EinzeltestPuls Boards Mag 85

Manuel Vogel

 · 31.08.2022

Einzeltest: Puls Boards Mag 85Foto: Marius Gugg

Das Wavemodell Mag der Warschauer Custom-Schmiede Puls Boards taugt zur Tiefenentspannung. Ob es das Blut auch mal in Wallung bringen kann, verraten wir im Test.

Die polnische Custom-Schmiede Puls bietet mehrere Shapes als Kleinserie an, die in unterschiedlichen Bauweisen und auf Wunsch mit individuellen Anpassungen (z.B. Schlaufenabstand, Finnenboxen etc.) erhältlich sind. Shaper und Firmengründer Stefan Leciejewski hat das Modell Mag als Wave-Allrounder konzipiert: Wir konnten die Größe mit 85 Litern in der Silber-Bauweise testen, es kostet knapp 1.700 Euro und wiegt 6,10 Kilo.

An Land: Mit 222 Zentimetern Länge fällt das Mag recht kompakt aus, das Unterwasserschiff ist im vorderen und mittleren Bereich stark mono-konkav und geht nach hinten in ein leichtes V über. Griffige Pads und durchweg doppelt verschraubte Schlaufen runden den wertigen Gesamteindruck ab. Ausgeliefert wird das Brett ohne Finnen, zum Test verwendeten wir das empfohlene Setup von K4-Fins mit 17er Scortcher Centerfinne und 10er Seitenfinnen, was gut mit dem Brett harmonierte. Schweren Fahrern (>85 Kilo) würden wir eine 18er Centerfinne empfehlen, um etwas mehr Grip auf dem Heck beim Geradeausfahren zu bekommen.

Finnen sind nicht dabei, wir haben mit einem K4-Setup getestetFoto: Marius Gugg
Finnen sind nicht dabei, wir haben mit einem K4-Setup getestet

Gelungenes Allround-Board

Auf dem Wasser: Das Puls Mag liegt im Dümpeln ausbalanciert im Wasser und setzt jeden Segelzug gut in Geschwindigkeit um. Angepowert überzeugt das Brett mit bester Kontrolle - es gleitet wie auf Schienen und ignoriert lästige Chops konsequent. Der Ruhepuls des Piloten pendelt sich damit auch bei stressigen Bedingungen auf niedrigem Niveau ein – ohne dass das Mag langweilig oder gar langsam wirken würde. Auch auf der Welle bietet es eine großartige Kontrolle: Die Rails greifen perfekt, selbst auf ruppigen Wellen zieht man wie auf Schienen durch den Bottom Turn. Dabei liebt das Brett vor allem lang gecarvte Turns über den vorderen Fuß.

Nimmt man den Speed raus und fokussiert sich auf enge Haken über den hinteren Fuß, macht das Puls Mag auch das ohne Murren mit. Einzig bei hohen Geschwindigkeiten mit druckvollen Wellen oder viel Wind wirken die Radien etwas limitiert.

Die Kleinserie Mag bringt alles mit, was ein modernes Allround-Waveboard braucht – und das zu einem günstigen Preis.Foto: Marius Gugg
Die Kleinserie Mag bringt alles mit, was ein modernes Allround-Waveboard braucht – und das zu einem günstigen Preis.

surf-Fazit: Das Puls Boards Mag ist ein gelungenes Allround-Waveboard. Es punktet mit guten Gleiteigenschaften, hervorragender Kontrolle und ausgewogenen Dreheigenschaften in einem breiten Spektrum an Bedingungen. Nur wer auf radikal enge Turns und maximale Variabilität für Wavemoves wie 360s aus ist, wird hier nicht zu hundert Prozent happy.

Puls Boards Mag 85

  • Größen: 73-112 Liter (in 3-Liter-Schritten)
  • Länge: 222 cm
  • Breite: 58,5 cm
  • Preis (Silver Edition): 1730 Euro
  • Infos: www.pulsboards.com
Kompakte Outline mit 222 cm LängeFoto: Marius Gugg
Kompakte Outline mit 222 cm Länge