ich ein reines Foilbrett einfach besser. Das Volumen ist weit hinten konzentriert, man kann bereits im Dümpeln in die Schlaufen und dann entspannt abheben. Die kurze Nase hilft, das Brett in der Luft stabil fliegen zu lassen. Trotzdem war es mir natürlich wichtig, noch genügend Volumen im Bug zu behalten, um sicher Schotstarten zu können.

In welchen Größen ist das Brett verfügbar?

Es wird in 110, 125 und 140 Litern gebaut, jeweils mit Vollcarbondeck und verstärkten Bug- und Kantenbereichen. Passen soll es zu den typischen Freeridefoils, der Fokus liegt ganz klar auf der Einfachheit. Gerade als kleinere Marke ist es wichtig, nicht zu extrem zu werden, sondern erst mal die Kernzielgruppe zu bedienen.

85 Zentimeter misst die Spannweite des Indiana Foils 850S. Die Flügel sind aus Carbon, der Mast aus Aluminium

Indiana bietet auch Foils an. Welches passt für euer Windfoilbrett am besten?

Eindeutig das 850S, die Bezeichnung bezieht sich auf die Spannweite von 85 Zentimetern. Das Foil bietet viel Auftrieb und hat ein sehr ruhiges Fahrverhalten, ideal zum Lernen. Damit eignet es sich am besten für Segelgrößen zwischen 5,0 und 7,0 qm, also für alle, die einfach und unkompliziert mit kleinen Segeln ihren Spaß haben wollen. Das Profil ist nur mäßig dick, damit es auch noch schnell wird.

Indiana setzt auf die weit verbreitete Deep Tuttlebox

Die Flügel sind aus Carbon, der Mast aus Alu – warum macht das Sinn?

Die Flügel sind sehr leicht, weil aus einem gefrästen Schaumkern hergestellt, der mit Carbon laminiert ist. Um das Ganze möglichst torsionssteif zu gestalten, setzen wir beim Mast auf ein recht dickes und solides Aluprofil, die Verbindungen zu Fuselage und Brett erfolgen über eingeschobene Metallplatten, welche sehr steif sind.

Was kosten die Foilprodukte von Indiana?

Das Brett liegt bei 1680 Euro, das komplette Foilset mit Flügel, Fuselage und Mast bei 1447 Euro. Alles ist modular und lässt sich einzeln austauschen.

Infos: https://shop.indiana-paddlesurf.ch

Hinweis: In der surf-Ausgabe 6-2020 findet ihr einen Test des Indiana Foil-Pakets und weiterer Foilprodukte. Um keine Ausgabe mit getesteten Neuheiten mehr zu verpassen, findest du hier unsere günstigen Abo-Angebote: https://www.delius-klasing.de/surf

Schlagwörter: Foil Indiana Interview


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