Alle Tipps zum Versand von Surfboards Alle Tipps zum Versand von Surfboards Alle Tipps zum Versand von Surfboards

Alle Tipps zum Versand von Surfboards

  • Tobias Frauen
 • Publiziert vor einem Jahr

Surfbretter, Segel & Zubehör – es gibt nichts, was man auf dem Gebrauchtmarkt nicht günstig bekommen könnte. Bis das Schnäppchen es dann allerdings einmal quer durchs Land bis in den eigenen Keller geschafft hat, wird daraus dann oft eine teure Angelegenheit, denn kaum ein Anbieter nimmt Surfboards noch zu günstigen Konditionen mit. Welche Angebote es aktuell für das Versenden von Brettern und Zubehör gibt, haben wir recherchiert.

Verlockend, so ein nagelneues, jungfräuliches Board der neuesten Generation, frisch aus dem Shop. Oder ein Segel zum ersten Mal von der Schutzfolie zu befreien. Doch diese magischen Momente mit neuestem Material haben ihren Preis.

Auf Schnäppchenjagd

Wer auf diese Momente verzichten kann, findet auf dem Gebrauchtmarkt oft gutes Equipment und kann dabei jede Menge Geld sparen. Für jeden Bedarf ist etwas dabei: Komplette Segelpaletten oder Boards aus dem aktuellen Jahr, die zum Saisonwechsel von Profis oder Semi-Pros durchgetauscht werden und manchmal kaum das Wasser gesehen haben. Bis zur endverbrauchten, durchgetretenen Gurke, die hoffentlich nur noch zu Deko-Zwecken den Besitzer wechselt. Auch Neos, Trapeze, Masten, Gabeln und jegliches Zubehör ist im Angebot. Wer auf der Suche nach einem gebrauchten Schnäppchen ist, sollte Ausschau nach Surf-Flohmärkten halten, die vor allem zu Saisonbeginn stattfinden. An vielen Spots wechselt Material auch über Aushänge in Autos oder Zetteln an einer Art „schwarzem Brett“ den Besitzer. Vorteil beim direkten Kauf: Man kann das Objekt der Begierde sofort kritisch unter die Lupe nehmen, eventuell Probe fahren, Auge in Auge verhandeln – und den Neuerwerb gleich mit nach Hause nehmen.

Das wesentlich größere Angebot jedoch bieten Online-Börsen. Zu den Marktplätzen mit der größten Auswahl zählen der Kleinanzeigen-Bereich auf www.dailydose.de , ebay (Kleinanzeigen), Surf SnB , forum.surf-magazin.de sowie die ständig wachsenden Facebook-Gruppen „Surfmaterial“, „Surfmaterial Kids“ sowie die „Surfer Kleinanzeigen“, oder „Kite- und Windsurf Gebrauchtmarkt“. Dort das passende Board oder Segel zu finden braucht allerdings etwas Glück, denn im Gegensatz zu dailydose.de oder den ebay-Varianten lässt sich nicht gezielt nach Marken oder Modellen suchen. Außerdem benötigen sowohl Käufer als auch Verkäufer etwas Vertrauen, um Geld und Material auf die Reise zu schicken. Tipp: Bei Bezahlung mit Paypal sind Onlinekäufe abgesichert, im Fall der Fälle kann man sein Geld zurückbekommen.

Wer sicher gehen will, dokumentiert als Verkäufer den Zustand des Boards unmittelbar vor dem Versand noch mal mit einigen Fotos. Kommt das Brett hinterher kaputt beim Empfänger an, kann man einen eventuellen Betrugsverdacht schnell entkräften.

Auch auf der stets Ende Januar stattfindenden boot-Düsseldorf gibt's traditionell günstige Angebote.

