Redaktion

Materialtransport auf dem Auto

  • Manuel Vogel
vor 3 Tagen

Mal ehrlich – wieviele Leute kennst du, denen im Laufe ihres Surfer-Lebens schon mal Material vom Dach geflogen ist? Manchmal ist es einfach nur Pech, meistens sind es vermeidbare Fehler. Gefährlich ist es immer...

Volle Hütte: Materialtransport auf dem Autodach will auch gelernt sein, damit die Dachlast bei höherer Geschwindigkeit nicht abhebt.

Laaangweilig! Material aufs Dach packen kann echt jeder. Trotzdem hat fast "jeder" in seiner Surfkarriere schon mal was verloren. Oft geht es glimpflich aus und das Brett ist hin, wer jedoch mal erlebt hat, wie auf der Autobahn bei einem vorausfahrenden Surfer und 140 Sachen ein Board vom Dach fliegt, hat schon Glück, wenn er das hier lesen kann. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die über "sicher" oder "Supergau" entscheiden – die Position der Dachträger oder falsch befestigte Brettstapel beispielsweise. Bernd Flessner hat schon viele Trips hinter sich und verrät euch die wichtigsten Basics für einen sicheren Weg zum Spot. Klickt euch einfach durch die Bildergalerie!

  • Beim Boardtransport nebeneinander befestigt man am besten jeden Boardstapel mit eigenen Gurten je Seite.

  • Abstand der Dachträger checken: Sind die Träger zu eng zusammen, haben Fahrtwind und einfallende Böen einen großen Hebel, weil die Brettnase weit vor den vorderen Träger übersteht. Man riskiert dann, dass die Träger komplett abreißen.  

  • Je weiter auseinander die Dachträger montiert werden, desto stabiler und sicherer sitzt dein Stuff auf dem Dach. Ideal ist es, wenn dein Board etwa 40 Zentimeter vom Bug und Heck entfernt aufliegt.

  • Bug vorne? hinten? Oben? unten? Am sichersten montiert man Boards mit dem Bug nach vorne und unten auf dem Dach (Finne hinten und oben), so verbraucht man zudem am wenigsten Sprit. Die Variante links im Bild (Finne unten und vorne) ist ebenfalls recht sicher, allerdings weniger ökonomisch. Ein echter "No-go" ist die Variante mit dem Bug nach oben: Der Wind greift hier stark unter das Brett und erhöht das Unfallrisiko. 

  • Lange Trips, Hohe Stapel: Besonders für längere Strecken oder mit mehr als zwei Boards übereinander ist ein dritter Sicherheitsgurt in der Mitte eine gute Sache. Am besten befestigt man diesen direkt an der Reeling, oder – wenn dein Auto keine hat – durch die geöffneten Türen. So kann auch nichts passieren, wenn sich der Dachträger lockert oder abreißt. Bei längeren Trips größere Stapel auf dem Dach nach einer halben Stunde nochmal checken und gegebenenfalls Gurte nachziehen, vor allem auch nach einer Fahrt durch den Regen (Gurte strecken sich). Danach sollte alles so bleiben wie es ist.

  • Boards nebeneinander: Einer der Hauptgründe für verlorenes Material ist, wenn man nebeneinanderliegende Boards mit nur einem Gurt über alles befestigt. Beim Start fühlt sich noch alles fest an, oft schieben sich die Boards während der Fahrt dann ineinander, die Gurte lockern sich, das Material geht verloren. Nebeneinander liegende Boards daher am besten mit getrennten Gurten für jede Seite befestigen.

  • Bernd Flessners Tipp: Lautlos zum Spot – wenn Gurte während der Fahrt anfangen zu vibrieren, ist das nerviger als eine Horde hungriger Dreijähriger auf der Rückbank. Hierbei hilft es, die Gurte (nicht die Dreijährigen!) vor dem Start einige Male zu verdrehen.

  • Bernd Flessner hat in seiner Karriere wohl schon mehr Boards tranportiert als so manche Spedition.

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