Einzeltest 2021: Goya Bolt Pro Freerace Single 137 Einzeltest 2021: Goya Bolt Pro Freerace Single 137 Einzeltest 2021: Goya Bolt Pro Freerace Single 137

Einzeltest 2021: Goya Bolt Pro Freerace Single 137

  • Stephan Gölnitz
 • Publiziert vor 8 Monaten

Die Marke Goya ist im Wavesegment als feste Größe anerkannt. Der „Bolt“ („Blitz“, aber auch „Bolzen“) will sich jetzt auch in der Freeracegruppe verankern. Zündet der Shape richtig, oder gehört er zum alten Eisen?

An Land fällt vor allem das tief ausgehöhlte Deck ins Auge, wie man es von Race-Slalomboards kennt, aber auch an immer mehr Freeraceshapes findet. Die Pads sind ausreichend groß, die Schlaufenpositionen sind allesamt für einen eher sportlichen Einsatz ausgelegt, die hinteren Schlaufen dürften lediglich für sehr engagierte Racer noch eine Spur weiter außen liegen. Die MFC-Finne im Lieferumfang im Carbon-Look wirkt steif und passt mit 46 Zentimetern Länge gut zu Segeln um 7,8 bis neun Quadratmeter. Im Unterwasserschiff fällt die recht lange Gleitfläche mit flachem Angleitwinkel auf, die am Heck ohne Rocker (Aufbiegung) abschließt. Das durchgehende V ist gemäßigt, die Doppelkonkave ebenfalls sehr moderat. Neben der Finne zieren zwei moderate Cut Outs (gelb) das Heck, der schwarze Bereich (Foto oben rechts) ist lediglich Design.

Stephan Gölnitz Die Mulde an Deck ist auffälligstes Designmerkmal.

Auf dem Wasser konnten wir den „Bolt“ am Gardasee und am Walchensee bei unterschiedlichen Bedingungen erproben. Die Charakteristik bleibt dabei gleich – im flachen wie im groben Kabbelwasser: Das Board gleitet schon passiv flott an (die ordentliche Länge von 2,40 Metern unterstützt hierbei spürbar) und reagiert zusätzlich auch gut auf Pumpunterstützung. Schon bei wenig Wind läuft es frei, aber in flachem Winkel dicht übers Wasser und lässt sich auch bei viel Zug auf der Segelhand nicht zum Aufbäumen provozieren. Der Druck verteilt sich recht gleichmäßig auf beide Füße Mit bester Kontrolle ist der Top-Speed gut, mit Finnentuning lässt sich für Racer nochmals ein Tick rausholen. Getunt mit einer 43er Z-Fins wirkte das Board im Test knackiger am Fuß, läuft freier und damit auch im Top-Speed noch einen Zacken schneller. „Es fliegt damit mehr, aber es fliegt nie weg“, wie ein Tester urteilte. Gute Performance, gepaart mit bester Kontrolle, ist aber erst mal das ordentliche Paket, das man schon in der Serienausstattung erhält. Die Wasserlage ist dabei gedämpft – rücksichtsvoll zu Knochen und Gelenken – aber auch sportlich, ohne langweilig zu wirken. Die Halse darfst du auf dem Bolt dann auch getrost mit Fullspeed einleiten. Das Board benötigt recht wenig Fußdruck, verspringt nicht, hält in der Kurve gut die Spur und gleitet gut durch mittlere und weite Turns. Es liegt dabei nicht leblos, sondern immer aktionsbereit, verlässt aber nie komplett den eingeschlagenen Kurs.

Stephan Gölnitz Schlaufenposition und Finnenabstimmung sind „gemäßigt Freerace“ und auch für Nicht-Raceprofis gut geeignet.

surf-Fazit:

Eine Klasse unter dem reinen Slalomhobel angesiedelt, überzeugt der Bolt als komfortabler, einfach zu surfender Freeracer mit guten Halseneigenschaften.

Stephan Gölnitz Das Deck unter der hinteren Schlaufe ist recht flach.

Goya Bolt Pro Freerace Single 137

Volumen: 97/107/117/127/137 Liter

Länge: 236,0/236,8/237,8/239,8/242,3 cm

Breite: 61,9/65,2/69,3/74,8/79,2 cm

Gewicht: 5,8/6,0/6,8/7,3/7,5 kg

Finnenlänge: 34/38/42/44/46 cm

Preis: 1930 Euro

Infos: www.goyawindsurfing.com

Stephan Gölnitz Goya Bolt Pro Freerace Single 137

Themen: FreeraceboardGoyaTest


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