Groß, sperrig & fragil – ein Albtraum für Versender

Sind sich beide Seiten einig, steht die Frage an, wie das Objekt der Begierde den Besitzer wechseln soll. Während sich Kleinkram wie Finnen, Trapeze, Verlängerungen, aber auch Foils in normalen Paketen verschicken lassen, gelten Boards, Segel, Masten und Gabeln in der Regel als Sperrgut. Der Markt für den Versand von Surfmaterial ist in den letzten Jahren dünn geworden, viele bekannte Paketdienste nehmen unsere Schätzchen nicht mehr mit. Das Gewicht ist dabei kein Problem, vielmehr die Packmaße und Fragilität. „Wir haben den Surfboard-Versand als eigenen Sonder-Tarif eingestellt, weil die Fragilität immer wieder zu Problemen geführt hat,“ sagte eine Sprecherin des Versenders iloxx auf Nachfrage von surf. Der Versand als normales Sperrgut auf einer Palette sei aber weiterhin möglich. Auch Hermes hat den „Sport- und Sonderversand“ im Januar 2019 aus dem Programm genommen.

Wir haben bei diversen Anbietern und Plattformen die Preise für den Versand von Surfmaterial angefragt. Dabei haben wir verschiedene Abmessungen angegeben, um durchschnittliches Material abzubilden: Ein Waveboard, ein großes Freeridebrett, einen Foil-Stumpen sowie die ungefähren Maße eines großzügig verpackten 6,5er-Segels und eines 430er-Mastes.

Bei den Abmessungen haben wir jeweils einige Zentimeter addiert, um die notwendige Polsterung zu berücksichtigen. Wenn ihr selbst anfragt, sind die genauen Maße des verpackten Boards wichtig, denn wenige Zentimeter können bisweilen große Unterschiede machen. Häufig legen die Versand-Anbieter das sogenannte „Gurtmaß“ zugrunde. Dieses errechnet sich wie folgt: 2 x Breite + 2 x Höhe + 1 x die längste Seite.

Auch in den Büros der surf-Redakteure stapeln sich oft die Kartons mit Test-Equipment.

Damit das gute Stück auch heil ankommt, sollte man sich bei der Verpackung seines Bretts etwas Mühe geben:

  • Das nackte Brett mit Luftpolster­folie umwickeln. Noch besser sind die umweltfreundlichen Papp-Verpackungen von Flexi-Hex (z.B. über Amazon).
  • Bug, Heck und Kanten mit Karton schützen
  • Finnen in Karton einschlagen und aufs Deck kleben
  • Evtl. Karton auf Deck und Bottom
  • Boardkarton (beim Surfshop anfragen) oder das Brett in ein altes Boardbag stecken.
  • Einige Versand-Unternehmen verlangen zudem außen an der Verpackung Griff-Möglichkeiten für den Zusteller.

So findest du den günstigsten Versender

Die Suche nach einem passenden Versender erleichtern wir euch mithilfe der unten abgebildeten Tabelle. Dort findet ihr Preise und alles Wissenswerte zum Boardversand. Bitte beachten: Die Preise können variieren, nicht zuletzt durch den jeweiligen Warenwert. Einige der aufgeführten Anbieter agieren nur als Vermittler und beauftragen eine Spedition, dort wird dann tagesaktuell neu kalkuliert. Je nach Anbieter können Express-Versand, Abholung, Versicherungen oder andere Optionen hinzugebucht werden.

Die Surfboard-Versender im Überblick

Augen auf bei der Annahme

Genau genommen muss man als Käufer einen eventuellen Transportschaden direkt bei der Annahme anzeigen, da sonst gegenüber der Spedition oder dem Paketdienst keine Ansprüche geltend gemacht werden können. Da es weltweit aber vermutlich keinen Mitarbeiter einer Spedition oder eines Paketdienstes gibt, der einem beim Auspacken des Boards erst mal zehn Minuten zusieht, ist das leichter gesagt als getan. In jedem Fall sollte man, ist die Verpackung offensichtlich beschädigt, einen Schnellcheck machen, bevor man die Annahme quittiert.


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