Redaktion

FMX Racing – Maynard mit eigener Marke

  • Manuel Vogel
07.03.2019

Worldcupper Finian Maynard startet mit FMX Racing sein eigenes, ehrgeiziges Projekt für ambitionierte Freeracer und Slalompiloten. Alle Hintergründe verrät er im surf-Interview.

Finian Maynard (rechts im Bild) präsentierte seine Boardmarke erstmals auf der boot Düsseldorf

Black is beautiful – die schwarzen Boards von Profi Finian Maynard waren auf der boot 2019 erstmals zu sehen. Wir haben nachgefragt, was es damit auf sich hat.

Finian, wie kam es dazu, mit FMX Racing dein eigenes Boardlabel ins Leben zu rufen?

Die Entscheidung reifte im letzten Sommer nach dem Worldcup auf Fuerteventura. Seit fünf Monaten arbeite ich daran, und jetzt ist es soweit. Die Shapes von FMX Racing stammen von mir selbst, aber natürlich habe ich Hilfe bei den Grafics und mit Tom Eierding von TPE Sports (im Bild oben links, die Red.) auch einen Vertriebspartner für Deutschland.

Deine Boardrange besteht aktuell aus zwei Modellen – Hyperion und Invictus. Für wen sollen diese Bretter interessant sein?

Wie es mein Hintergrund als Slalom-Worldcupper vermuten lässt, ist das Modell Invictus an ambitionierte Freerace- und Slalompiloten adressiert. Dabei ist es mir aber wichtig zu betonen, dass die Boards sehr einfach zu fahren sind. Auch im Worldcup brauchen wir Pros ja Boards, die gut zu kontrollieren sind – mit einer Hoppelkiste bist du nicht schnell. Das Vorurteil, dass Slalombretter schwer zu fahren sind, hält sich immer noch hartnäckig. Ich würde sagen, dass jeder, der sportliche Free­race- oder Racesegel fährt und keine Probleme mit einem außen liegenden 4-Schlaufen-Set-up hat, damit klarkommt.

Wird es in Zukunft noch andere Modelle geben, etwa für Freerider?

Es wird ab 2020 aller Voraussicht nach auch Freerideboards geben, momentan konzentriere ich mich aber noch auf meine Wurzeln und baue die Range Stück für Stück auf.

Was gibt es zur Bauweise der Boards zu sagen?

Vollcarbon, ohne Kompromisse! Ich stelle sicher, dass die wichtigen Bereiche entsprechend verstärkt sind und halten.

Vollcarbonboards gibt’s im Slalombereich auch von anderen Serienherstellern. Was ist daran so besonders?

Vordergründig ja. Es steht mir nicht zu, über die Bauweisen anderer Marken zu urteilen. Ich versuche einfach, meine Boards bestmöglich zu bauen, das bedeutet: Zwischen Schaumkern und Sandwichplatte liegt Carbon, die äußere Hülle besteht ebenfalls aus Vollcarbon. Im Standbereich sind sogar zwei Lagen Kohle auf beiden Seiten des Sandwich-Materials verbaut – soweit ich weiß, ist das deutlich über dem gängigen Standard.

Carbon gilt als Preistreiber. Wie positionierst du deine Marke diesbezüglich?

Invictus 94 und 114 liegen bei 2699 Euro, die kleineren Größen etwas darunter, der 144er mit 2799 Euro etwas höher.

Auch auf der Foil-Welle schwimmst du mit dem Modell Hyperion mit. Handelt es sich dabei um ein Kombibrett zum Windsurfen und Foilen oder um ein spezielles Foilbrett?

Der Hyperion 184 ist als reines Foilbrett konzipiert. Man könnte theoretisch damit Formula-Windsurfen, im Wettkampfbereich zeichnet sich aber ab, dass man spezielle Konzepte braucht.

Wo kann man deine Boards aktuell kaufen?

Am einfachsten ist der Kontakt zu TPE Sports ( www.tpesport.de ), mein Vertriebspartner Tom Eierding kann dann an Shops weiterverweisen, wo man fündig wird.

Weitere Infos auch unter www.fmxracing.com

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